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Muttertag heute: Herzlichen Glückwunsch allen Müttern

14. Mai 2017 (HL-Red-RB) Am 08. Mai 2011 konnten der Europatag und der Muttertag an diesem Sonntag gemeinsam gefeiert werden. Dieser "Doppel-Anlass" hat sich in 2014 wieder bis auf zwei Tage - also Freitag und Sonntag - heran datiert. In diesem Jahr also ganz nah mit Sonnabend und Sonntag. Wer nun - und das vorweg - meint, in 2016 sei wieder ein gemeinsamer "Feier"tag, muss hinnehmen, dass dann ausgerechnet über das Schaltjahr der Europatag den Muttertag überspringt und am morgigen Montag geflaggt werden kann.

Wie auch immer und welche Wertung man oder frau auch immer vornimmt. Ganz einfach die Überlegung: Den Europatag gäbe es nicht ohne - Mütter. Also Ehre wem Ehre gebührt: Herzlicheren Glückwunsch damit allen Müttern! Muttertag heute hier in Deutschland (der Tag wird international völlig unterschiedlichen Datums begangen)! Diese Ehrung soll allen Müttern zukommen. Müttern von "Mama, Mutti bis Ma oder Mor", Müttern, die so gerne von ersten Lauten eines Kindes hören und spannend durchaus, was zuerst zu verstehen ist: Ma-ma oder Pa-pa...?

Unvermeidlich die Frage auch nach dem Ursprung: wenn man nachvollzieht Amerika - zuvor hatten Griechen und Römer solches im Sinn. Vielleicht mehr auf ihre Göttinnen bezogen. Immerhin scheiterte unter Napoleon die Einführung eines solchen Festtages an der bevorstehenden Schlacht von Waterloo. Vorreiter Amerika dann mit der Methodistin Anna Marie Jarvis, die Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis, die in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907 diesen Tag feierte. Die internationale Verbreitung ging dann Zug um Zug und 1923 waren die "Blumengeschäfte" mit diesem Feiertag wohl auch in Deutschland erfolgreich. Und dies bis heute. Jedenfalls eines steht fest: Gäbe es den Ehrentag für die Mütter noch nicht, müsste man diesen rasch "erfinden".



Foto (© Reinhard Bartsch – Lübeck): Mit diesem Rosenstrauß auch von Lübeck-TeaTime die allerherzlichsten Glückwünsche zum Muttertag


An dieser Stelle also gerne auch das Liebkosen der Mamas mit folgenden Versen des "Dichterfürsten" Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832):

"An meine Mutter
Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als war' die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluß vor ew'gein Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm'schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug' entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom
Vom Schmerz gepeitscht bald stürmend drüber fließt,
Und von der Freude bald gestreichelt still
Sie deckt und sie verhindert, daß sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt."

Lübeck-TeaTime wiederholt an dieser Stelle die ersten Zeilen der Dichterworte: Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir so lang dir kömmt..." . Bedeutet, dass auch heute mancher Mutter die eigentlich besondere Ehre kaum - oder gar nicht zukommt. Aus welchen Gründen auch immer. Diese Mütter seien von hier ganz besonders gegrüßt und beglückwünscht. Ihnen gewidmet soll der obige Strauß von daher besonders gewidmet sein.

Auch theology.de soll an diesem Sonntag - dem Muttertag - eben zu Wort kommen. Wenn auch in einzelnen Passagen die Ausführungen im Beitrag zuvor "wiederholend", gerne also und mit Dank für die Erlaubnis als kompetente Fundgrube der NEWSletter "theology.de" der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier nutzen zu dürfen:

"Muttertag - Ein Familienfeiertag. Bereits die alten Römer und Griechen widmeten den Müttern ihrer Götter Feiern und Feste. Im 13. Jahrhundert gab es in England unter Heinrich III. am Sonntag Laetare den sog. Mothering Day, einen Tag im Jahr, an dem die Menschen in die Kirche (Mutter Kirche) gingen, um mit der ganzen Familie zusammenzukommen. Im Jahre 1806 schlug Napoleon die Einführung eines Muttertages vor, jedoch wurde dies aufgrund der anstehenden Schlacht von Waterloo nie umgesetzt.

