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Sommeroperette: Wirrnisse um Meister Andrea

11. August 2009 (HL/red.) Geibel-Jahr -125.Todestag des Lübecker Dichters und Ehrenbürgers - Wirrnisse um Meister Andrea
Die Lübecker Stadtväter haben versäumt, den 125. Todestag des Lübecker Dichters und Ehrenbürgers Emanuel Geibel entsprechend zu gedenken. Dieses Versäumnis empörte den Intendanten der Lübecker Sommeroperette Michael P. Schulz; er machte die Sache wett, indem er ein Geibel-Projekt 2009 initierte, das im Oktober seinen Abschluss finden wird.

Hinzu kommt jetzt die Aufführung des wenig gespielten Stückes „Meister Andrea“, nach der Vorlage von Geibel unter Verwendung der Opernmusik des Östereichers Felix Weingartner. Schulz machte sich die Mühe und richtete das Stück passend ein. Er apostrophiert es als musikalisches Lustspiel, man könnte es auch als Singspiel gelten lassen.

Rächen will sich ein übermütiges Künstler-Trio, (Musik kommt aus dem Off) das von Meister Andrea zum Schmaus und Umtrunk geladen. Alles Türklopfen nützt nichts, Meister Andrea ist nicht anwesend, hat die Musiker versetzt. Das schreit nach Rache!

Jetzt erwartet der geneigte Zuschauer Turbulenzen, die zum Kichern herausfordern. Jedoch, Geibel war ein beachtlicher Lyriker, als Stückeschreiber tat er sich schwer.

Nun müssen die Künstler zeigen, was in ihnen steckt. Und das war hörens- und sehenswert. Als junges Paar, das den Widrigkeiten des Lebens trotzt, Sonja Pitsker und Tomasz Mysliwiec. Beide machten schon in der Operetten-Revue „Donau-Träume“Furore, auch hier erfüllten sie die Ansprüche des Publikums. Mona Hermes, die in einer „Sonet des Dante“ glänzte. Der Geibel-Text wurde von Tausendsassa Michael P. Schulz vertont, sehr im Sinne der damaligen Zeit. Gratulation und Respekt!! Marcel Konrath in den Rollen Matteo und Mönch Cipriano stellte gekonnt unter Beweis, dass er vom Schauspiel kommt. Felix Müller in der Titelrolle strotzte wieder als Kraftpaket. Die Pianistin Inessa Tcherepanov zeigte - allein , ohne Orchester – eine hervorragende Qualität ihres Spiels. Das stimmungsvolle Bühnenbild, nach Fotomontagen entworfen, könnte Florenz-süchtig machen. Die weißen Kostüme der Interpreten, eine Leihgabe des Lübecker Theaters, waren nach Entwürfen von Michael Goden konzipiert. Das Stück beweist, wieviel Herzblut Schulz der Sache gewidmet hat.




Foto ü/Veranstalter


Ein Publikumsrenner wird es dennoch sicher nicht. Er hat aber in seinem Geibel-Pojekt drei Raritäten eingebunden: Das Buch „Wären meine Lieder Perlen“, eine CD-Edition, und das Weindepot am Holstentor bieten Geibel-Wein und Geibel-Sekt an. Weitsichtige könnten schon jetzt an ein Weihnachtsgeschenk denken. Dann hat man Gelegenheit, das Geibel-Jahr bei einem edlen Tropfen ausklingen zu lassen.

Helga Rottmann





Foto (RB): Der Intendant der Lübecker Sommeroperette Michael P. Schulz bei der Vorstellung des "Geibel-Sets" bei Peter Sünnenwold, zu der Zeit noch Stadtpräsident der Hansestadt Lübeck





















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