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Benefiz-Konzert in der Marienkirche erbrachte über 11.000 Euro

24. November 2015 (HL-Red-RB) "Es war ein beglückendes Gefühl, hier mitzuspielen, zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Musiker unentgeltlich engagiert haben, und welchen großen Anklang die Spendengala bei den Lübeckerinnen und Lübeckern gefunden hat", sagt Dr. Gero Flatau zur stolzen Summe von 11.298,34 Euro, die beim Benefizkonzert für Flüchtlinge in St. Marien im November eingespielt wurde.
Am Konzertabend spendeten die über 1.000 Besucher rund 9.600 Euro. Weitere Spenden in Form von Überweisungen seien noch gefolgt, so der Vorsitzende des Vereins "Lübsches Blech e.V.", der die Veranstaltung gemeinsam mit der St.-Marien-Gemeinde organisiert hatte.

Unter der Schirmherrschaft von Björn Engholm hatten sich verschiedene Ensembles in der Innenstadtkirche versammelt und zugunsten der Vorwerker Diakonie und der Gemeindediakonie, die sich für Flüchtlinge engagieren, musiziert. "Wir sind sehr dankbar für diesen bewegenden Abend", sagt Marienpastor Robert Pfeifer. "Die große musikalische Vielfalt und die authentischen Berichte über die Realität der Flüchtlingsarbeit waren beeindruckend." Die Marienkirche sei "voller begeisterter Menschen" aus allen Bereichen der Gesellschaft gewesen. Es zeige, dass dieses Thema die Menschen berühre und man gemeinsam eine große Aufgabe zu lösen habe.

Pastor Hans-Uwe Rehse, theologischer Vorstand der Vorwerker Diakonie, schließt sich dem an und betrachtet das Zeichen, dass Lübecks Bürger damit gesetzt haben, als "ungemein wertvoll". Die Fundraiserin der Einrichtung, Kathrin Kandel, sagt, dass mit dem Geld Schulmaterial, Taschen für die wenigen Habseligkeiten und außerdem niedrigschwellige kulturelle Angebote wie etwa Kinobesuche finanziert werden. Das Wichtigste sei aber das Erlernen der Sprache. Das gespendete Geld werde deshalb auch für zusätzlichen Deutschunterricht für die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge eingesetzt.

Die Gemeindediakonie wiederum investiere die Spende in ihr Projekt "Flow", das in mehr als 30 Unterkünften über 1.500 Flüchtlinge betreue, so Konstantin Pridat und Kristin Fechner von der Gemeindediakonie. In Lübeck hat die Gemeindediakonie die Aufgabe übernommen, den Flüchtlingen einen menschlichen Empfang zu bereiten. Sie organisiert Sprachpartnerschaften und hat sich mit dem Projekt "Flow" das Ziel gesetzt, die Integration junger Flüchtlinge zwischen 16 und 25 Jahren in Lübeck zu verbessern.

Dr. Henning Kothe, der als Moderator durch den Abend des Benefizkonzerts führte und als Mediziner bereits in Erstaufnahmeeinrichtungen stark engagiert ist, resümiert: "Mit diesem Konzert wollten wir Ressentiments abbauen." Und dies sei nur der Anfang, ergänzt Dr. Flatau: "Es wird weitergehen, möglicherweise in einem anderen Format. Die erste Spendengala soll nicht die letzte gewesen sein."




Kristin Fechner, Pastor Hans-Uwe Rehse, Kathrin Kandel, Dr. Gero Flatau, Dr. Henning Kothe, Pastor Robert Pfeifer und Konstantin Pridat

Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck


Quelle:
Ev.- Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg
Iris von Borcke
www.kk-ll.de

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