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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Das Theater Lübeck informiert: November 2008 (3)

14. November 2008. Das Theater Lübeck informiert über ihre Veranstaltungen in der Zeit vom 17. bis 30. November 2008:

2. Kammerkonzert
Hommage à Piazzolla
Werke von Astor Piazzolla (1921–1992)
Montag, 17. November 2008, 20.00 Uhr, Gemeinnützige

Er sei ein Idiot, schimpfte die berühmte Nadia Boulanger über Astor Piazzolla. So zumindest will es die berühmte Anekdote über den Wutausbruch der Komponistin, als sie merkte, dass vor ihr ein junger Mann saß, der zugunsten von Kompositionen à la Bartók und Hindemith seine eigentliche Bestimmung verleugnete: den Tango, die Musik, die er in Kabaretts und Spelunken spielen gelernt hatte. Er solle alles andere wegschmeißen und den »echten Piazzolla« zum Vorschein bringen, so Boulangers weiser Rat. Und man weiß, wohin das führte: zu einem neuen Tango, einem »tango nuevo« in Astor Piazzollas ganz eigener Klangsprache aus Jazz, Moderne und den Klängen seiner argentinischen Heimat – einem Tango, der eben nicht nur zum Tanzen dienen, sondern in Konzertsälen sein Publikum ganz mit Zuhören in Anspruch nehmen will.

Mit freundlicher Unterstützung der Heinz und Erika Wiggers-Stiftung und der Gemeinnützigen Lübeck
Gesang Mario Diaz
Violine Carlos Johnson
Violoncello Hans-Christian Schwarz
Klavier Tamami Toda-Schwarz
Moderation Andreas Hutzel
Termin Montag, 17. November 2008, 20.00 Uhr, Gemeinnützige


Finnisch oder Ich möchte Dich vielleicht berühren
von Martin Heckmanns
Premiere: Freitag, 21. November 2008, 20.00 Uhr, Junges Studio
Ein junger Mann hat sich in eine Frau verliebt, die er nur aus der Ferne kennt. Sie ist Postbotin, und um ihr zu begegnen, hat er sich selbst ein Paket geschickt. Dieses wird in etwa einer Stunde von ihr gebracht werden. Was tun, wenn sie an der Tür steht und er ihre Neugier wecken muss? Wie spricht man jemanden an, den man begehrt? Wie kommt man aus seinem Ich-Gehäuse heraus und offenbart sich, ohne sich zu verraten oder lächerlich zu machen? Soll man sich überhaupt ein Bild von der Situation und dem Anderen machen? Der junge Mann imaginiert in dieser Stunde die ersehnte und gefürchtete Begegnung mit seiner Angebeteten, Satz für Satz und Handlung für Handlung in allen möglichen Variationen.

So entsteht ein lustvoller "Versuch eines Entwurfs einer Theorie des Anfangs", ein komischer, alltagsphilosophischer und leichtfüßiger Text in der knappen Stunde vor der erhofften Begegnung. „Finnisch" ist bei allem klugen Humor auch ein Stück über die Einsamkeit, über die Angst, eine „Innenwelt“ mit einer „Außenwelt“ in Berührung zu bringen und die eigenen Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Ein phantasievoller, poetischer und komisch-verschrobener Monolog über Einsamkeit und Kommunikation.

Martin Heckmanns (Jahrgang 1971) gehört zu den meist gespielten zeitgenössischen Dramatikern der jüngeren Generation. Sein Stück „Finnisch oder Ich möchte dich vielleicht berühren“ wurde mit dem Kulturförderpreis des Kreises Herford ausgezeichnet.
Inszenierung: Anne Lenk
Ausstattung: Claus Stump
Mit: Florian Hacke.
Premiere: Freitag, 21. November 2008, 20.00 Uhr, Junges Studio
Weitere Vorstellung: Dienstag, 25. November, 20.00 Uhr, (Theatertag), Junges Studio


