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Kultur Wissenschaft Ausbildung

160.000 Euro für die Sanierung der Reformierten Kirche

27. Juni 2014 (HL-Red-RB) Kulturministerin Anke Spoorendonk hat am Freitag einen Fördermittelbescheid in Höhe von 160.000 Euro an die Evangelisch-Reformierte Kirche Lübeck übergeben. Die Fördermittel stammen aus dem Denkmalschutz Sonderprogramm des Bundes für Instandsetzung national wertvoller Denkmale.
Die bewilligte Fördersumme ist ein wichtiger Baustein in der Gesamtfinanzierung der Sanierung der Evangelisch-Reformierten Kirche. Insgesamt beteiligen sich zehn große Förderer, wie zum Beispiel die Possehl Stiftung oder die evangelisch-reformierte Landeskirche in Leer an der Sanierung. Auch die Gemeinde selbst hat sich zu Ziel gesetzt, durch zahlreiche kreative Einzelaktionen der Gemeindemitglieder eine Fördersumme von 30.000 Euro zu erreichen.

Die reformierte Kirche Lübeck zählt zu den bedeutenden weitgehend original erhaltenen Baudenkmalen des frühen 19. Jahrhunderts in Lübeck. Der streng klassizistische Bau erfolgte 1824 bis 26 durch Entkernung und Umnutzung eines in den Umfassungsmauern erhaltenen barocken Kaufmannpalais, dessen großes Mansarddach erhalten blieb. Unter dem Komplex befinden sich die mittelalterlichen Gewölbekeller dreier Vorgängerhäuser. Der aus der Bauzeit als Reformierte Kirche erhaltene Kircheninnenraum wird von dem halbkreisförmig angeordneten Gestühl und der Empore über zehn mächtigen Säulen geprägt, die auf die Kanzel ausgerichtet sind. Im Seitenflügel befindet sich die historische Bibliothek mit etwa 4000 wertvollen Bänden des 16. bis 18. Jahrhunderts.

Der gesamte Komplex ist stark sanierungs- und restaurierungsbedürftig, vor allem der große Kirchendachstuhl zeigt erhebliche Schäden, die die Statik beeinträchtigen. Ebenso sind Erneuerungen der völlig veralteten Haustechnik, Elektrik und Heizsysteme dringend erforderlich, um die wertvolle Bausubstanz dauerhaft zu erhalten weiterhin im ursprünglichen Sinn als Kirche nutzen zu können.




Fotos (© Reinhard Bartsch, Lübeck): (von li.) Senatorin Kathrin Weiher, Architekt Frank Herion, Kulturministerin Anke Spoorendonk, Pastorin Imke Akkermann-Dorn und Manfred Glöser (HL-Denkmalpflege)


Bei der Übergabe des Förderbescheides betonte die Ministerin die Bedeutung der evangelisch-reformierten Kirche in Lübeck als Teil des kulturellen Erbes des Landes Schleswig-Holstein. Sie hob zugleich das große Engagement der Kirchengemeinde für den Erhalt ihrer Kirche hervor: "Sie haben es mit Ihrem Einsatz geschafft, auch andere davon zu überzeugen, dass dies eine lohnende Aufgabe ist: Die umfangreiche Liste der Förderer dokumentiert dies eindrücklich. Zahlreiche Aktionen aus der Gemeinde belegen das kreative Engagement der Gemeinde. Damit wird zum einen die große Bedeutung dieses Denkmals für die Hansestadt Lübeck unterstrichen. Gleichzeitig zeigt die erfolgreiche Sanierung aber auch, mit wie viel Leidenschaft Sie alle für Ihre Kirche gekämpft haben. Deshalb gilt Ihnen allen: den Förderern, den Denkmalpflegern, den Handwerkern, den Mithelfern und vor allem Ihnen, den Mitgliedern der Kirchengemeinde der evangelisch-reformierten Kirche Lübeck, mein herzlicher Dank", sagte Kulturministerin Spoorendonk.

Quelle:
Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
JuMi/HL-live

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