Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Abendmahl für "Ausgetretene"? Pfarrer zeigt sich an...

15. Juni 2014 (HL-Red-RB) Einstieg nun in den "Sonntag": Da scheint sich die ev. wie kath. Kirche in gemeinsam bester Gesellschaft zu befinden. Das ABendmahl Jesu - nur für "Mitglieder"? diese "gesiegelt und gestempelt"? Was, wenn "jemand" in bürokratischen" Sinne atabei ist, der "weder noch" ist? Aber in diesem Moment eigener Erkenntnis und Eröffnung demgegenüber geradezu Sehnsucht verspürt - oder auch nur Verlangen - an diesem Augenblick der Erinnerung und Gemeinschaft teilzunehmen? Wohl kaum zu erwarten, dass in der Stunde des "jüngsten Gerichts" einem Diener Gottes zum Vorwurf geraten dürfte, solches gewährt zu haben. Gerade aber solche Engstirnigkeiten sich als "kleine oder große Vertreter Gottes auf Erden" macht auch mir oftmals Schwierigkeiten, mich über diese dem "Dienst an Gott" nachzukommen. Viel lieber "schließe ich die Augen" in meinem Gedanken in und an Gott, um dies zu tun. Brauche eher nicht "versammelte Gemeinschaft", um mich meinem Gott zu widmen. Egal - sonntags oder "sonstwann". Sicherlich nicht im Sinne der Gemeinschaft. ABer ich will so ehrlich sein, dass mich da sonst ehr mehr "stört". Und was - ohne diese Gemeinschaft? Ein anderes Thema vielleicht - nun aber zum Pfarrer, der sich selbst "angezeigt" hat, weil er gegen "Mitgliedschaftsregeln" verstoßen hat.

Zuvor jedoch „mein“Gedanke, worum es Gott überhaupt geht: Der Pfingst-Auftrag lautet „Gehet hinaus und lehret alle Völker“. Die Kirche schließt daraus „belehret“ alle völker und befinden sich um Irrtum der Funktioner, die nicht begriffen haben, dass es Gott um etwas völlig anderes geht: Gott geht es um jeden einzelnen Menschen, den er – wie Jesus sagte – jeden kennt. Wie dieser sich im Glauben um Jesu verhält und sich vor allem eigener Sünden bewusst ist. Diese bedauert und Gott um Verzeihung bittet – im Sühne-Tod Jesu, um damit das „ewige Leben“ zu erlangen. Selbst im letzten Augenblick des Todes bereut – und damit auf Gottes Güte hoffen darf.

Der unglaubliche „Schnick-Schnack“ um Hofierung und Reichtum der kath. Kirche bis hin zur vorgehaltenen Reformation Dr. Martin Luthers, der genau das alles nicht nur erkannt und unter der Gefahr eigenen „irdischen Lebens“ vertreten hat, und nicht nur mehr gelegentlich zu „Deckmantel wie Daseinsberechtigung“ der ev. Kirche geführt hat, ist genau die Selbstkritik des „kleinen“ Pfarrers, der sich nun Gedanken gemacht hat, ob er gegen die „Mitgliedsregeln“ seiner Kirche verstoßen hat, „Ausgetretene“ am Abendmahl Jesu teilhaben zu lassen.

Hier zum Beitrag von theology.de:

„Es klingt skurril, es ist skurril, - und hat doch einen ganz ernsten Hintergrund. Der evangelische Pfarrer Jochen Teuffel aus dem schwäbischen Vöhringen hat bei der bayerischen Landeskirche ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt. Damit will er ein wichtiges Thema offiziell geklärt wissen.

Denn der evangelische Geistliche hatte einer Frau in einer Gemeinde in Neu-Ulm das Abendmahl gereicht, obwohl er wusste, dass diese aus der Kirche ausgetreten war. Der Pfarrer fühlte sich nach eigenen Angaben nicht in der Lage, der Frau das Sakrament zu verweigern, obwohl dies kirchenrechtlich für Menschen, die ausgetreten sind und keine Kirchensteuer mehr zahlen, so vorgesehen ist. Seiner Ansicht nach entspreche diese Regelung einer "Automobilclub-Logik", so der evangelische Pfarrer. "Wer den Vereinsbeitrag nicht zahlt, darf keine Leistungen in Anspruch nehmen."

Jochen Teuffel will klären lassen, ob er sich einer „Amtspflichtverletzung“ schuldig gemacht hat. Denn er hatte nach eigenen Angaben am 2. März 2014 im Gottesdienst einer Frau das Abendmahl gereicht, die Anfang des Jahres vor dem Standesamt ihren Kirchenaustritt erklärt hatte. Sie machte jedoch dem Pfarrer gegenüber klar, dass sich ihr Schritt nur auf die Landeskirche und die Kirchensteuerpflicht beziehe. Sie selbst halte am Glauben fest und werde künftig ihre Kirchengemeinde durch einen der Kirchensteuer entsprechenden Beitrag freiwillig unterstützen.

Nach Pfarrer Jochen Teuffel, stehe diese Handhabung aber im Widerspruch zum Evangelium. Mit seiner Selbstanzeige will der Pfarrer auf das Problem aufmerksam machen und die Landeskirche zu einem Umdenken bewegen. Der Sprecher der Landeskirche bestätigte, der Landeskirchenrat werde sich auf seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung (12. bis 14. Mai 2014) mit dem Antrag auf ein Disziplinarverfahren befassen. Man darf gespannt bleiben.

Quelle: br.de (April 2014).“

Verehrte Gäste in Lübeck-TeaTime, ich glaube also, dass Gott völlig „egal“ ist, was hier aus der Aussage, Petrus sei „Fels und Nachfolger Jesu in dieser Welt“. Was – wer auch immer – daraus gemacht hat, wird nichts daran geändert haben oder ändern: das Verhältnis zwischen einer und einem jeden von uns und ihm. Worin das besteht – nun, das zumindest ist so „simpel“ und einfach, mit diesen Gedanken vermittelt, dass es müßig ist, hier erneut zu wiederholen. Nur soviel: Öffne Dein Herz, gehe in Dich, verstecke nicht Deine Gedanken um Deine Sünden – oder Fehlverhalten, die Du mit Sicherheit durchaus erinnerst. Vermeide solches in gutem Willen. Es wird und kann nicht immer gelingen. Aber sei bereit, dies zuzugeben. Und bitte um Vergebung – ja, durchaus auch „noch auf Erden“ um Verzeihung der- und denjenigen gegenüber, denen es angetan. Irrglaube, auf Erden würde vergeben - Arroganz der kirchlichen Institutinen. Das kann nicht einmal vermittelt werden. Denn dazu braucht es keines "Glasfaser-Kabels" zu Gott. Sondern "nur" eines ehrlichen Gedankens zu IHM.

Damit bezweifliche ich nicht die "Daseinsberechtigung bis Notwendigkeit" der Institution Kirche. Aber ein "Aber" - erlaube ich mir schon...

Impressum