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"Fremde Freunde?": Podiumsdiskussion in Kunsthalle St. Annen

04. August 2015 (HL-Red-RB) Unter dem Motto „Fremde Freunde?“ veranstaltet der Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg in Zusammenarbeit mit den Lübecker Museen am Dienstag, 11. August 2015, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion, in der es um den Wert der Gastfreundschaft in der Religion geht. Der Eintritt zu der im Rahmen der Ausstellung „Salaam Lübeck. Muslimisches Leben in der Hansestadt“ stattfindenden Veranstaltung kostet sechs Euro, ermäßigt drei und zwei Euro. Pröpstin Petra Kallies moderiert die Gesprächsrunde.
In Lübeck leben etwa 13.000 Muslime, die über 16 Ländern entstammen und zum Teil bereits in der dritten Generation hier ansässig sind. In der Ausstellung wird gezeigt, wie muslimisches Leben in Lübeck praktiziert wird und die Stadt bereichert. Vor dem Hintergrund der im St. Annen-Museum laufenden Ausstellung „Salaam Lübeck“ befassen sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion unter dem Titel „Fremde Freunde?“ mit dem Herzstück kirchlichen Anliegens, der Gastfreundschaft: Welchen Wert hat Gastlichkeit in der Religion? Wie zeigt sich Gastfreundschaft im Alltagsleben? Gibt es Grenzen? Und überhaupt: Welche Erwartungen haben Gastgeber an Gäste?
Unter der Moderation von Pröpstin Petra Kallies soll ein differenziertes Bild - auch zum Thema Gastfreundschaft zwischen verschiedenen Religionen in Lübeck – aufgezeigt werden. Die Podiumsgäste sind der Psychologieprofessor Rolf Verleger, der Mitbegründer der Jüdischen Gemeinde Lübeck ist. Für den Islam spricht der Soziologe Mahir Ötün, der als Berater für Menschen mit Migrationshintergrund tätig ist. Prof. Dr. Anand Srivastav, Informatiker an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, vertritt den Hinduismus. Als Vertreterin des Christentums beteiligt sich Margrit Kehring-Ibold, Pastorin der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Lorenz, an der Diskussion.
Die noch bis zum 16. August 2015 geöffnete Sonderausstellung „Salaam Lübeck. Muslimisches Leben in der Hansestadt“ gibt Einblicke in den Alltag einiger in der Stadt lebender Muslime, zeigt eine Presseschau der Lübecker Nachrichten aus den letzten 60 Jahren zur Zuwanderungsgeschichte und besondere Sammlungsstücke der Lübecker Völkerkundesammlung. Dazu gehört zum Beispiel das sogenannte Kairoer Zimmer aus dem 17. Jahrhundert. Hinzu treten Leihgaben aus dem persönlichem Besitz in Lübeck lebender Muslime. Außerdem wird anhand einer nachempfundenen Koranschule, die mit Elementen Lübecker Koranschulen ausgestattet ist, veranschaulicht, was der Islam bedeutet. Dass sich die arabische Schrift nicht zuletzt wegen ihrer engen Verbindung mit dem Koran zu einer der ausdrucksstärksten islamischen Künste entwickelte, kommt in einer Kalligraphie-Abteilung zum Ausdruck.
Veranstaltungsort der am Dienstag, 11. August 2015, von 19 bis 21 Uhr stattfindenden Podiumsdiskussion ist das Lübecker St. Annen-Museum in der St.-Annen-Straße 15.

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