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Vor 200 Jahren:LübecksBürgermeister förderte dieBibelverbreitung

22. September 2014 (HL-Red-RB) Der Einstieg in den gestrigen Sonntag mit einem überaus ernsten "Thema" - dem I. Weltkrieg. Dazu mit einem Hinweis über theology.de zu pesönlichem Erleben. Gestern Abend bekam ich "Post", über die ich mich sehr gefreut habe: von Pastor Heinz Rußmann (Foto), der regelmäßig seine "Gedanken" in die nachbarliche Internetzeitung HL-live stellt. Seinen Beitrag über die besagte Mail habe ich bereits dort gelesen. Durchaus übernehme ich den einen oder anderen Artikel u. a. als "Medienecho", aber die Geste des Pastors, Lübeck-TeaTime die Gelegenheit zu geben, diesen Beitrag zu publizieren, nehme ich gerne an und beginne damit die neue Woche:
"Die Lübecker Bibelgesellschaft feierte in dieser Woche ihren 200. Geburtstag. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann stellt dieses Ereignis in den Mittelpunkt seiner Gedanken zum Wochenende.


Pastor Heinz Rußmann

"Ein Wort an meine Mitbürger!" Mit diesen Worten richtete Pastor Johannes Geibel, der Vater des bedeutenden Lübecker Dichters Emanuel Geibel einen flammenden Aufruf an den Bürgermeister und alle Verantwortlichen und alle Bürger und Bürgerinnen von Lübeck. Er setzte sich mit Glaubensglut für die Gründung einer Lübecker Bibelgesellschaft ein, welche die Bibel zu günstigen Preisen unter allen Bürgern verbreitet. Nach dem Vorbild englischer Bibelgesellschaften hatte er großen Erfolg und der Lübecker Bürgermeister Overbeck und noch heute bekannte Persönlichkeiten unserer Stadt nach denen Straßen genannt wurden wie Curtius, Eschenburg, Overbeck, Roeck und bekannte wie Niederegger und insgesamt 81 führende Persönlichkeiten folgten dem Aufruf. Vor zweihundert Jahren am 17. September 1814 gründeten sie die Lübecker Bibelgesellschaft, einen freien gemeinnützigen Verein über die Konfessionen hinaus. Lübeck hat damit eine der ersten und ältesten Bibelgesellschaften in Deutschland. Heute sind neben den Einzelnen fast alle evangelischen Kirchengemeinden in Lübeck Mitglieder der Bibelgesellschaft.

Professor Hauschild in seiner Kirchengeschichte Lübecks schildert anschaulich die Gründe für den Erfolg der Lübecker Bibelgesellschaft: Lübeck war ja von 1806 bis 1813 von den Truppen Napoleons besetzt gewesen und vorher geplündert und vergewaltigt worden. Not und Hunger hatten sich ausgebreitet. Als kirchenfeindliche Ideologen mit dem Glauben allein an die Vernunft und den Parolen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hatten Franzosen damals unsere Stadt geistig ausgehöhlt und verwirrt. Nach dem Abzug gab es viel religiöse Unordnung und wirtschaftliche und organisatorische Beliebigkeit. Der Aufruf von Pastor Geibel hatte im Hintergrund den Gedanken: Durch Napoleon haben wir unsere geistige Mitte verloren. Es gibt nur eine Lösung für uns Lübecker: Intensive Rückkehr zur Bibel und zu Jesus als Mitte unserer Kultur. Jeder soll preiswert eine Bibel kaufen können und darin lesen und in Bibelgesprächen mit anderen im Glauben gefestigt werden. So bekommen wir wieder einen erfreuliches geistiges Fundament.

Warum berichte ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, so ausführlich davon? Die heutige geistige Situation hat manches gemeinsam mit der Lage damals. Der christliche Glaube und sein Einfluss stagnieren zur Zeit. Wir leben nach dem bedeutenden Philosophen Habermas in unübersichtlicher und ungewisser Zeit. Geistige Beliebigkeit und Relativismus haben sich ausgebreitet. Fast alles kann man für richtig und wegweisend halten.

Papst Benedikt hat in Gesprächen mit den intelligentesten Denkern unserer Zeit immer herausgearbeitet, dass die reine Vernunft alles Mögliche als ihren Kern und Zentrum ansehen kann. Sogar die heutigen Mörder vom Islamischen Staat IS meinen idealistische Vernunft-Gründe zu haben Das heißt: alles, was gegen Gott ist, muss vernichtet werden, damit Gott allein regiert und dann alles gut wird. Ein Glück, dass sich jetzt maßgebliche Moslems offiziell von diesen mörderischen Fanatismus distanzieren.

