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DSD fördert St. Mauritiuskirche in Heimersheim

26. Juni 2009 (HL/red.) Einen weiteren Fördervertrag in Höhe von 25.000 Euro für die Dachsanierung der St. Mauritiuskirche in Heimersheim überbringt am Montag, den 29. Juni 2009, um 10.30 Uhr Erich Engelke vom Ortskuratorium Koblenz/Mittelrhein der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) an Herbert Ritterrath, den Pastor der katholischen Kirchengemeinde, und Udo Heimermann, den Vorsitzenden des Pfarrverwaltungsrates. An der Sanierung der bedeutenden spätromanischen Emporenbasilika im Landkreis Ahrweiler beteiligen sich auch das Bistum Trier und das Land mit namhaften Beträgen.

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius in Heimersheim entstand als
gewölbte Emporenbasilika mit Querhaus und hohem Vierungsturm. Die
spätromanische Formensprache verweist auf eine Erbauungszeit im dritten
Viertel des 13. Jahrhunderts. Das Langhaus erstreckt sich über vier
Joche. Es wurde vermutlich von einem Vorgängerbau übernommen und später
umgestaltet. Nach Osten endet es in einem Rechteckchor. Der achteckige
Vierungsturm wird von Dreiecksgiebeln bekrönt. Bei dem innen wie außen
reich mit Blendbögen, Lisenen, Diensten und Kapitellen gegliederten Bau
sind vor allem die bauzeitlichen spätromanischen Glasmalereifenster im
Chor von besonderem kunsthistorischen Wert. Sie zählen zu den ältesten
Kirchenfenstern Deutschlands. Dargestellt sind neben Heiligen auch die
Verkündigungsszene sowie Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt
Christi. In den 1960-er Jahren fügte man nach Plänen des Trierer
Architekten Otto Vogel an den gotischen Bau einen westlichen Anbau an,
der wie eine eigenständige zweite Kirche wirkt.

Seit Jahrhunderten traten bei der Mauritiuskirche immer wieder
Mauerwerksschäden auf. Teils verursachte das zu feuchte Erdreich
Setzungen, so dass bereits der Turm über einen Meter schief stand. Teils
hatten Brände in den Jahren 1588 und 1624 dem Tuffstein der
Vierungspfeiler das Bindemittel entzogen, so dass sie wegzubrechen
drohten. Kein bisheriger Sicherungsversuch brachte dauerhaften Erfolg.

Infolge herunterfallender Putzteile im Innern musste die Kirche vor drei
Jahren gesperrt werden. Gründliche Untersuchungen - verbunden mit
statischen Notsicherungen - zeigten, dass die Hauptschadensursache
weniger im nachgebenden Fundament, als vielmehr im nicht homogenen
Mauerwerk lag. 2006 erfolgten statische Sicherungsmaßnahmen,
Mauerwerksertüchtigungen und Sanierungsarbeiten im Dachbereich, an denen
sich die DSD ebenfalls beteiligte. Möglich werden die grundlegenden
Maßnahmen durch die Unterstützung des Bistums Trier, des Landes
Rheinland-Pfalz und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

St. Mauritius ist damit eines von über 100 Projekten, die die private
Bonner Denkmalschutz Stiftung allein in Rheinland-Pfalz dank privater
Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto,
fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale werden jährlich
bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege
gefördert.

Quelle: DSD

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