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Weitere Förderung Schloss Lütetsburg durch DSD

15. November 2008. Langfassung: Erfreulichen Besuch erhielt Huberta Gräfin zu Inn- und Knyphausen kürzlich auf Schloss Lütetsburg: Bernd-Michael Vangerow, Ortskurator Wilhelmshaven der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überbrachte einen weiteren Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 20.000 Euro. Unter der Leitung von Architekt Ejnar Tonndorf wird die ehemalige Wasserburg seit 1999 instand gesetzt.

Dabei erhalten sie nun bereits zum vierten Mal Hilfe durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, diesmal für die Maurer- und Natursteinarbeiten am Graftmauerwerk.

Während der sächsischen Fehde 1514 wurde die erste Wasserburg in Lütetsburg zerstört. 1557-76 von Unico Manninga wieder aufgebaut und 1677-79 erneuert, brannte die Hauptburg 1893 nieder. Erneut wurde das Wasserschloss ab 1896 in den Formen der Neorenaissance wieder aufgebaut.
Nach einem weiteren Feuer 1956 entstand das Schloss auf den alten Grundmauern wieder, jedoch nun in den Formen des barocken Vorgängerbaus.

Von der ursprünglichen Anlage ist der langgestreckte Backsteinbau der Vorburg erhalten. In der Mitte des parallel zur Straße gelegenen Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert wurde 1731 ein zweigeschossiger Torturm erbaut, der nach Verlegung der Hauptzufahrt von der Ost- auf die Nordseite entstand. Mit seinem geschwungenen Sandsteingiebel und seitlichen Pilastern fügt er sich harmonisch in die ebenfalls mit geschweiftem Giebel und kleinen Turmaufsätzen im Stil der niederländischen Renaissance geschmückten Vorburg ein.

Die Schlossanlage von Lütetsburg mit der Vorburg und seinem von Edzard Mauritz Freiherr zu Inn- und Knyphausen angelegten Park mit einem großen Rhododendron- und Azaleenbestand kann als eine der wichtigsten Anlagen im nordwestdeutschen Raum und als Denkmal von nationaler Bedeutung bezeichnet werden.

Nach der Instandsetzung der westlichen Vorburg wurde bis Juni 2003 das frostgeschädigte Außenmauerwerk der östlichen Vorburg repariert, die undichten Dachflächen saniert, die verwitterten und verrutschten Strohdocken und Dachziegel instand gesetzt sowie die Fenster und Stalltüren überarbeitet. Nunmehr steht die Instandsetzung des Mauerwerks der Graften und des Ufermauerwerks an. Mit dem erneuten Fördervertrag hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Maßnahmen bisher mit rund 100.000 Euro unterstützt.

Schloss Lütetsburg ist damit eines von bisher über 180 Projekten allein in Niedersachsen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale bisher fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden bundesweit gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege jährlich mit rund 50 Millionen Euro gefördert.

Seit 2005 wird die Stiftung bei ihrer Arbeit in Wilhelmshaven und Umgebung von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Bernd-Michael Vangerow unterstützt.

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