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Lutz Gallinat: Ex-Minister Horst Ehmke im Willy-Brandt-Haus

15. Juli 2009 (HL/red.) "Prominente Zeitzeugen, Weggefährten und Vertraute kommen auf Einladung des Willy-Brandt-Hauses nach Lübeck, um über ihre Zeit mit Willy Brandt zu berichten", stellt Lutz Gallinat seinem Bericht über eine interessante Diskussion im Lübecker Willy-Brandt-Haus voran." So fährt er fort: "Am letzten Montag war Bundesminister a.D. Horst Ehmke in der Lübecker Handwerkskammer zu Gast, um nach einführenden Worten Karsten Brenners, des Vorstandsvorsitzenden der Bundeskanzler Willy Brandt-Stiftung, mit Gunter Hofmann, Chefkorrespondent der Wochenzeitung "DIE ZEIT", über Willy Brandts Politik der inneren Reformen zu diskutieren. Unter dem Motto "Mehr Demokratie wagen!" stand ein äußerst ambitioniertes Programm, das mehr Freiheiten, aber auch auf mehr Mitverantwortung für die Bundesbürger schaffen wollte. Dem Ausspruch Adenauers: "Keine Experimente!" setzte Willy Brandt entgegen: "Keine Angst vor Experimenten!"
Horst Ehmke war von 1967 bis 1969 Staatssekretär im von Gustav Heinemann geführten Bundesministerium der Justiz. In der Großen Koalition stieg er zum Bundesjustizminister auf.
Nach der Bundestagswahl von 1969 betraute Bundeskanzler Willy Brandt ihn mit dem Amt des Bundesministers für besondere Aufgaben und machte ihn später zum Chef des Bundeskanzleramtes.
Als Willy Brandt 1972 erfolgreich im Amt bestätigt wurde, übernahm Ehmke die Leitung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie sowie des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen. Mit dem Rücktritt Willy Brandts schied auch Ehmke am 7.Mai 1974 aus der Bundesregierung aus.
Bereits als Außenminister der Großen Koalition (1966-1969) hatte Willy Brandt neue Akzente in der Außen-, Europa- und Deutschlandpolitik gesetzt. Den Durchbruch aber erzielte er als Bundeskanzler. Mit seiner Neuen Ostpolitik, für die er im Oktober 1971 den Friedensnobelpreis erhielt, verlieh er der internationalen Entspannung entscheidende Impulse. Brandt gelang es, die Ostverträge mit Moskau, Warschau und Prag, das Berlin-Abkommen sowie den Grundlagenvertrag mit der DDR gegen alle inneren und äußeren Widerstände durchzusetzen.
Der frühere Exilant und Regierungschef konnte fast ein Jahrzehnt die zweite deutsche Demokratie prägen und gestalten. Brandts politische Leidenschaft beschränkte sich nicht auf die Außen- und Deutschlandpolitik. Sein Engagement war umfassender: Die Ausgestaltung der sozialen Demokratie und die innenpolitischen Reformen waren für ihn Eckpunkte seiner politischen Arbeit.
Horst Ehmke lobte Brandts kollegialen Führungsstil und sein Verständnis für die aufbegehrende Jugend der 68`er Generation. Die SPD müsse im bevorstehenden Bundestagswahlkampf ihr Profil gegenüber anderen Parteien schärfen.
Es folgte eine rege Diskussion mit den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern. Jürgen Lillteicher, der Leiter des Lübecker Willy Brandt-Hauses, dankte Horst Ehmke für seine Wortbeiträge und Gunter Hofmann für die einfühlsame und kenntnisreiche Moderation. Alle Akteure wurden schließlich mit sehr viel Beifall bedacht."

Lutz Gallinat


















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