Wenn wir in heute in verwirrender Zeit eine geistige Erneuerung anstreben führt kein Weg an der Bibel und Jesus vorbei. Fanatischer Islam, Kommunismus, ausbeuterischer Kapitalismus, gut gemeinter, blauäugiger Humanismus, reiner Vernunft-Glaube sind doch keine echte Möglichkeit für uns Lübecker für ein lebenswertes Leben.

Sie geben keinen Halt im Leben und Sterben und keine Antwort auf die ewigen Fragen. Hinduismus und Buddhismus sind fern, unser Volk gehört immer noch zum christlichen Abendland. Die sieben Türme unserer Stadt sind ja nur ein kleines Ergebnis des christlichen Glaubens. Auch wer kein Kirchenchrist ist, wurde geprägt von christlichen Werten wie Nächsten- und Feindesliebe, Fairness, Gleichberechtigung von Mann und Frau und den Verzicht auf Vergeltung und Rache, den christlichen Festen und vieles andere mehr.

Sehr überzeugend hat unser früherer Ministerpräsident Björn Engholm in einer religiösen Rede in seinem vierzehnten Jazzgottesdienst in der Lübecker St. Stephanus-Kirche das herausgestellt. Es gibt kein besseres Vorbild für uns alle und für unser Verhalten als Jesus. In der Bildung und Wissenschaft, in der Wirtschaft und im Handel, in den Kirchen und Religionen und im Zusammenleben findest Du kein besseres Vorbild als Jesus mit der Goldenen Regel. Was die Leute Dir tun sollen, dass tue ihnen auch und der Nächsten und Feindesliebe. Und Teilhard de Chardin hat herausgearbeitet, dass die Menschheit nur durch Jesus, den kosmischen Christus an der Seite Gottes und an unserer Seite eine hoffnungsvolle Zukunft hat...

Ich behaupte: die Bibel ist der Grund und der Kern unserer europäischen, der deutschen, der Lübecker Kultur. Am besten sollten wir jetzt wie Geibel alle Verantwortlichen der Stadt, ob gläubig oder noch ungläubig, ob Bürgermeister, Politiker, Wissenschaftler, Kaufmann, Handwerker, Mensch der Verwaltung und Wirtschaft und alle anderen bitten, für einen geistig – geistlichen und kulturellen Aufschwung wieder die Bibel zu verbreiten und sie zu lesen.

Besonders im Studium beim Professor, später Lübecker Bischof Wilckens wurde ich Bibel-Fan und habe mal dreißig Jahre lang als Vorsitzender die Lübecker Bibelgesellschaft geleitet. Seit Jahrzehnten organisiere ich in jeder Woche einen Bibel-Gesprächskreis zur Predigtvorbereitung Lübecker Theologen, Exegese-Kreis genannt. Zur Zeit ist Pastor von Kries Vorsitzender der Bibelgesellschaft. Geschaftsführer sind Ehepaar Hauser. Bibel-Informationen und Bestellungen für verschiedene Bibeln, preiswerte Bibeln, Bibelübersetzungen und Bibelteile unter Tel. 34487, Internet Anfragen unter info@l-bg.de.

Mit einer Bibelnacht in der Reformierten Kirche und einem Festgottesdienst mit Bischöfin Fehrs im Lübecker Dom wurde das zweihundertjährige Jubiläum jetzt erfreulich und hoffnungsfroh gefeiert. Siehe den schönen Artikel von Harald Denckmann hier bei HL-live.de unter Stadtgeschehen mit Originaltton.

Mir der Bitte und dem Rat, dass Sie am besten regelmäßig wieder in der Bibel lesen: Zuerst im Alten Testament die beiden Bücher Mose und die Psalmen.Im Neuen Testamet das Lukasevangelium.

Ihr Bibelfan- und HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Ihre Fragen und Kommentare bitte an e-mail russmann@HL-live.de Wenn Sie die große Engholm-Jesus-Rede per e-mail erhalten möchten von mir, mailen Sie mir bitte vertraulich Ihre e-mail Adresse an obige Adresse.

Pastor Heinz Rußmann war 30 Jahre lang Vorsitzender der Lübecker Bibelgesellschaft.
Pastor Heinz Rußmann war 30 Jahre lang Vorsitzender der Lübecker Bibelgesellschaft."

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