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Frieden fördern am Volkstrauertag auch mit Lindenberg

18. November 2018 (HL-Red-RB) Heute wird der Toten von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann nimmt diesen Tag und den eine Woche später folgenden Totensonntag zum Ausgangspunkt seiner Gedanken zum Wochenende. Im gegenseitigen Einvernehmen stellt Lübeck-TeaTime diese auch hier vor:
"70 Jahre leben wir in Deutschland im Frieden. Ein Glück, für das wir sehr dankbar sein können. Viele Lübecker haben den Krieg und die Bomben auf Lübeck noch miterlebt. Ein Drittel der Innenstadt war zerstört worden, dazu drei Kirchen und fünf unserer sieben Kirchtürme. In fast allen Familien gab es gefallene Soldaten und Kriegsopfer durch Kriegsfolgen, Gewalt, Hunger und die Flucht. Bei Familienfeiern in unserer großen Familie wurde der Gefallenen und Toten früher immer mit Tränen gedacht. Gedenk-Feiern und Gottesdienste gedenken an diesem Sonntag der millionen im Krieg Umgekommenen und der im KZ umgebrachten Juden.

Das ist sehr wichtig, denn in unserer Welt gibt es heute noch immer viele furchtbare Kriege, zerbombte Städte und Terror.

Atom-Raketen drohen rund um den Erdball. Wann besinnt sich die Menschheit endlich? Aus diesem Grunde werden seit einigen Jahren am Sonntag vor dem Ewigkeits-Sonntag Friedensgottesdienste und Friedensfeiern gehalten, gleichzeitig mit dem Volkstrauertag. Das Thema ist immer aktuell und schwierig: Was können wir für den Frieden tun?

Aktuell ist das Thema auch, weil der erfahrene Politiker Gregor Gysi in der letzten Woche erschreckend vor der Möglichkeit eines Krieges in Europa gewarnt hat. Schwierig ist das Thema Wege zum Frieden, weil auch im Gespräch unter sehr nachdenklichen und klugen Menschen und unter Politikern sich keine einfachen Lösungen finden lassen.

Wenn es in der Welt ungerechten Krieg gibt, schicken die Nato und damit wir unsere Soldaten dorthin. Als Bundeswehrsoldat wurde mir und uns damals gesagt: Wir kämpfen nur für den Frieden! Dann drohte während der Kuba-Krise 1964 ein Weltkrieg Ost gegen West.

Jesus Christus zeigt uns in der Bergpredigt zwei wichtige Perspektiven. Er fordert uns auf, nicht nur unsere Nächsten, unsere Familien, Verwandten und Freunde und Nachbarn und die Lübecker zu lieben. Wir sollen nach Jesus auch Fremde und Unfreundliche akzeptieren.

Eine wichtige Unterscheidung liefert Jesus in den Seligpreisungen der Bergpredigt (Matthäus 5). Er sagt nicht nur: Selig, von Gott anerkannt, sind nicht nur die Friedfertigen, Gutmütigen. Die finden wir doch schon sehr sympathisch in unserer zerstrittenen Welt. Nein er preist selig und vorbildlich die Frieden stiften und Frieden fördern!

Das ist auch unsere Aufgabe: Uns in unserer Umgebung und Reichweite mit anderen zu versöhnen und nach Möglichkeit zwischen zerstrittenen Parteien zu vermitteln. Als Gemeinde-Pastor wurde ich dazu manchmal eingeladen. Aber wir sollten allen Menschen helfen, sich zu vertragen. Manchmal hilft auch geschwisterliche, konstruktive Kritik. Manchmal helfen auch Gebete für andere. Und jeden Tag mindestens eine gute Tat.

Dazu passend hat gerade der Sänger Udo Lindenberg im Fernsehen den Bambi-Preis für sein Friedenslied bekommen. Dort singt er: "Wir arbeiten für den Frieden und eine Erde mit Zukunft. Wir sollten die Fähigkeiten des menschlichen Geistes in die richtige Richtung lenken. Wir sind schlafende Riesen, aber jetzt stehn wir auf!" (siehe youtube)

Und sehr hoffnungsvoll und im Sinne von Jesus hat er schon früher für die Toten gedichtet: Hinterm Horizont geht’s weiter und ein neuer Tag beginnt.

Ewiges Leben für die Kinder Gottes!

Gott segne ihn und uns alle mit Frieden, Tatkraft und Hoffnung

Euer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann
e-mail heinzrussmann@yahoo.de .“

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