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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Saison der Dienstagsvorträge in der GEMEINNÜTZIGE hat begonnen

24. September (HL-Red-RB) DIE GEMEINNÜTZIGE weist auf die neue Saison der Dienstagsvorträge hin. In diesem Monat noch am 29. mit Dr. Matthias Wegner, Hamburg zu Isa Vermehren. Von der Kabarettistin zur Ordensschwester. Besonders hingewiesen wird auf die Sonderveranstaltung am 3. Oktober – morgens eine Matinee und Abends eine Party. Dazu folgen weitere Ausführungen.

Zu den Veranstaltungen:
29.09.2015
Dr. Matthias Wegner, Hamburg
Isa Vermehren. Von der Kabarettistin zur Ordensschwester
Die einen kennen sie noch als Sängerin und Kabarettistin, die anderen als Ordensschwester: Isa Vermehrens Lebensweg verlief so spektakulär wie sie selbst es sich nie hatte vorstellen wollen. Ihre Berühmtheit verdankte sich nicht zuletzt ihrem detaillierten Bericht über den Aufenthalt in einer Hölle: nach Einzelhaft im KZ Ravensbrück hatte sie noch zwei weitere Lager kennen lernen müssen, bevor sie bei Kriegsende in Südtirol (!) befreit wurde. Danach, mit dem Eintritt in den Orden Sacre´Coeur, begann ihr „zweites“ Leben – und ihre pädagogische Mission. Was ist davon geblieben?

Matthias Wegner, der die Wege Isa Vermehrens - und die ihrer Familie - mehrfach gekreuzt hat und auch ihre Biographie schrieb, erzählt die Geschichte der evangelisch geborenen Frau aus Lübeck, deren Konversion zum Katholizismus den Beginn einer großen „Karriere“ unter dem Schleier markierte.

Moderation: Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation der ZEIT-Stiftung

Gemeinsam mit dem Willy-Brandt-Haus Lübeck im Rahmen der Reihe „Das Politische im Denken bedeutender Lübecker“.


03.10.2015
25 Jahre Deutsche Einheit
Matinee, Poetry Slam und Party:
25 Jahre Deutsche Einheit
Am 3.Oktober 2015 jährt sich der Jahrestag des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland zum 25. Mal; 25 Jahre deutsche Einheit können gefeiert werden!

In der GEMEINNÜTZIGEN haben wir der Wende in der DDR bereits gedacht, am 9. November 2014 erinnerten der damalige Lübecker Bürgermeister Bouteiller und der heutige Wismarer Bürgermeister Thomas Beyer an die Mauer- und Grenzöffnung. Die Volkskammerwahl am 18. März 1990 stellte mit dem deutlichen Wahlsieg der Allianz für Deutschland und der nachfolgenden großen Koalition in der DDR die Weichen für eine Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Steffen Reiche, langjähriger Minister in Brandenburg, erinnerte daran mit einem Vortrag in der GEMEINNÜTZIGEN. Nun also die staatsrechtliche Einheit am 3.10.1990, seither als Tag der deutschen Einheit unser aller Nationalfeiertag. Er löste den 17. Juni ab, mit dem in Westdeutschland der Aufstand von 1953 in der DDR geehrt wurde. Auch in Lübeck soll gefeiert werden, die Hansestadt wird eine Grenzradtour ausrichten, die GEMEINNÜTZIGE, dieser Veranstaltungsform und dem Wetter nicht recht trauend, wird in den Großen Saal bitten, und zwar gleich zweimal. Anders als bei der Veranstaltung im November und März wollen wir am Vormittag - morgens um 11.00 Uhr - den Fokus auf uns selbst an der westlichen Seite der früheren Grenze richten.

Wir haben mit Peter Schneider einen namhaften Referenten gewinnen können, der uns seine Erfahrungen mit Teilung und Vereinigung aus westdeutscher Perspektive nahebringen wird. Peter Schneider wurde 1940 in Lübeck geboren, wuchs in Grainau und Freiburg auf und lebt seit 1961 in Berlin. Mauerbau und -fall hat er erlebt und in seinen Werken thematisiert, ebenso die Wirkung der jeweiligen Staatsform auf den Einzelnen, der unter ihr lebt. "Der Mauerspringer" und "Eduard Heimkehr" seien beispielhaft genannt. In "Lenz" ging er, ein wesentlicher Sprecher der Studentenbewegung 68/69, mit den Selbstgewissheiten seiner Gesinnungsgenossen um.

Musikalisch wird die Nationalhymne im Mittelpunkt stehen, Haydns Kaiserquartett wird erklingen, und als Uraufführung eine Bearbeitung diverser Hymnen für Saxophon. Moderiert und geplant wird die Matinee von Jutta Kähler und Claus-Peter Lorenzen.

Abends, ab 20.00 Uhr laden wir zu einer leichteren, aber dennoch gehaltvollen Feier. "Denk ich an Deutschland..." ist das Motto eines Poetryslams. Junge Poetinnen und Poeten aus Norddeutschland werden in der szenetypisch gebotenen Kürze und Form uns mitteilen, was ihnen zu dem Land, in dem wir leben, einfällt. Ist es hier nur schön oder langweilig oder bedrückend - und Ost- und West-Deutschland - gibt es diese Teile leider oder zum Glück immer noch, oder ist die Teilung nur noch ein Thema des Geschichtsunterrichts und sonst nicht mehr zu merken? Abschließen werden wir den Abend mit einer Party mit DJ Jörg Sartori - Musik aus West-, Ost - und Ganzdeutschland soll uns fröhlich machen, und da der Deutsche Musikgeschmack nicht nur heimische Kost liebt, werden nicht nur Schlager zu hören sein, die aber auch.

Quelle:
DIE GEMEINNÜTZIGE

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