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L. Gallinat besuchte Lesung von Claudia Rusch und Jakob Hein

05. August 2009 (HL/red.) "Es war eine abwechslungsreiche und informative Soiree", schreibt Lutz Gallinat. "Am letzten Montag lasen im Rahmen des "Literatursommers", der unter dem Motto "Deutschland" steht, in der vollbesetzten Kirche St.Petri zu Lübeck Claudia Rusch aus ihrem in diesem Jahr bei S.Fischer, Frankfurt am Main, erschienenen Roman "Aufbau Ost. Unterwegs zwischen Zinnowitz und Zwickau", und Jakob Hein aus seinem 2008 bei Piper München Zürich erschienenen Roman "Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht".

Claudia Rusch war zwischen Zinnowitz und Zwickau unterwegs, sie hat in allen fünfzehn ehemaligen DDR-Bezirken von Rostock bis Gera Geschichten erfunden, die eine neue Realität erzählen, ohne die alte zu vergessen: Von Zonenrandgebieten, Flucht über die Ostsee, "Hamwa nich jewusst" und veränderten Alltagsgewohnheiten über Gewinner und Verlierer der Wende bis hin zu einer Liebeserklärung an Berlin, ihre Stadt, die nur deshalb so wild und bunt ist, weil sich alles ständig verändert- und weil Ost und West hier wirklich zusammenkommen. Claudia Rusch Geschichten und Geschichte mit einem Blick, der weder sentimental noch hämisch, weder nostalgisch noch verbittert ist: Eine Reise durch ein nur manchmal blühendes Land, das gewendet, wiedervereinigt und aufgebaut wurde.
Claudia Rusch, geboren 1971, wuchs auf der Insel Rügen, in der Mark Brandenburg und seit 1982 in Berlin auf. Sie studierte Germanistik und Romanistik, arbeitete sechs Jahre als Fernsehredakteurin und lebt als Autorin in Berlin. 2003 erschien ihr Bestseller "Meine freie deutsche Jugend".
Seit Boris Moser seine Agentur für verworfene Ideen eröffnet hatte, war niemand anderes als er selbst durch diese Eingangstür getreten. Nun stand diese Frau vor seinem Schreibtisch, Rebecca. Kastanienbraunes Haar fiel auf ihre Schultern, und ihre Augen leuchteten. Während Boris noch darüber sinnierte, ob ihre eigene Nase ihr einen evolutionären Vorteil einbrachte, sprach Rebecca ihn an. Schlagartig wurde Boris klar, dass er diese Frau nicht gehen lassen durfte. Und dann tat er etwas, das er sonst unter allen Umständen vermieden hätte: Er erzählte ihr von einem seiner verworfenen Romananfänge. Er erzählte ihr von Sophia, die für ihren Auftraggeber eine Geschichte aufschreiben musste. Sie handelte von dem Wissenschaftler Heiner, der kurz davor stand, den Sinn des Lebens zu ergründen.
"Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht" erzählt die große alte Geschichte von der Suche nach dem Glück. Unentwirrbar ist sie verknüpft mit dem Sinn hinter den Dingen, mit den verborgenen Motiven unserer Taten. Durchzogen von leiser Komik beweist Jakob Heins Roman große Einsicht in den Aberwitz unseres täglichen Lebens.
Leichthändig wie ein Jongleur wirbelt Jakob Hein alltägliche Gewissheiten durcheinander und zeigt die Zerbrechlichkeit der gesellschaftlichen Vereinbarungen.
Jakob Hein, 1971 in Leipzig geboren, lebt als praktizierender Arzt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Berlin. Mit seinem Roman "Herr >Jensen steigt aus" stand er wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Bei Piper liegen u.a. "Mein erstes T-Shirt", das autobiographische Familienporträt "Vielleicht ist es sogar schön" und der Band "Antrag auf ständige Ausreise" vor.
Im Frühjahr wird dann im Hamburger Mare-Verlag das nächste Buch "Mein Rügen" von Claudia Rusch erscheinen, am 10.September das nächste Buch von Jakob Hein.
Diese Veranstaltung wurde kenntnisreich und einfühlsam von Holger Pils, dem Leiter des Lübecker Buddenbrookhauses, moderiert. Die Lesungen lösten eine sehr rege und lebendige Diskussion aus. Alle Akteure wurden schließlich mit sehr viel Beifall bedacht."


















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