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Das Schleswig-Holstein Musik Festival Orchester in Tokio

20. Juli 2009 (HL/red.) HS-Kulturkorrespondenz - Von Horst Schinzel: Zur Eröffnung des Deutschland-Schwerpunkts „Heimspiel“ der Sielzeit 2009 haben das Musikfestival und das CD-Label hänsssler Classic eine CD mit einem Mitschnitt eines Konzertes des Festivalorchesters unter Leitung seines Chefdirigenten Christoph Eschenbach am 1. August 2005 in Tokio herausgebracht. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke von Johannes Brahms (1833 – 1897). Der spröde Charme der Musik des gebürtigen Hamburgers ist in Deutschlands Norden besonders populär. Das mag nicht nur daran liegen, dass hier sein Werk besonders intensiv gepflegt wird (Brahmsfestival der Musikhochschule Lübeck und Hamburger Ostertöne der Hamburger Generalmusikdirektorin Young, überdies eine sehr nachhaltige Arbeit der Brahms.-Gesellschaften in Hamburg und Schleswig-Holstein). Ein gut Teil wird dazu beitragen, dass bärbeißige Brahms in seinem Schaffen doch sehr Ausdruck seiner norddeutschen Herkunft war.
Das Festival-Orchester gibt es seit 197. In jedem Frühjahr finden sich in dreißig Städten überall in der Welt begabte junge Musiker zu Probespielen ein. Wenn die Jury auswählt, darf zu Beginn der neuen Spielzeit in das Landeskulturzentrum Salzau kommen – hundert junge Musik aus aller Welt. Wirklich die Elite des musikalischen Nachwuschsses. Fast von Anfang an dabei ist Christoph Eschenbach, seit 2004 Chedirigent. Und fast alle großen Dirigenten unserer Zeit haben inzwischen mit diesem hoffnungsvollen Orchester –das es durchaus mit den großen Klangkörpern unserer Zeit aufnehmen kann – gearbeitet, ebenso die Besten der intentionalen Solisten.
Bei Konzertreisen nach Russland, Skandinavien, Nord- und Südamerika und Asien ist das Orchester gefeiert worden.
Der gebürtige Schlesier Christoph Eschenbach (69) ist im ostholsteinischen Neustadt aufgewachsen. So ist denn die Arbeit in Salzau für ihn gleichsam auch ein „Heimspiel“. Der vielseitige Musiker – lange Chefridiregent des
NDR Symphonieorchesters – hat mit allen großen Klangkörpern der Welt gearbeitet und ist auch ein gefragter Pianist. Für sein Schaffen ist Eschenbach mehrfach ausgezeichnet worden.
Johannes Brahms sinfonisches Werk ist eher schmal und umfasst nur vier Kompositionen. Erst spät hat sich der
Meister überhaupt an diese große Form gewagt. Die 1885 in Meiningen von Hans von Bülow uraufgeführte Vierte Sinfonie fand rasch großen Anklang. Das Werk zeugt vom großen Atem des Komponisten. Sein ganzes Künstlerleben hat sich Brahms mit der Kunstform der Variationen beschäftigt. Die zu hörenden Variationen über ein Haydn-Thema wurden 1873 mit großem Erfolg uraufgeführt. Die Ungarischen Tänze – deren berühmteste die Nummer 5 in der Orchesterfassung von Albert Parlow ist.- sind so ziemlich das populärste Werk des
Genialen Nordendschen. Dass sie auch in Japan begeistert aufgenommen worden, bezeugt der mitgeschnittene Beifall.
hänsssler Classic 98 593, SCM-Verlag, Holzgerlingen

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