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Die Flutwelle der Informationen und der Fels des Glaubens

29. Mai 2016 (HL-Red-RB) HL-live.de Pastor Heinz Rußmann widmet sich in seinen Gedanken zum Wochenende der Informationsflut, die uns täglich erreicht. Das kann ein Vorteil sein, wenn man die Nachrichten einordnen und bewerten kann.
Eine Flut von Informationen überschwemmt uns Tag für Tag. Früher lebten unsere Vorfahren in einer Wüste von Informationen. In der Stadt ging ein Herold durch die Straßen und rief manchmal kurze Informationen aus. Später war auf dem Dorf der Pastor oft der Einzige, der per Postboten eine Zeitung bekam und sie den interessierten Bauern abends vorlas und sie diskutierte.

Heute stürmt eine Flutwelle von Informationen weltweit auf uns ein. Durch das digitale Zeitalter, durchs Internet und Handy, aber auch durch die Zeitungen, Zeitschriften, neue Bücher und besonders durch das Fernsehen und Radio gibt es unglaublich viele Informationen über die moderne Welt. Junge Menschen schauen häufig beim Gehen auf ihr Smartphone oder halten ein Handy am Ohr.

Das ist erst einmal ein großer Gewinn und Vorteil. Vor unserem technischen und digitalen Zeitalter brauchten neue Informationen aus Australien über eine Naturkatastrophe per Segelschiff Monate. Heute sieht man sie, aktuell gefilmt, noch am selben Tag im Fernsehen.

Ein großer Vorteil ist auch, dass eine Flut von Beratungen uns heute erreicht. Neue Ergebnisse der modernen Wissenschaften kann man lesen. Über Krankheiten und Nahrungsmittel, sportliche Bewegung und mitmenschliches Verhalten erreicht uns eine Flut von Ratschlägen. Wie kommt man mit dem Partner und den Mitarbeitern besser zurecht? Wie erzieht man seine Kinder besser? Wie gehe ich mit meinem Geld um? Man liest, wie man angibt, ohne dass es übel auffällt. Oder: wie man kein Duckmäuser, aber auch kein unangenehmer Bestimmer ist, sondern gesundes Selbstvertrauen hat. Auch welche Politik und Psychologie und Philosophie die Richtige ist, versucht man uns klar zu machen. Über unglaublich Vieles werden wir informiert.

Wir können uns heute erst einmal freuen über jeden Fortschritt an Information und an Wissen! Wie schön zum Beispiel,dass es die schnelle Internetzeitung HL-live.de gibt und die ausführlichen Lübecker Nachrichten! Im richtigen Maß genossen ist ein Bad in der Informationsflut ein großes Glück, welches auch ich jeden Tag immer wieder genieße.

In der modernen Informationsflut lauert aber auch ein Ertrinken durch Überlastung und Krankheit, Stress und sogar Verwirrung. Viele Informationen widersprechen sich. Auch wissenschaftliche Ergebnisse zur Gesundheit zum Beispiel bei der Homöopathie widersprechen sich manchmal. Will man wissen, was die Welt wirklich im Innersten zusammenhält und was der Menschen ist, hilft uns ganz klar und eindeutig oft keine Wissenschaft und Philosophie mehr. Papst Benedikt als außergewöhnlich guter Professor der Theologie hat mal darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Wissenschaften und die Philosophie Vieles relativ ist. Jeder hat seinen eigenen Blickwinkel.

In der Flutwelle und im Strudel der Informationen und Ratgeber, Nachrichten, Wissenschaften und Weltanschauungen hilft nur der starke Fels des Glaubens an Gott. Er ist der Schöpfer, Erhalter und Vollender unserer ganzen Welt. Durch ihn können wir einen festen Halt für unser Leben bekommen und einen vertrauenswürdiges Mittelpunkt für unser Denken. In den Psalmen heißt es: Dennoch bleibe ich stets an dir, Gott, denn Du hältst mich bei meiner rechten Hand. Du leitest mich nach Deinem Rat und nimmst mich schließlich in Ehren an (Psalm 73, 23.). Der Glaube an den einen Gott verbindet Juden, Christen und Moslems, das ist heute die Hälfte der Erdbewohner. Durch Gott bekommt unser Denken eine große Weite und ein vertrauenswürdiges, rettendes Zentrum.

Zweifel am Glauben weckt aber immer wieder der atheistische, rein naturwissenschaftliche Glaube an die biologische Evolution. Diese Weltanschauung geht von einer nicht beweisbaren Sinnleere des ganzen Kosmos aus und einer totalen Gleichgültigkeit des Universums für alle Lebewesen und für uns Menschen.

Genial und total überzeugend ist dagegen die Verbindung und Harmonisierung von Evolution und der Heilsgeschichte der Bibel, welche der große Denker, Naturforscher und christliche Theologe Pierre Teilhard de Chardin entdeckt hat.

In Kürze: Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Vollender der Welt. Vom Urknall an ist er ein Gott der Liebe. Jesus war schon bei der Schöpfung dabei. Göttliche Liebe verbindet schon die Atome zu Molekülen, dann zu Zellen. Zellen verbinden sich liebevoll und bilden Pflanzen, Tiere, Menschen. Bei Menschen galt erst nur das Faustrecht, heute auch die Verantwortungs-Ethik. Jesus predigt und verbreitet dann vor 2000 Jahren Gottes Liebe und wirkt weiter wie Gott in der Weltgeschichte mit der Kraft des Heiligen Geistes für mehr Nächstenliebe bis zur Vollendung der Evolution in seinem ewigen Friedensreich. Nach der biologischen folgt die kulturelle und dann die ethische und christliche Evolution.

In unzähligen Diskussionen und mit mehreren tausend Menschen und Buchseiten in Jahrzehnten über den verschiedenen persönlichen Glauben hat mich diese Sicht immer mehr überzeugt. Als jahrzehntelanger Gemeindepastor, Oberstufen- Religionslehrer am Johanneum, als Moderator von regelmäßigen Diskussions-Gesprächen im Frauen-Kreis, Männer-Kreis, Bibelkreis für Studierte und Nicht-Studierte und im Lübecker Exegese-Kreis für Pastoren haben alle kritischen Gegenargumente meine Ansicht über die christliche, wissenschaftliche Vision von Teilhard bis heute nur bestärkt. Für unseren persönlichen Glauben an Gott können wir alle Informationen von Gott bis zu Alltagsfragen dort einordnen. Auch meine HL-live.de Gedanken über doch sehr verschiedene Themen haben diesen christlichen Hintergrund.

Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, möchte ich diese hoffnungsvolle Sicht vermitteln, damit wir alle nicht durch den Strudel der Informationen und Beratungen hinabgezogen werden, sondern eine überzeugende Mitte behalten, Gott ist der Fels unseres Lebens zum Festhalten und Orientieren.

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann
wünscht Ihnen vom Guten das Beste!

Unter Google - oder Wikipedia - Suchwort und Weblink "Die Stufen der Evolution nach Teilhard de Chardin als Hilfe" können Sie meinen 18 Seiten Aufsatz lesen. Wenn Sie mir vertraulich Ihre e-mail Adresse an russmann@HL-live.de mailen, sende ich Ihnen gern kostenlos und unverbindlich meinen Aufsatz per e-mail. Wie gut ist, dass es – richtig dosiert und aufs Zentrum gerichtet - das Internet gibt!

Quelle:
HL-live

Mit herzlichem Dank an Heinz Rußmann.

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