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Zum Engel werden? Zwei kleine "Geschichten" dazu...

10. Juni 2018 (HL-Red-RB) Für den heutigen Sonntag Gedanken zum Einstieg in diesen zu finden - diese Mal, so wie ich meine, geradezu "liebenswürdig". Keine große Philosophie, aber was ist die schon oder muss diese angemessen sein, um Einzug zu finden? Tiefschürfig und akademisch wäre eine Möglichkeit, besagt "liebenswürdig"eine andere. Vielleicht gerade in damit verbundener Schlichtheit, die kleine und große Menschen, hier Enkel und Opa, dort Töchterchen und Mama, Pardon - muss heißen ein Engel, auf eine Weise verbinden, die der Seele gut tun kann. Inmitten von Weltgeschehen, das sich die Haare sträuben lässt. "Liebenswürdig" hatte ich eben geschrieben, erinnere mich dabei an "Liebe", über die der der Pfarrer bei der "englischen Hochzeit" kürzlich predigte, und damit das einzige Patentrezept nannte, wie die Welt zu Frieden finden könnte. Im schließenden Beitrag gestern die Nachdenklichkeit eines kleinen Kindes das fragt, ob der verstorbene Opa nun im Himmel sein – liebevoll eben, diese Frage. Zumal für dieses irgendwie klar, dass dies nur der Himmel sein könne, nämlich das für dieses Schönste, was denkbar. Und nun, wie Nachfolgendes zeigt, es nur ein Engel gewesen sein kann, der in der Not, eine zerrissene Hose könnte entdeckt werden, auf ein Gebet hin geholfen hat...
Und dies ist diese kleine Geschichte, die ich im NEWSletter von theology.de gefunden und nun - mit freundlicher Genehmigung der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier und damit "theology.de" vorstellen möchte:




ANGDACHT: Zum Engel werden
„Wie kann man zum Engel werden?“, fragte mich die kleine Pia, „und muss ich dazu erst in den Himmel kommen?“ Sie schaute mich erwartungsvoll an, denn als Pfarrer muss man das doch wissen.
„Nein, das ist gar nicht so schwer, – und selbst Bengel wie du können zu Engeln auf Erden werden“, antwortete ich ihr und erzählte ihr die Geschichte von Pastor Friedrich von Bodelschwingh:
Als im Herbst das Obst reif an den Bäumen hing, hatte uns der Vater strengstens verboten, auf die Bäume zu klettern. Wir durften nur die heruntergefallenen Früchten essen. Aber einmal war ich heimlich auf einen Baum geklettert und zerriss mir dabei den Hosenboden. Mit ganz schlechtem Gewissen schlich ich mich nach Hause und drehte mich immer so, dass keiner den Schaden an meinem Hinterteil entdeckte. Nach dem Abendessen ging ich in mein Zimmer, zog die Hose aus und besah nun erst und voll Entsetzen das große Loch im Hosenboden. Zuvor hatte ich den Schaden nur ertastet, nun sah ich den Riss. Ich versteckte die Hose unter meinen anderen Kleidungsstücken. Dann kniete ich am Bett nieder, um mein Abendgebet zu sprechen:
‚Lieber Gott, ich bin heute ungehorsam gewesen. Vergib es mir doch und mach, dass morgen früh meine Hose wieder heil ist!'
In diesem Augenblick ging meine Mutter an der Kinderzimmertür vorbei, blieb einen Moment stehen, hörte mein Gebet, dann ging sie lächelnd weiter. Meinem Vater sagte sie nichts. Als ich fest eingeschlafen war, nahm sie meine zerrissene Hose, flickte sie und legte sie wieder zurück.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war mein erster Griff nach der Hose. Welch ein Wunder, die Hose war wieder in Ordnung, der Riss war genäht und fiel kaum auf! Ich war überzeugt, Gott hat mir geholfen und mir einen Engel gesandt, der über Nacht meine Hose genäht und mich vor einem riesigen väterlichen Donnerwetter bewahrt hat. Später erfuhr ich, dass es wirklich ein Engel war, der mir geholfen hat, – meine Mutter. Dieses Erlebnis, in dem meine Mutter zum Engel wurde, hatte meinen Glauben und Vertrauen in das Gebet sehr gestärkt.
Pia lächelte und sagte: „Ich hab’s kapiert ... und ich kann auch nähen ... und noch viel mehr!“

Stellt sich mir noch die Frage, ob der Opa im Himmel nun auch ein Engel ist. Ein Schutzengel vielleicht, der jetzt vor allem für sein Enkelchen auf Erden "zuständig" ist...

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