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Dankbar leben durch Jesus auch mit Behinderung

28. Oktober 2018 (HL-Red-RB) HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende den Einschränkungen nach, die uns das Leben schwer machen. Ein Thema, das über diese Kurzform hinaus tatsächlich eine Bandbreite an Beispielen eröffnet, wie diese sich vor allem als unerschöpflich ergibt, zumal diese zwischen "pauschal und individuell" liegen. Heinz Rußmann beginnt dazu mit den körperlichen Gebrechen im Alter. Lübeck-TeaTime stellt Gedanken gerne und im gegenseitigen Einvernehmen auch in Lübeck-TeaTime - und dies als Einstieg in den heutigen Sonntag - vor:
„Dankbar leben durch Jesus auch mit Behinderung -
zum Beispiel die körperlichen Gebrechen im Alter. Jeder sollte die Möglichkeiten nutzen, die ihm gegeben sind.
Oh wie ist es kalt geworden und so traurig, öd und leer. Raue Winde wehn von Norden und die Sonne scheint nicht mehr. - Nach dem traumhaft schönen und langen Sommer ist nun bei uns der graue Herbst eingekehrt. Vieles behindert uns jetzt beim Lebensglück. Jetzt im trüben Herbst fallen uns die Behinderungen unseres Lebens besonders ein. Wir sehen sie stärker, besonders beim Älterwerden. Auch die Behinderungen der Mitmenschen wie der Rollstuhlfahrer sehen wir im grauen Herbst grauer.

Unsere Behinderungen im ganzen Leben steigen uns stärker ins Bewusstsein. Von klein an gab es Startschwierigkeiten. Als kleine Kinder konnten wir nicht mal gehen und sprechen. Als junge Menschen waren wir körperlich zwar recht fit. Aber fürs reife Leben noch ungeschickt. In der Tanzstunde einer angehimmelten Partnerin oder einem Partner sich annähern, führte manchmal dazu, dass wir wie behindert angesehen wurden. In der Schule, bei der Ausbildung und später im Beruf war Konkurrenz unser ständiges Schicksal. Immer gab es Menschen die intelligenter, tüchtiger, ansehnlicher und beliebter oder reicher waren als wir.

Neid und Eifersucht, die daraus entstehen, bewirken viel Unheil. Arme und ungebildetere und rückständige Völker sind neidisch auf uns. Eifersucht bewirkt im Privaten die meisten Morde, behauptet der Psychologe Eugen Drewermann. Solange zum Beispiel ein Liebhaber oder eine Liebhaberin meines Ehepartners lebt und geliebt wird, nimmt es mir die Luft zum Atmen und zum Leben. Oder ein Konkurrent im Beruf macht mich Pleite. Diese Ungerechtigkeiten werden oft brutal beseitigt.

Es ist deswegen für uns alle sehr wichtig, dankbar zu sein für alles Gute, was wir haben und hatten. Jesus will uns in einem Gleichnis von den anvertrauten Pfunden oder Talenten helfen, unsere Situation möglichst dankbar zu sehen und uns gleichzeitig ermutigen, aus unseren Begabungen auch heute das Beste zu machen. Talent ist im Gleichnis ursprünglich eine Begriff für Geld. Später bekam es die Bedeutung "Begabung". Geld und Begabungen eröffnen auch heute Möglichkeiten.

Jesus erzählt, dass ein Herrscher längere Zeit ins Ausland verreist. Vorher vertraut er einem seiner Mitarbeiter ein großes Kapital von zehn Talenten an, einem fünf und einem nur ein Talent. Sie sollen für ihn damit in der Zwischenzeit arbeiten und Gewinne erzielen. Als er zurückkommt, haben der erste und zweite doppelten Gewinn erzielt und werden reich belohnt. Der dritte aber war wohl neidisch und beleidigt, weil er nur mit einem Talent arbeiten sollte. Er hatte das Geld nur gekränkt verwahrt und gab es einfach zurück. Darüber war sein Chef sehr ärgerlich, dass der Dritte es nur untätig aufbewahrt hatte. Unser Chef, der uns Aufgaben gibt, ist Gott im Himmel (Lukas 19).

Jesus ermahnt uns, dass wir Gott danken sollten für alle unsere verschiedenen Begabungen und Talente, die jeder hat. Und dankbar sein für die lebenswichtigen Umstände heute und über unsere lange Entwicklung zum Erwachsenwerden.

Was ist uns nicht alles geschenkt worden im Leben an Liebe und Freundschaft, von der Elternliebe an. Was mussten sich unsere Lehrer und Trainer anstrengen, um unsere Talente zu fördern! Auch der reichste Mensch kann uns vielleicht beneiden, weil er nicht geliebt wird und er anderen ständig misstrauen muss. Wie viele Rettungen haben wir erlebt! Und wenn wir Schweres erlebt haben, wie oft wurden wir danach wieder recht fit und alles war wieder gut.

Jesus ermahnt uns aber auch im Gleichnis, unsere Begabungen einzusetzen für Andere, für unsere Nächsten und für uns. Liebe deinen Nächsten. Er ist wie Du!

Beim Älterwerden kann man sich erinnern an alles, was man erreicht hat und was uns an Begabung und Ernergie geschenkt wurde. Und freundlich und hilfsbereit sein können wir heute immer."

e-mail heinzrussmann@yahoo.de

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