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Weinhebers Februar-Verse - trotz Atemhauch keine Eisblümchen...

01. Feb. 2019 (HL-Red-RB) Auch zur Begrüßung des Monats Februar die Verse des Dichters Josef Weinheber (1892 – 1945) aus dessen „Kalendarium für Landleut“. Interessant darin übrigens die Zeile zum „Atem an der Fensterscheibe“, der mich an den alten Kölner Karnevalsschlager „ett jitt kein Isblömsche mi“ an den Fensterscheiben erinnert. Das war bei Einfachverglasungen normal, denn diese schützten nur wenig vor Frost und Kälte und auf den Scheiben bildeten sich - je nach Raumnutzung und Beheizung – besagte „Eisblümchen“. Durch Beheizen tauten diese dann jeweils auf. Mehrfachverglasungen verhinderten diese dann auf.
In den Worten des Poeten heißt es weiter:

"Februar
Die Dohlen überm Baumschlag schrein.
Es fegt der Wind den Himmel rein.
Der Schlitten schellt, das Tannicht rauscht,
Die Magd aus stiller Kammer lauscht.
Der Knecht fährt mit dem Holz zu Tal,
Viel Narren hat der Karneval.

Bis zum Rosenmontag, dem Karnevalshöhepunkt am 4. März, ist noch viel Gelegenheit zum Feiern...



Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck

Schon färbt sich rost der Haselstrauch,
am Fenster friert der Atemhauch
Was Matheis und Sankt Peter macht,
Das bleibt noch so durch vierzig Nacht.
Der Riegel knirscht - o Heimlichkeit!
Jetzt ist der Frühling nicht mehr weit."

Einen schönen Februar wünscht
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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