Les Misérables
Das Theater Lübeck präsentiert in Übereinkunft mit Cameron Mackintosh LTD
Ein Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg
Wiederaufnahme: Samstag, 22. November 2008, 19.30 Uhr, Großes Haus
Victor Hugos Roman »Les Misérables« (»Die Elenden«) von 1862 gehört zu den Standardwerken der französischen Literatur. Das Epos erfuhr zahlreiche Dramatisierungen und regte mehr als 30 Regisseure zur Verfilmung an. 1985 erlebte das Musical »Les Misérables« seine Uraufführung, das mit zu den opulentesten Ausstattungswerken gehört und mit 8 Tony Awards, dem Oscar für Theater und Musical, ausgezeichnet wurde. Heute zählt es zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten – übersetzt in 21 Sprachen, gespielt in rund 230 Städten in 40 Ländern weltweit.

Es erzählt die Geschichte von Jean Valjean, der nach 19 bitteren Jahren der Haft auf Bewährung entlassen wird. Polizeikommissar Javert sitzt ihm immer im Nacken, da es für ihn unvorstellbar ist, dass ein Mensch sich zum Guten ändern kann. In den folgenden Jahren baut sich Valjean eine rechtschaffene Existenz auf und nimmt sich der kleinen Cosette an – doch er gibt diese Idylle schweren Herzens auf, als ein Unschuldiger, den man für ihn hält, hingerichtet werden soll. Die Flucht vor Javert beginnt erneut und führt Valjean nach Paris. Während der Barrikadenkämpfe des Jahres 1832 kommt es zur letzten Auseinandersetzung der beiden Kontrahenten …
Dem Musical gelingt es in einzigartiger Weise, aus der unüberschaubaren Handlungs- und Personenfülle von Hugos Roman die zentralen Themen und Figuren zu destillieren. Es geht um die ewigen Fragen nach Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Liebe. Der Zuschauer wird in das Schicksal der »Elenden«, das sich wie ein großes Historiengemälde präsentiert, hineingesogen und von den anrührenden und mitreißenden Musiknummern gefesselt, bis auch der letzte Ton verklungen ist. Das Flensburger Tagblatt urteilt: »Wunderbare Stimmen, mitreißendes Spiel, hilfreiches Bühnenbild – und das alles gepaart mit analytischem Blick auf die Geschichte und in menschliche Seelen: Mit dem Musical ›Les Misérables‹ ist in Lübeck Musiktheater vom Feinsten zu sehen.«
Musikalische Leitung: Ludwig Pflanz
Inszenierung: Wolf Widder
Bühne und Kostüme: Katja Schröder
Chor: Joseph Feigl
Mit: Thomas Christ (Jean Valjean), Steffen Kubach (Javert), Manfred Ohnoutka (Thenardier), Tomasz Dziecielski (Marius), Kai Bronisch (Enjolras), Simone Tschöke (Fantine), Martina Flatau (Mme. Thenardier), Sonja Freitag/Andrea Stadel (Cosette) u. a.
Wiederaufnahme: Samstag, 22. November 2008, 19.30 Uhr, Großes Haus


Kostprobe zu der Operette „Wiener Blut“
Dienstag, 25. November 2008, 18.30 Uhr, Großes Haus
Die beim Publikum so beliebt gewordene „Kostprobe“, d. h. der erste Einblick in die Probenarbeit, findet zu der Operette „Wiener Blut“ am Dienstag, 25. November 2008, 18.30 Uhr im Großen Haus, statt. Die Kostproben im Theater Lübeck sind eintrittsfrei.


Zwei weitere Theatertage im November:
Das Theater Lübeck bietet zwei weitere Theatertage im November an.. Für diese Vorstellungen kostet jede Eintrittskarten 10,-- Euro – unabhängig von der Platzgruppe.

Beim kommenden Theatertag zeigt das Theater das Stück „Finnisch oder ich möchte Dich vielleicht berühren“ von Martin Heckmanns am Dienstag, 25. November 2008, um 20.00 Uhr im Jungen Studio. Am Freitag, 28. November, um 20.00 Uhr, wird ein weiterer Theatertag im Jungen Studio stattfinden: „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ - eine szenische Lesung nach dem Film von Oliver Hirschbiegel.


