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Kultur Wissenschaft Ausbildung

„Madama Butterfly“ - Wiederaufführung wunderbarer Puccini-Oper

24. März 2014 (HL-Red-RB) Rückkehr der „Madama Butterfly“ - Wiederaufnahme der wunderbaren Puccini-Oper: Die erste Wiederaufnahme dieser Oper fand im Februar 2009 statt. Schon damals inszenierte Jürgen Pöckel , dem man erneut beglückwünschen möchte, die Oper nicht als Regietheater angelegt zu haben und das er bereit ist, sentimentale Gefühle zu bedienen.
Philippe Bach war seinerzeit in der misslichen Lage, an seinem Vorgänger gemessen zu werden. In diesem Jahr stand nun Ryusuke Numajiri am Pult. Zu Beginn nicht ganz auf Puccini-Spur, erschloss sich ihm dann jedoch echtes Puccini-Feeling.
Vergleiche sind bei Künstlern nicht sonderlich beliebt. Aber die unvergessene, unvergleichliche Ausrine Stundyte ist noch so präsent, dass man an ihr nicht vorbei kommt. Diese Wiederaufnahme brachte die Japanerin Mina Yamazaki als Chio-Chio-San auf die Bretter. Sie hat den Vorteil, tatsächlich Japanerin zu sein. Man traut ihr zu, besonders gut in die spezielle Gefühlswelt eintauchen zu können. Ihre zauberhafte Gestik stand im Einklang mit ihrer sich immer besser fundierten Stimme. Sie kann so anrührend rüber, wie Puccini es sich wohl gedacht hatte.




Jonghoon You (Goro),
Angelo Villari (F. B. Pinkerton),
Yumi Koyama (Suzuki),
Mina Yamazaki (Cio-Cio-San),
Damen des Chors des Theater Lübeck




Mina Yamazaki (Cio-Cio-San),
Angelo Villari (F. B. Pinkerton)



Mina Yamazaki (Cio-Cio-San)

Fotos: Olaf Malzahn


Den maskulinen Part dieser Oper – den Pinkerton – vertraute man dem Italiener Angelo Villari an. Dass es ihm vorrangig um Spaß ging, konnte er bestens vermitteln. Die Steigerung zum in Leidenschaft Entflammten gelang ihm nicht so optimal. Seine Stimme vom Volumen her umwerfend, wenn doch in der Höhe oftmals mit Druck. Aber dieses Paar besticht unerhört im stimmlichen Ausdruck. Die treue Dienerin Suzuki war Yumi Koyama anvertraut. Obwohl solide singend, drängte sich hier der Vergleich mit Veronika Waldner auf, die den Part 2009 sang. Steffen Kubach in der Rolle des verständnisvollen und mitfühlenden Konsul Sharpless. Sein gutsitzender Bariton konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sich in der Rolle des „Machers“ mehr zu Hause fühlt. Der Heiratsvermittler Goro war mit Jonghoon You besetzt. Er war so gut, dass er mit Patrick Busert aus der letzten Produktion gleichzusetzen ist. Ulrike Radichevich ist auch in diesem Jahr die Ausstatterin. Die Kostüme sind geblieben und somit auch die Herrlichkeit der gedämpften Farbenfreudigkeit. Joseph Feigls Chor erneut mit Topleistung.
Eine Mitfühl-Oper, die auch bei den Besuchern Emotionen freisetzte.

Helga Rottmann (Foto RB)




Weitere Vorstellungen
Sa, 05/04/14, 19.30 Uhr (geschlossene Veranstaltung)
Sa, 03/05/14, 19.30 Uhr
Sa, 17/05/14, 19.30 Uhr
Fr, 13/06/14, 19.30 Uhr (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Veranstaltungsort: Theater Lübeck, Großes Haus
Dauer: ca. 2 Stunden, 30 Minuten (eine Pause)

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