Zum ersten Mal wurde der Muttertag 1914 in den USA als nationaler Feiertag begangen. Der Muttertag hat seinen Ursprung in der Frauenbewegung in England und Amerika. Die Amerikanerin Ann Marie Reeves Jarvis versuchte 1865 eine Mütterbewegung namens Mothers Friendships Day zu gründen. 1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort peace and motherhood gestartet. Sie hatte das Ziel, dass die Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt die Methodistin Anna Jarvis. Sie hatte, in Philadelphia am 9. Mai 1907, an einem zweiten Sonntag im Mai (zum 2. Todestag ihrer eigenen Mutter, Ann Jarvis aus Grafton, West Virginia) mit 500 weißen Nelken ihre Liebe zu ihrer gestorbenen Mutter zum Ausdruck bringen wollen und vor der Kirche diese an andere Mütter ausgeteilt. Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin in derselben Kirche den Müttern erstmals eine Andacht gewidmet. In Amerika ist an diesem Tag Staatsfeiertag.

1912 gründete Anna Jarvis eine Organisation, die die Popularität dieses Feiertages in das ganze Land und die Welt hinaus tragen sollte. Diese Organisation bekam den Namen Mother’s Day International Association. Sie schrieb Briefe an die amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson, die sie unterstützen sollten, den Muttertag polulärer zu machen. Jedoch ließen sich die beiden nicht so leicht erweichen, - anfangs. Dann aber erklärte Woodrow Wilson plötzlich den 8. Mai 1914 zum gesetzlichen Feiertag in den USA. Vielleicht geschah dies unter dem Eindruck der angespannten Weltlage und des heraufziehenden 1. Weltkrieges. Und vielleicht war der Wunsch nach Frieden in der Politik der Vater des Gedankens gewesen sein; leider wurde dieser Gedanke völlig vergessen. So wurde aus einer friedensstiftenden Forderung ein kommerzialisierter Feiertag. Wegen dieser offensichtlichen und auch rücksichtslosen Kommerzialisierung des Feiertages prozessierte Ann Jarvis 1923 gegen das Fest, - das sie selbst erfunden hatte. Wegen der Erfolglosigkeit ihres Einsatzes gegen den kommerziellen Missbrauch des Festes und der erfahrenen Ohnmacht soll sie wohl ein Fest handgreiflich gestört haben. Das brachte sie ins Gefängnis. 1948 sagte sie einem Journalisten, dass sie es bedauere, den Muttertag gegründet zu haben!

Im selben Jahr des Widerstandes von Ann Jarvis (1923) wurde in Deutschland der Muttertag am zweiten Maisonntag auf Betreiben des Verbands der deutschen Blumengeschäftsinhaber installiert. Den Status eines Feiertages erreicht er aber erst im III. Reich der Nationalsozialisten. 1933 wird der Muttertag zum gesetzlichen Feiertag.

Nach dem 1. Weltkrieg setzte sich der Brauch in Europa durch, seit 1917 gibt es den Muttertag in der Schweiz, danach eingeführt in Österreich und Skandinavien. 1933 wurde er hier für den 2. Sonntag im Mai festgelegt.

In der DDR wurde der Muttertag nicht gefeiert, stattdessen wurde nur der Internationale Frauentag begangen. Der Muttertag galt als westlich-reaktionärer Nazifeiertag. Für den Muttertag werden im Blumenhandel die größten Umsätze des Jahres (vor dem Valentinstag) erzielt.


Nächste Termine
Muttertag 2018: Sonntag, den 13.05.2018
Muttertag 2019: Sonntag, den 12.05.2019
Muttertag 2020: Sonntag, den 10.05.2020."

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