Ein ganz gewöhnlicher Jude
Monolog einer Abrechnung von Charles Lewinsky
Premiere: Donnerstag, 27. November 2008, 20.00 Uhr, Junges Studio
Ein Jude, der als Jude vor einer Schulklasse über sein Leben in Deutschland sprechen soll, kann sich nicht als ganz gewöhnlicher Jude in Deutschland begreifen, sondern wird mit einer Rolle konfrontiert, mit dem klischierten Menschenbild vom »Juden«, mit der Geschichte der Juden, mit seiner Sehnsucht, in Deutschland einfach nur ein Jude zu sein.
Um diese Widersprüche und die Utopie der Gewöhnlichkeit geht es in Charles Lewinskys Monolog, der von Oliver Hirschbiegel mit Ben Becker verfilmt wurde. Der Journalist Emanuel Goldfarb erhält von dem Lehrer Herrn Gebhardt die Einladung, vor seiner Schulklasse über sich als »Jüdischer Mitbürger« zu sprechen. Beim Versuch, eine plausible Absage zu formulieren, zieht er eine Bilanz seines Lebens, die ihn letztlich doch zu dem Entschluss bringt, mit den Schülern in einen Dialog zu treten. Wortreich, pointiert und manchmal zynisch beschreibt er das Spannungsfeld zwischen altem Antisemitismus und neuer politischer Korrektheit und kritisiert das Wiedergutmachungsritual der permanenten öffentlichen Vergangenheitsbewältigung, die für ihn wieder nur eine Sonderrolle bereit hält: die des wortreich bedauerten Opfers. Und dabei möchte Emanuel Goldfarb doch nichts lieber sein als ein ganz gewöhnlicher Deutscher. Ein ganz gewöhnlicher Jude.

Der pointierte Monolog – Beichte ebenso wie Brandrede – schlägt den Bogen auch zum Privaten. Aus seiner eigenen Biografie, der gescheiterten Ehe mit einer Katholikin und der problematischen Beziehung zum gemeinsamen Sohn, leitet Goldfarb die Schwierigkeit ab, die durch eigene Tradition ebenso wie durch fremde Vorurteile festgelegte Rolle abzustreifen. „Zuviel Geschichte", resümiert er. „Das ist das jüdische Problem."
Inszenierung: Silke Hagedorn
Mit Robert Brandt
Premiere: Donnerstag, 27. November 2008, 20.00 Uhr, Junges Studio
Weitere Vorstellung: Freitag, 28. November 2008, 20.00 Uhr, (Theatertag), Junges Studio


Klangbilder II Zeit des Erinnerns – Ethel Smyth zum 150. Geburtstag
Donnerstag, 27. November 2008, 20.00 Uhr, Burgkloster
Ethel Smyth (1858-1944)
Four Songs
Klaviertrio d-Moll

»Die englische Lady ohne Klavier oder Bleistift oder Stickerei oder französische Lieblingsschriftsteller oder deutsche Lieblingsdichter betrachtet man mit Überraschung oder gar Mitleid.« Künstlerische Bildung als Sahnehäubchen auf der Mitgift einer jungen Dame – so beschreibt es das 1868 erschiene Anstands-Handbuch »Die Gepflogenheiten der gehobenen Gesellschaft«. Doch wo der Wille zum künstlerischen Ausdruck das Maß des Bescheidenen, des Unterhaltenden überstieg, war es mit der gesellschaftlichen – geschweige denn künstlerischen! – Akzeptanz oft nicht weit her.
Und so dürften die Eltern der 1858 geborenen Ethel Smyth der Wunsch ihrer Tochter, Komponistin zu werden, zunächst noch belächelt haben. Wer hätte ahnen können, dass die junge Frau so unbeirrt ihren Weg gehen würde? Als emanzipierte Künstlerin und Anhängerin der Soufragettenbewegung setzte sie sich zeitlebens über zu enge Grenzen und die bigotten Forderungen ihres Umfelds hinweg. Gemeinsam mit der GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer veranstaltet das Theater Lübeck im 150. Geburtsjahr Ethel Smyths ein Konzert mit selten gespielten Werken der englischen Komponisten; in Auszügen aus ihren Briefen und Schriften wird die faszinierende Künstlerin selbst zu Wort kommen.
Gesang Gisela Prusek
-Violinen Antje Kroeger, Joo-Hyun Kang
Viola Franziska Ribbentrop
Violoncello Caroline Metzger
Flöte Viola Hegge
Harfe Johanna Maier
Kontrabass Dagmar Labusch
Schlagzeug Julian Sulzberger
Violoncello Gudrun Schröder
Klavier Marianne Schobert
Moderation Marion Hinz
Termin Donnerstag, 27. November 2008, 20.00 Uhr, Burgkloster


