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HS-Kulturkorrespondenz: Die Forschung in der Krise

08. Juli 2009 (HL/red.) HS-Kulturkorrespondenz: Die Forschung in der Krise - Von Horst Schinzel: In einer Wirtschaftskrise ist die Versuchung groß, an den Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu sparen. Zumindest die Fraunhofer- Gesellschaft hat 2008 dieser Versuchung widerstanden. Deren Finanzvolumen stieg auf die bis dahin nicht gekannte Höhe von ,14 Milliarden Euro)plus sechs Prozent).

Vor allem aber Konnten 1.400 Stellen neu geschaffen werden. Damit sind jetzt weltweit 15.000 Mitarbeiter für die Gesellschaften des Verbundes tätig. Ergebnisse, auf die Prozent Professor Hans-Jörg Bullinger zu Recht stolz ist.
Auf den Bereich „Vertragsforschung“ entfallen 1,29 Milliarden Euro – ein Zuwachs um elf Prozent.
Darunter versteht die Gesellschaft die Projekterträge und die Grundfinanzierung von Bund und Ländern. Aus Projekten mit der Wirtschaft und öffentlichen Auftraggebern erlöste die Gesellschaft 859 Millionen Euro – mehr als zwei Dritte der Erlöse. Selbst in diesen kritischen Zeiten trug die Wirtschaft noch 365 Millionen (plus 13 Prozent( bei. Hinzu kamen Lizenzertrräge von 83 Millionen Euro
International war die Gesellschaft ebenfalls überaus erfolgreich und konnte für Auftragsforschung mit 147 Millionen Euro ein Mehr von achtzehn Prozent erzielten. Besonders auffällig ist der Zuwachs in
Asien mit 45 Prozent. An den gesamten Erlösen haben Auslandserträge einen Anteil vor n 17 Prozent.
Nach wie zählt Fraunhofer zu den wichtigsten Patentanmeldern in Deutschland. 2008 haben ihre Mitarbeiter 680 neue Erfindungen gemeldet, von denen mit 5000 mehr als je zuvor beim Deutschen Patent- und Markenamt in München angemeldet worden sind. Ingesamt unterhält die Gesellschaft über 5.000 „Schutzrechtsfamilien“.
Auch für 2009 und 2010 erwartet Fraunhofer eine gleich bleibende positive Entwicklcung. Zahlreiche investieren auch in der Krise in Forschung und Entwicklung. Allerdings habe sich der Inhalt der Aufträge stark gewandelt, berichtet Präsident Bullinger. Die Entwicklungen sollten rasch wirken. Eine Forschung, der Ergebnis erst in fernen Zeiten sich auswirken würde, sei derzeit nicht gefragt.
Weil die vielen Forschungsvorhaben mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht abgewickelt werden können, müssen neue Stellen geschaffen werden. Im laufenden Jahr will Fraunhofer sechshundert neue Stellen schaffen.
Bei dem jungen Forscher-Nachwuchs ist Fraunhofer sehr beliebt und liegt nach einer im Mai 2009-publizierten Studie auf Platz 2 nach Porsche. Auf den weiteren Plätzen legen Audi, BMW und Google Besonders die Studienelite bevorzugt Fraunhofer. Je nach Studienrichtung ist das „Ranking“ allerdings unterschiedlich: Bei den Naturwissenschaften Platz 2, Informatik Platz 7, Ingenieure Platz 7.

Eingehend untersucht hat die Gesellschaft die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsaussichten von zwölf „Zukunftsthemen“. Dabei müssen auch die Kapazitäten der Gesellschaft berücksichtig werden. Dabei hat sich ergeben, dass Gesundhetisforschung und Energieversorgung für neue Forschungseinrichtungen besonderes aussichtsreich sind. In diesem Jahr wird ein Bremer Forschungsnzentrum für medizinische Visualiersungs- und Diagnosesysteme in den Verbund integriert. In Bremerhaven fusionieren das Center für Windenergie und Meerestechnik WMT und das Institut für Solare Energieversorung IISET in Kassel zum Fraunhofer-Institut für Windergie und Energiesystemtechnik IWES. Die Institute der Forschugnsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften e. V. (FGAN) – eine Einrichtung des Bundesminsiteriums für Verteidigung sollen in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert werden.
Die Fraunhofer-Gesellschaft hat sich in den zurück liegenden sechzig Jahren von einem kleinen Verein zur führenden Organisaiton für angewandte Forschung in Europa entwickelt. Beispiele der Entwicklung hat die Gesellschaft in einem Buch dokumentiert „MP3, Leids und Co“. Zu den von den Instituten der Gesellschaft voran getrieben Entwicklungen gehören das Telefonieren über das Internet die Produktion von LED-Flachbildschirmen ebenso wie hochwertiger Zahnersatz, Mittel gegen Multiple Sklerose oder kalorienarme, aber trotzdem wohlschmeckende Wurst.

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