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ANGEDACHT: Auf Durchreise

23. September 2018 (HL-Red-RB) "Kurze" Gedanken als Einstieg zum Wochenende. Wenige Worte zu unserem Dasein hier auf Erden. Kein Anlass zwar, in den beginnenen Tagen des Herbstes an Endlichkeit zu denken. Etwa wie es in Psalm 90 heißt "...Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden." In Tagen, in denen uns die Natur sich uns mit ihren schönsten Farben zeigt und wir dies gerne voller Bewusstsein genießen sollten.
Warum also heute ein solcher Einstieg? Nun, genau darüber sollten wir uns immer wieder klar sein. Vielleicht vermittelt theology.de unter "Angedacht -
ANGEDACHT: Auf Durchreise" - mit freundlicher Genehmigung der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier und damit "theology.de" aus deren aktuellem NEWSletter vorgestellt - besagte "Endlichkeit" auf eine Weise, die im Grunde nichts anderes sagt, dies aber mit dem weisen Denken eines Rabbiners, zumal sich daraus ein auch Lebensziel für uns ergeben könnte:
"ANGEDACHT: Auf Durchreise.
In dem Städtchen Radun/Polen lebte einst der weise und berühmte Rabbiner Chofetz Chajim. Diesen besuchte eines Tages ein Tourist, um ihn um Rat zu fragen. Als der Besucher sah, dass die ganze Wohnung des Rabbiners aus nur einem winzigen Zimmer bestand, in dem sich nur eine Bank, ein Tisch mit Stuhl und viele Bücher befanden, fragte er den Rabbiner verwundert:„Rabbi, wo sind denn Ihre Möbel?“

„Wo haben Sie Ihre?“ erwiderte Chofetz Chajim.

„Meine?“, fragte der verblüffte Besucher «Aber ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin doch nur auf der Durchreise!»!

„Ich auch!“, antworte Rabbi Chofetz Chajim.

Sie schmunzeln? Ja, das ist eine nette kleine Geschichte, zumindest auf den ersten Blick jedenfalls. Doch sehe ich mich um, dann spricht die (meine) Realität eine deutlich andere Sprache. Denn wir haben uns ganz gut eingerichtet in unserer Wohnung und unserer Welt. Da tut es gut, sich daran zu erinnern, dass wir auf Erden nur auf Durchreise sind. Manchmal erinnern uns Schicksalsschläge daran, - manchmal Geschichten wie diese.

Denn nichts dauert ewig. Abschied und Neubeginn gehören zusammen wie Kommen und Gehen, wie Einatmen und Ausatmen. Wie Herbst und Frühling, wie Geburt und Tod. Wir können nicht immer nur ausatmen, nicht ewig leben, nicht ewig glücklich oder immer stark sein. Es muss Zeiten der Schwäche geben, des Abschieds, des Leids und der Trauer. „Alles hat seine Zeit“, sagt darum der Prediger Salomo: geboren werden und sterben, niederreißen und aufbauen, weinen und lachen, wehklagen und tanzen usw. (Prediger 3)

Unser Leben ist eine wunderbare Reise, - beschweren wir uns also nicht mit zu viel unnützem Ballast. Wir haben ein Ziel und ein Zuhause bei Gott. Bis dahin sind wir auf der Durchreise, - ich wünsche uns allen eine unbeschwerte Reise in Geborgenheit und Zuversicht."

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