Salut Salon „Herzenssache!“
Klassik Chanson Entertainment
Sonntag, 30. November 2008, 18.30 Uhr, Kammerspiele
Für die perfekte Kombination aus anspruchsvoller Klassik frechen Chansons und mitreißendem Entertainment hat sich längst ein Name etabliert: Salut Salon!
Sie sind charmant, leidenschaftlich und virtuos, temperamentvoll und immer wieder überraschend. Angelika Bachmann, Iris Siegfried, Phoebe Scott und Lara Jones singen und spielen sich mit viel Spaß am eigenem Unernst in die Herzen ihres Publikums, weil Musik für sie eben eine „Herzenssache“ ist.
Mit: Angelika Bachmann, Iris Siegfried, Phoebe Scott und Lara Jones
Termin: Sonntag, 30. November 2008, 18.30 Uhr, Kammerspiele


orverkauf für Weihnachten, Silvester und Neujahr hat begonnen.
Ab sofort können Tickets für das Weihnachts- und Silvesterprogramm, aber auch für das Neujahrskonzert an der Theaterkasse erworben werden.

Am 25. Dezember ist um 14.00 und 16.00 Uhr das Märchen von Astrid Lindgren „Ronja Räubertochter“ letztmalig im Großen Haus zu erleben;

„Die Zauberflöte“ (Musikalische Leitung: GMD Roman Brogli-Sacher, Inszenierung: Anthony Pilavachi) steht am 2. Weihnachtsfeiertag um 18.00 Uhr auf dem Programm des Großen Hauses.

Das alte Jahr kann im Theater Lübeck mit zwei Produktionen gebührend verabschiedet werden:
In den Kammerspielen steht um 16.00 und 20.00 Uhr „Hans Albers – Flieger, grüß mir die Sonne“; unser Schauspiel mit Musik über einen Mythos von und mit Dirk Witthuhn auf dem Programm und
im Großen Haus verabschiedet sich das alte Jahr mit der schwungvolle Operette „Wiener Blut“ um 16.00 und 19.30 Uhr.

Das Neujahrskonzert entführt das Publikum „Im Schnellzug nach Wien“ in Rekordzeit gute 1.000 Kilometer weit. Auf der Reise wird selbstverständlich in der deutschen Hauptstadt Station gemacht, um Paul Linckes »Berliner Luft« zu schnuppern, bevor es dann weiter geht im »Vergnügungszug«, um Walzerklänge »An der schönen blauen Donau« auszukosten und evtl. sogar das Tanzbein zu Tangoklängen zu schwingen.
Das Neujahrskonzert beginnt am 01. Januar 2009 um 18.00 Uhr in der MuK.

„Ronja Räubertochter“ auch für Erwachsene
Sonntag, 07. Dezember und Sonntag, 21. Dezember, jeweils um 17.00 Uhr, Großes Haus
Der Vorverkauf für das diesjährige Märchen zur Weihnachtszeit „Ronja Räubertochter“ hat bereits begonnen. Wegen der großen Nachfrage hat das Theater Lübeck sich entschlossen, zwei 17.00 Uhr-Vorstellungen anzusetzen. So haben auch größere Astrid-Lindgren-Fans die Möglichkeit, eine Vorstellung zu besuchen.
Die letzte Vorstellung dieses Stückes findet am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember um 14.00 + 16.00 Uhr statt.

Quelle: Theater Lübeck

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