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"theology.de": Michael Jackson&Apostel Paulus-und was bleibt?

04. Juli 2009 (HL/red.) Erstmals "theology.de" zu Gast in Lübeck-TeaTime: Bei der Recherche zu einem christlichen Thema ist Lübeck-TeaTime auf eine sehr interessante "Seite" aufmerksam geworden: "theology.de"! Was also lag in diesem Zusammenhang näher, als dort nachzufragen, ob Beiträge aus deren Newsletter in Lübeck-TeaTime gestellt werden dürfen. Die Antwort kam rasch und mit sofortigem Einverständnis - dafür herzlichen Dank. Und was liegt nun ebenso "näher", als "theology.de" sich selbst vorstellen zu lassen und auch gleich über einen der Beiträge nachdenken zu lassen:
"Grüß Gott, willkommen bei theology.de!
Lieber Besucher dieser Webseite,
wir begrüßen Sie sehr herzlich und wünschen Ihnen einen spannenden und informativen Aufenthalt auf den Webseiten von theology.de, - dem Webportal für Kirche und Theologie im Web.

Mit dieser Seite möchten wir allen theologisch und kirchlich Interessierten Hilfe in den Bereichen Kirche und Theologie anbieten. Diese Seite ersetzt keine Universität oder Kirchengemeinde. Sie soll Lust machen, zu stöbern, sich mit Theologie, Theologen, Theologien und theologischen Themen zu beschäftigen, Diskussionen in Gang zu setzen, Kontakte aufzunehmen und sie im „wirklichen Leben“ zu pflegen.

theology.de ist seit Oktober 1999 im Internet und wird laufend aktualisiert. Im Sommer 2007 wurde der Webauftritt komplett überarbeitet und in ein modernes CMS überführt. Der Schriftsteller und Journalist Georg Magirius hat die Arbeit von theology.de portraitiert: "Religiöses im digitalen Aquarium". Inzwischen gehören die Seiten von theology.de zu den "Success-Stories". Weitere Artikel zu theology.de finden Sie hier.

Für Anregungen, Ideen, Linkvorschläge und Termin- bzw. Veranstaltungshinweise für den Bereich Theologie und Kirche sind wir daher sehr dankbar. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Unfehlbarkeit, aber zumindest an der Vollständigkeit arbeiten wir.
Ihr theology.de-Team
Herzlichen Dank!

Besonders bedanken möchten wir uns bei unserem Sponsor CFS GmbH. Durch dessen finanzielle und personelle Unterstützung wurde dieser Internet-Auftritt erst möglich."

Hier aus wahrlich aktuellem Anlass der erste Beitrag:

ANGEDACHT: Michael Jackson & Apostel Paulus, - und was bleibt?
Pfr. Otto W. Ziegelmeier
Dieser Tage machen zwei Leichname von sich reden. So gibt der Leichnam von Michael Jackson Rätsel auf, - und auch der angebliche Fund des Leichnams des Apostel Paulus stellt viele Fragen. Während es beim „King of Pop“ eher um die Umstände geht, die in der letzten Woche zu seinem Tod führten, stellen sich beim Apostel Paulus ganz andere Fragen.

Doch bei beiden fragt man sich: Was wird von ihnen bleiben? Wird man sich bei Michael Jackson an die Skandale erinnern oder seine Musik? Wird Person oder Werk Bestand haben? Und wie ist es bei Paulus? Was blieb von ihm, erinnert heute an ihn?

Vor ein paar Wochen stand ich an dieser Stelle in der Basilika „Sankt Paul vor den Mauern“. Bevor es den Petersdom gab, war dies die größte Kirche der Welt. Edel ausgestattet, viel Gold, viel Marmor. Ob dies zu Paulus passt? Dann der Hinweis auf der Kirchenbank in vielen Sprachen: „Vollkommener Ablass“ für sich oder "bereits Verstorbene": Im Dreierschritt ist man schnell alle Sünden los: 1. Beichte, 2. Kommunion und 3. „Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters?“ Das passt gewiss nicht zu Paulus, der in seinen Brief an die Gemeinde in Galatien geschrieben hat, dass wir „gerecht werden aus Glauben an Christus und nicht aus Werken des Gesetzes“ (Galater 2,16). Zudem kann nur Gott vergeben, - insbesondere Menschen, die längst verstorben sind. Immerhin war dieser Ablass kostenfrei.

Lange stand ich vor dem Steinsarkophag in dem – wie nun bekannt wurde – bereits vor eineinhalb Jahren Knochen, Gold und wertvoller Stoff gefunden wurde. Die Reste von Paulus oder noch einige wenige Reste? Denn sein Haupt wird seit langer Zeit in der Lateranbasilika gezeigt. Andere Teile von ihm sind als Reliquien in Tarsus, London, Münster, Korvey, Malta, Saragossa und Utrecht. Was wird also in dem Sarkophag sein, - und von wem? Das Schildchen in der Kirche hatte schon vor Wochen unzweideutig klar gemacht: Grab des Apostel Paulus. Und ich fragte mich: "Wirklich? Und ist das wirklich wichtig?" Für mich nicht.

Knochen, irdische Reste sind vergänglich. Was bleibt, das ist die Botschaft. So wird man sich an Michael Jackson erinnern wegen seiner Musik. Und Paulus bleibt bedeutsam wegen seiner Gedanken, die er in seinen Briefen hinterlassen und wie er sie gelebt hat. Ich bin Paulus dankbar, dass er mir einen Weg zu Gott gewiesen hat. Anerkennung vor Gott finden wir aus Glauben, aus Gottvertrauen, - und nicht durch noch so viele Vater Unser, Ave Maria, Spenden, große Werke oder Einhaltung von Gesetzen und Regeln usw. Das bleibt von ihm, das hat Bestand. – Und was wird, was soll von uns eines Tages bleiben?"

Autor: RB



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