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Brahms-Institut HL eröffnet neueTschaikowsky&Brahms Ausstellung

07.Juli 2015 (HL-Red-RB) Am Freitag, 10. Juli um 18 Uhr eröffnet das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) seine neue Ausstellung „Kontrapunkte − Tschaikowsky und Brahms“ im Haus am Jerusalemsberg 4. Die Schau stellt – passend zum Komponisten-Schwerpunkt des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) − die beiden gegensätzlichen Komponistenpersönlichkeiten Peter Tschaikowsky und Johannes Brahms gegenüber. Die Ausstellungseröffnung ist zugleich der Auftakt zum Symposium „Grenzenlos? Tschaikowsky in Deutschland“, das sich am Samstag, 11. Juli mit der Tschaikowsky-Rezeption in Deutschland und seiner Verbindung zur deutschen Musikkultur auseinandersetzt.

Mit Briefen, Drucken, Programmzetteln, Büsten und Fotografien zeichnet die Ausstellung Tschaikowskys Aufenthalte in deutschen Städten nach, darunter seinen mehrtägigen Besuch in Lübeck im Januar 1888 und das Neujahrstreffen mit Brahms und Grieg in Leipzig kurz zuvor sowie die Erstaufführung seiner fünften Sinfonie in Hamburg. Der Tschaikowsky-Experte Prof. Thomas Kohlhase (Köln) eröffnet die Ausstellung mit einem Festvortrag zur Frage „Einer der Unseren? − Tschaikowsky und Deutschland“. Dozierende und Studierende der MHL präsentieren Kammermusik der beiden Komponisten. Obwohl sie mit der Musik des jeweils anderen nur wenig anzufangen wussten, schätzten sie sich menschlich, wie die Begegnungen in Leipzig und Hamburg zeigen: „Nach der Probe frühstückten wir zusammen und zechten tüchtig. Brahms ist sehr sympathisch, und mir gefällt seine Offenheit und Schlichtheit“, so Tschaikowsky in einem Brief an seinen Bruder Modest. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit den zeitgleich entstandenen Violinkonzerten beider Komponisten. Der gefürchtete Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick, Parteigänger von Brahms, kam im Falle des Russen zu dem Schluss, „dass es auch Musik geben könne, die man stinken hört“. Interessante Vergleichspunkte bieten auch Robert Schumann und Wolfgang Amadeus Mozart, die sowohl bei Brahms als auch bei Tschaikowsky Spuren hinterlassen haben.

Der Eintritt zur Ausstellung im Brahms-Institut (Jerusalemsberg 4) ist frei. Sie ist jeden Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet und ist bis zum 12. Dezember zu sehen.

Am Samstag, 11. Juli veranstaltet das SHMF im Museum Behnhaus/Drägerhaus in Zusammenarbeit mit dem Brahms-Institut ein Symposium „Grenzenlos? – Tschaikowsky in Deutschland“, das sich mit der Tschaikowsky-Rezeption in Deutschland und seiner Verbindung zur deutschen Musikkultur auseinandersetzt. Es referieren unter anderem die Professorinnen und Professoren Inga Mai Groote (Fribourg), Dorothea Redepenning (Heidelberg), Wolfgang Rathert (München) und Christoph Flamm (Lübeck). Dr. Christian Kuhnt und Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, der auch die wissenschaftliche Leitung innehat, eröffnen das von der Possehl-Stiftung geförderte Symposium am Samstag um 10 Uhr. Der Eintritt zum Symposium kostet 5 Euro.

2014 waren die Ausstellung und das SHMF-Symposium Felix Mendelssohn gewidmet. Das Brahms-Institut an der MHL hat dazu gerade einen neuen Band vorgelegt. Die Publikation mit dem Titel „Konstellationen“ dokumentiert das Symposium „Felix Mendelssohn und die deutsche Musikkultur“ sowie die Ausstellung „Felix Mendelssohn und Johannes Brahms“. Renommierte Autoren sind an dem von Wolfgang Sandberger herausgegebenen Band beteiligt, unter anderem Peter Gülke, Otto Biba, Laurenz Lütteken und Friedrich Geiger. Mit 144 Seiten, darunter 60 Farbabbildungen von einzigartigen Quellen, ist er ab 1. Juli im Buchhandel für 19,90 Euro erhältlich.

Quelle:
Musikhochschule Lübeck
www.mh-luebeck.de

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