Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Sonntagsgruß mit Goethes "Frühlingsboten" Veilchen

05. April 2009 (HL-red.) Ein zuvor geübten Gewohnheit gemäß, den Sonntag auch "blumig" zu begrüßen - was könnte dazu mehr anregen, als die vergangenen ersten sonnigen Frühlingstage, wenn auch die Temperaturen zwischenzeitlich einen kleinen "Rückschlag" erfahren mussten. Ein Foto, vor wenigen Augenblicken am Wegesrand aufgenommen, wird dazu mit einem Gedicht von J.W. Goethe (1766-1832) verbunden, das sogar einmal von Wolfgang Amadeus Mozart vertont worden ist:



Foto (Reinhard Bartsch):...diese hübschen Blümchen blühen zumindest in einer kleinen Vase weiter

Das Veilchen
Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzig's Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin,
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,
Daher, daher,
Die Wiese her, und sang.
 
"Ach!" denkt das Veilchen, "wär' ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!"
 
Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut' sich noch:
"Und sterb' ich denn, so sterb' ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch."




Impressum