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17. Juni - war das nicht mal der "Tag der deutschen Einheit"?

17. Juni 2014 (HL-Red-RB) So schnell vergeht die Zeit, so schnell ist's mit dem Vergessen. Was also mit dem 17. Juni des Jahres 1953, der in der Bundesrepublik zum "Tag dzum Tag der deutschen Einheit" - also zum Nationalfeiertag - wurde. Obwohl der Volksaufstand in der ehemaligen "DDR" geschah. Und warum nicht mehr dieser "Tag", sondern nun der 3. Oktober? Lübeck-TeaTime weist auf die Fundstellen in WIKIPEDIA hin, die ausführlich darauf eingehen. Leider in den Medien kaum beachtet heute - jedenfalls "nicht auf den ersten Blick". Hier jedoch soll an den durch die sowjetische Besatzer-Armee niedergeschlagenen Aufstand erinnert werden. Die Frage mag sich vielleicht stellen, "was wäre wenn gewesen" - die dort "eigenen" Kräfte jedenfalls waren nicht in der Lage, dem Aufstand entscheidend zu begegnen, zumal diese in großer Zahl "die Seite gewechselt" hatten oder nicht eingriffen. Hier besagte Fundstellen in WIKIPEDIA: "In den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die verbunden mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen als Aufstand des 17. Juni (auch Volksaufstand oder Arbeiteraufstand) bezeichnet hatte zahlreiche Ursachen, zum Beispiel die Ignoranz der DDR-Führung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiterklasse einschließlich ihres Beschlusses, die Arbeitsnormen übermäßig zu erhöhen, sowie Fehler der SED.
Die SED hatte in ihrem Programm die Wiedervereinigung Deutschlands abgelehnt und einen „beschleunigten Kurs“ beim Aufbau des Sozialismus beschlossen, der die Schwerindustrie einseitig förderte, dafür andere Bereiche vernachlässigte und deshalb Engpässe in der Versorgung verursachte. Der Aufstand des 17. Juni wirkte außerdem als politisches Signal auf die Völker in Osteuropa und in der Sowjetunion. Der 17. Juni war von 1954 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 als „Tag der deutschen Einheit“ der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland."
Außerdem zum "neuen" Nationalfeiertag nun aller Deutschen: "Der 3. Oktober wurde als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag bestimmt. Er ist der deutsche Nationalfeiertag und erinnert an das „Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland“ am 3. Oktober 1990, der Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Ländern der Bundesrepublik Deutschland machte und die Wiedervereinigung Deutschlands vollendete."

Ob allerdings das Datum 3. Oktober 1990 mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland als "Wiedervereinigung" anzusehen ist, trifft zumindest auf solcher Ebene zu. Weiter darüber nachzudenken, wäre wohl mehr als "müßig". Denke man beispielsweise an Polen, das bis heute nicht über seine ursprünglichen Grenzen verfügt - trotz völlig anderer Gegebenheiten.

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