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Konzert zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach

16. Juni 2014 (HL-Red-RB) Der Neustädter Musiksommer bietet am Freitag, 27. Juni ein musikalisches Kleinod an: zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach spielt die Hamburger Ratsmusik in der Hospitalkirche am Neustädter Hafen. Es musizieren die Hamburger Ratsmusik mit Simone Eckert, Viola da gamba und Michael Fuerst, Cembalo. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Die Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei der reporter, Druckatelier Schwarz & Konzertagentur Haase sowie in der Onlinebuchung unter www.neustaedter-musiksommer.de & unter www.der-reporter.de/events

„Mich deucht, die Musik müsse vornehmlich das Herz rühren“ - diese Äußerung Carl Philipp Emanuel Bachs aus seiner Autobiographie von 1773 kann exemplarisch für die Geisteshaltung eines Künstlers der sogenannten Epoche der Empfindsamkeit stehen, die als Parallelströmung der Aufklärung im 18. Jahrhundert neue Werte in den Vordergrund stellte.
Die Musikergeneration nach Johann Sebastian Bach mit seinen komponierenden Söhnen kritisierte seinen barocken Stil als "verworren und künstlich". Die überlieferte Kontrapunktik mit gleich berechtigten Stimmen galt schließlich als zu kompliziert. Fortschrittliche Komponisten suchten durch bewusste Vereinfachung nach „natürlicher Schönheit" und direktem Ausdruck von Gefühlen. Musik sollte "schön, rührend und erhaben" sein. Die Melodie wurde zum wichtigsten Element der Musik und trat in den Vordergrund. Das Programm führt durch die bewegende Zeit des musikalischen Umbruchs zwischen Barock, Empfindsamkeit und Sturm und Drang.

Die Hamburger Ratsmusik ist ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte, die zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart reizt, von Alter Musik und lebendiger Interpretation.
Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18. Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach.

Wiederauferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert hat das Ensemble in nun zwanzigjähriger Zusammenarbeit mit Hingabe und Enthusiasmus ein umfangreiches und außergewöhnliches Repertoire erarbeitet.
Auch lockt immer wieder das Abenteuer der Neuentdeckung unbekannter alter Musik, die in Europas Bibliotheken schlummert. Diese Schätze wiederzubeleben ist eine spannende Zielsetzung. In Konzerten, Rundfunk- und CD-Einspielungen und in Editionen für internationale Verlage präsentieren die Ratsmusiker ihre Entdeckungen dem Publikum.
Das Ensemble konzertiert heute auf den wichtigen Festivals in Deutschland, darunter die Göttinger Händelfestspiele, die Barockfestspiele Bad Arolsen, die Händel-Festspiele Halle, das Bachfest 2004 in Hamburg, Bayreuther Barock, der Fränkische Musiksommer, die Niedersächsischen Musiktage, die Thüringer Bachwochen, das Gottorfer Barockfest, die Darmstädter Residenzfestspiele, das internationale Buxtehudefest 2007 in Lübeck, die internationalen Heinrich-Schütz-Tage 2007 in Hamburg, das Bachfest Leipzig, das Schleswig-Holstein Musikfestival, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, den MDR-Musiksommer, das Rheingau Musikfestival, „Italia mia“ und die Resonanzen in Wien, die Internationalen Orgelwochen Nürnberg, das Festival Sandstein und Musik in Dresden, das Moselmusikfestival, die Landshuter Hofmusiktage, die Europäischen Wochen Passau, das Festival Mitte Europa, das Musikfest Stuttgart, der Mainzer Musiksommer und das Fest für Alte Musik Köln.
Die inzwischen mehr als zwanzig CDs mit Ersteinspielungen Alter Musik für die Labels Carus, cpo, Thorofon, NCA, Christophorus und Phoenix Editions und Aufnahmen für fast alle deutschen Rundfunksender dokumentieren seine bedeutenden Wiederentdeckungen von Musik aus Barock und Frühklassik. Seit 2009 veröffentlicht die Hamburger Ratsmusik deren Notenmaterial in einer eigenen Editionsreihe beim Verlag Walhall. Die internationale Presse lobt die „Subtilität“ und die „exzellente Kenntnis des barocken Stils“ seiner Interpretationen und die Hamburger Ratsmusik als „führendes Ensemble für Alte Musik“.
2006 wurde das Ensemble mit dem Echo-Klassik, dem wichtigsten deutschen Musikpreis, ausgezeichnet für die CD "Lübecker Virtuosen". Seine CD „Thomas Selle - Chorale Concertos & Chorale Variations “ erhielt mit der Reihe „Musica Sacra Hamburgensis“ den Echo Klassik Sonderpreis 2010.

Quelle:
Evangelische Kirchengemeinde Neustadt i. H.
Andreas Brunion, Kirchenmusiker

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