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Agentur für Arbeit Lübeck

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DSD: Feierlichkeiten am Grufthaus

28. Juni 2009 (HL/red.) Nach neun Jahren endeten die Renovierungsarbeiten am ehemaligen Kanitz-Kyaw’schen Besitz in Hainewalde. Gemeinde, Planer und der hauptverantwortliche Restaurator feierten anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der über neunjährigen Restaurierungstätigkeit am Kanitz-Kyaw’schen Grufthaus in Hainewalde am Freitag, im Vereinshaus "Roaperradl" mit all denen, die zum Erfolg der Bemühungen beigetragen haben.

Nach einer
Einstimmung mit barocker Musik und der Begrüßung der Gäste durch
Bürgermeister Jürgen Walther erläutert Dipl.-Ing. Peter Jäpel die
Vorbereitungs- und baubegleitenden Leistungen, bevor Dipl.-Restaurator
Uwe Konjen in einem Diavortrag die handwerklichen Leistungen ins rechte
Licht rückt. Das Schlusswort ist Dr. Ulrich Rosner vom Landesamt für
Denkmalpflege vorbehalten. Danach geht es mit Umtrunk und Imbiss weiter,
bis die Feier mit der Besichtigung des Grufthauses ausklingt.

In der Nähe des barocken Schlosses ließ 1715 Otto Ludwig von Kanitz auf
dem Friedhof des Ortes für sich und seine Frau Viktoria Tugendreich,
geborene von Kyaw eine gemeinsame Ruhestätte errichten. Das
Stuckmarmorgrabmal der beiden Stifter befindet sich im Inneren. Von
Kanitz beauftragte den böhmischen Bildhauer Franz Biener mit der
Gestaltung des herrschaftlichen Grufthauses, das heute zu den
bedeutendsten Sepulkralbauwerken Sachsens zählt und im Volksmund
"Hainewalder Ungeduld" heisst. Der Massivbau aus Sandsteinelementen ist
als Halle angelegt und wird von einer hölzernen Dachkonstruktion
gedeckt. Bei quadratischem Grundriss gleichen sich alle Seiten des reich
mit vorkragenden Profilen, Gesimsen, Pilastern, Säulen und gesprengten
Giebeln gegliederten Baukörpers. Die Außenfassaden werden durch
aufwendigen allegorischen, die Tugenden und die unterschiedlichen
Lebensstadien des Menschen personifizierenden Figurenschmuck
ausgezeichnet. Der Zustand des Bauwerks war Ende der 1990er Jahre so
schlecht, dass Einsturzgefahr bestand. Die Sandsteinteile waren durch
Erosion, Salze, Durchfeuchtung, Frost und Rost schwer geschädigt. Die
versagende Oberflächenentwässerung hatte die Gründung ausgespült.

Die DSD beteiligte sich neben dem Land seit dem Jahr 2000 mehrfach mit
insgesamt über 40.000 Euro an den Instandsetzungsmaßnahmen, insbesondere
der Fassaden. Das Kanitz-Kyaw’sche Grufthaus in Hainewalde ist somit
eines von über 650 Denkmalen, die die Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank
privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von
Lotto, bisher allein in Sachsen fördern konnte. Unter anderem gehören
Schloss Moritzburg, der Meissner Dom und das Zittauer Stadtbad zu den
Förderprojekten.

Quelle: DSD


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