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HL-Pastor H. Rußmann: Wir brauchen dringend christliche Vorbilde

04. November 2018 (HL-Red-RB) Pastor Heinz Rußmann nimmt – wenn auch ein wenig rückblickend – den katholischen Feiertag „Allerheiligen“ vom 1. November zum Anlass der Frage nachzugehen, ob wir in der heutigen Zeit nicht mehr christliche Vorbilder brauchen. Dessen Gedanken, die durchaus an dem aus nach wie vor für viele evangelische Christen „Heiligenkult“ der Katholiken nicht vorbeigehen, sollen gerne auch in Lübeck-TeaTime im gegenseitigen Einvernehmen Einstieg in den heutige Sonntag bieten. Heiligsprechung von Menschen bis hin zur Seligsprechung sollen darüber hinaus hier keinen Raum finden, zumal aus meiner Sicht die des Reformators Dr. Martin Luther, wie nachfolgend auch angemerkt, zu viele Heilige zu verehren führe zu leicht vom Glauben an Christus ab. Ob eine Fürsprache beispielsweise im Gebet vor dem an Jesus oder auch Gott mag für manche vielleicht im gewissen Sinne „individuell hilfreich“ sein. Aus der Kirchengeschichte darüber hinaus über Geschehnisse zu erfahren vermittelt sicherlich, wenn auch die „Zeiten“ erheblichen Wandel erfahren haben, durchaus beispielhaftes Verhalten, aus dem gewisse Schlüsse nicht nachteilig sein dürften.

Zu „Wir brauchen dringend christliche Vorbilder“ führt Heinz Rußmann aus: „Beim Reformationsfest am 31. Oktober haben wir Martin Luther auch als Vorbild des christlichen Glaubens gefeiert. "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir!" Das hat er unter Lebensgefahr vor dem Kaiser bekannt. - Am 1. November hat die katholische Kirche das Fest Allerheiligen gefeiert. Dabei gedenkt sie an die vielen Heiligen der katholischen Kirche. Evangelische Christen verehren auch Heilige wie Franz von Assisi. Zu viele Heilige zu verehren führt nach Luther zu leicht vom Glauben an Christus ab. Am 3. November hat Bischöfin Fehrs hier im Gottesdienst der drei katholischen Märtyrer Prassek, Müller, Lange und und des evangelischen Mätyrers Stellbrink in Lübeck gedacht. Sie hatten gegen Hitler protestiert und hatten ihr Leben gegen das Unrecht der Nazi- Dikatur geopfert.

In der Geschichte der Kirche hat Martin Luther zu seiner Zeit gegen zu viele Heilige protestiert. Die Heiligenverehrung sehr vieler Heiliger drohte in Aberglauben überzugehen. Heute gehören für Christen alle drei Feste zusammen in der Erkenntnis: wir brauchen Vorbilder, heute mehr als je.

Für wohl alle Menschen sind unsere Eltern die ersten Vorbilder fürs Leben. Wir ahmen sie und unsere älteren Geschwister nach. Später kommen Kindergärtnerinnen, dann Lehrer und Freunde dazu. Manche Lehrer und Lehrerinnen und Trainer im Sport wurden Vorbilder für uns an Ehrgeiz und Verhalten. Vor allem ältere Freunde prägten unsere Umgangsformen.

Was unsere religiöse Prägung betrifft, so gab es auch Vorbilder, denen wir nachstrebten. Die Auffassung von anderen engagierten Christen, Pastoren und Theologen prägte und formte uns.

Heute brauchen wir mehr überzeugende, christliche Vorbilder. Eltern übernehmen heute weniger die christliche Erziehung mit Tisch- und Abendgebet und Förderung durch den Kindergottesdienst. Der Religionsunterricht soll jetzt auch von Rabbinern und Imamen durchgeführt werden für alle Kinder gleichzeitig. Für Schüler, die schon christlich informiert wurden, sind solche Einsätze für begrenzte Zeit sicher informativ. Sonst können sie aber auch verwirren.

Durch die Computer-Welt gerät die Bildung durch Vorbilder in die Krise. Kinder und Jugendliche werden heute schon in der Schule in die Computerwelt eingeführt. Das ist nun mal unsere Zukunft. Sehr viele junge Menschen sitzen heute viele Stunden am Computer für Spiele. Sie haben für den Aufbau und die Pflege von Freundschaften mit Vorbildern überhaupt keine Zeit und leben in einer künstlichen Scheinwelt. Wenn es wenigstens wie hier bei HL-live.de und woanders auch Programme gäbe für die christliche Information, Bestärkung und Bildung.

Als Christen sind wir alle aufgefordert, Vorbilder im Glauben zu sein. Ein kleines Kreuz zu tragen als Anstecker oder an einem Kettchen kann schon ein Bekenntnis sein. Im Gespräch mit anderen darauf warten, wenn es eine günstige Gelegenheit gibt, über unseren Glauben zu sprechen. Uns zu erinnern an unsere religiösen, christlichen Vorbilder, und was uns geprägt hat.

Vor allem auch erzählen vom großen Vorbild der Menschheit. Jesus Christus. Auch für Björn Engholm ist er das beste Vorbild für alle Menschen heute. Kennen Sie noch die Gleichnisse vom barmherzigen Samariter und Verlorenen Sohn? Können Sie noch das Vaterunser und einige christliche Lieder? Wie war Ihr Konfirmations-Spruch? Am Ende werden wir gefragt werden, ob wir ewig zu Gott gehören wollen.


Segenswünsche von Ihrem HL-live.de Pastor Heinz Rußman

e-mail für Fragen und Ihre Überzeugung heinzrussmann@yahoo.de .“

Ob, und das möchte Lübeck-TeaTime in diese Gedanken einbeziehen, allein "christliche" Vorbilder solche Wirkung auslösen, sicherlich eine Einschränkung, der sich Andersdenkenden und -gläubige nicht unbedingt anzuschließen in der Lage sind, werden diese auch Vorbilder aufzeigen können, die einem gemeinsamen Anliegen entsprechen.

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