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Ausstellung zu Tschaikowskys Orgellehrer Heinrich Stiehl

10. Juli 2015 (HL-Red-RB) Stadtbibliothek zeigt Briefe, Noten und Manuskripte des Organisten und Komponisten: Aus Anlass des Tschaikowsky-Schwerpunktes im Schleswig-Holstein Musikfestival zeigt die Stadtbibliothek im Foyer der Zentralbibliothek eine Ausstellung zu Tschaikowskys einzigem Orgellehrer Heinrich Stiehl. Zu sehen ist sie von Sonnabend, 11. Juli, bis Sonntag, 30. August 2015, jeweils montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 13 Uhr.
Heinrich Stiehl, am 5. 8. 1829 in Lübeck geboren, ging nach Musikstudien in Weimar und Leipzig (u.a. bei Mendelssohn-Bartholdy) 1853 nach St. Petersburg, wo er als Organist an der dortigen Petrikirche und Leiter der Singakademie wirkte. 1862 gründete er am Petersburger Konservatorium die erste Orgelklasse in Russland. Sein berühmtester Schüler war Peter I. Tschaikowsky.
1869 verließ Stiehl Russland und reiste mehrere Jahre durch Europa und hatte u.a. Stellungen in Lüneburg, Belfast und Hastings inne. 1880 ging er als Organist an die Olaikirche nach Tallinn (Reval), wo er einen Gesangverein gründete und leitete. Mit seinen Sängern führte Stiehl 1883 zum ersten Mal in Russland die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach auf.
Schon im Alter von 57 Jahren ist Stiehl in Tallinn verstorben. Man errichtete ihm zu Ehren auf seinem Grab ein Denkmahl. Er hinterließ ein umfangreiches kompositorisches Werk. Insbesondere seine Klavierwerke, wie zwei Klavierstücke unter dem Titel „Souvenir de Travemünde“ erfreuten sich großer Beliebtheit.
In der Ausstellung sind Briefe, Programme sowie ein Originalplakat der historisch bedeutenden ersten Aufführung der Bachschen Matthäuspassion in Russland zu sehen. Auch Notendrucke und einige Manuskripte, wie eine „Fantasie für Orgel über die russische Nationalhymne“, werden gezeigt.
Einige der Noten können auf der Internetseite der Stadtbibliothek angesehen und auch zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit in der Musikabteilung der Stadtbibliothek einige Musikbeispiele mit Werken von Stiehl anzuhören.

Quelle:
Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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