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Schweinegrippe: Gefahr bei Abendmahl?

03. August 2009 (HL/red.) Aus Furcht vor der Schweinegrippe muss Experten zufolge niemand auf das Abendmahl verzichten. "Wenn die Oblate oder das Brot lediglich in den Wein eingetunkt werden, ist die Ansteckungsgefahr unbedeutend", sagte der Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz. Er empfehle zwar, nicht aus einem gemeinsamen Kelch zu trinken, doch sei ein Verzicht auf das Abendmahl seiner Ansicht nach "nicht angemessen". Die Gefahr, durch bloßes Anniesen angesteckt zu werden, sei viel höher.

Auch der Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, riet zur Ruhe. "Wir nehmen das beklommene Gefühl von Gottesdienstbesuchern zur Kenntnis, die sich vor einer Ansteckung fürchten", sagte Barth. Er empfehle den Pastorinnen und Pastoren in den Gemeinden, schon bei der Einladung zum Abendmahl darauf hinzuweisen, dass eine "intinctio", also das Eintauchen der Oblate in den Wein oder Traubensaft, möglich sei.

Das Kirchenamt verfolge aufmerksam die Informationen aus der Politik und dem Gesundheitswesen zu der Epidemie, betonte der Theologe. Sollte die Zahl der Erkrankten besorgniserregende steigen, werde es auch eine schriftliche Empfehlungen an die 22 Landeskirchen in Deutschland geben.

Derzeit sind nach Angaben des Robert Koch Instituts mehr als 3.800 Fälle der neuen Grippe gemeldet worden. Bei vielen der Erkrankten handelt es sich um Urlaubsrückkehrer, vor allem aus Spanien.

Quelle: epd/EKD (28. Juli 2009)/
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