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Günter Grass-Haus verwanstaltet 9. Lübecker Literaturtreffen

31. Januar 2014 (HL-Red-RB) Bedeutender Autorenzirkel: Zum neunten Mal kommen Gegenwartsautoren in Lübeck mit Günter Grass zum Lübecker Literaturtreffen zusammen. In der letzten Februarwoche werden dazu Nora Bossong, Sherko Fatah, Steffen Kopetzky, Benjamin Lebert, Dagmar Leupold, Norbert Niemann, und Feridun Zaimoglu in der Hansestadt erwartet. Gemeinsam mit Günter Grass wollen sie über ihre aktuellen Arbeiten diskutieren.

„Ich bin nun schon zum vierten Mal und mit dem zweiten Roman dabei und allmählich wird
das Lübecker Autorentreffen zu einem Bestandteil meiner literarischen Produktion. Ich
freue mich auf die kritische und doch immer auch wohlwollende Gesprächsatmosphäre, auf
das Wiedersehen mit angenehmen Menschen und die Glockengießerstraße, die für mich ein
kleiner Außenposten des Grass-Universums ist“, erklärt Sherko Fatah.
Der Austausch unter Kollegen findet hinter verschlossenen Türen statt. Eine Gelegenheit,
die Schriftsteller zu hören und zu sehen, gibt es aber: Am Samstag, 22. Februar werden die
Teilnehmer des Treffens im Theater Lübeck aus ihren Werken lesen. Veranstalter ist das
Günter Grass-Haus. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro / ermäßigt 10 Euro.
Der exklusive Sonderpreis für Schüler (im Klassenverband) beträgt 5 Euro.
Kartenreservierungen für die Lesung in den Kammerspielen werden ab sofort unter der
Telefonnummer 0451-399600 (Theaterkasse) entgegen genommen.

Kurzinformationen zu den Autoren
Günter Grass, 1927 in Danzig geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und an
der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Als Schriftsteller bezeichnet er sich als
Autodidakt. Er gehörte ab 1955 zur Gruppe 47 und schätzt den Austausch mit anderen
Künstlern. Seit 1986 lebt Grass in der Nähe von Lübeck, im Herbst 1995 verlegte er mit
seinem Sekretariat auch seinen Arbeitsmittelpunkt von Berlin Friedenau in die Lübecker
Glockengießerstraße. Seine erste Veröffentlichung war der Gedichtband "Die Vorzüge der
Windhühner" (1956), sein wohl bekanntestes Werk, "Die Blechtrommel", erschien 1959.
Zuletzt veröffentlichte er "Grimms Wörter" (2010) und den Lyrikband „Eintagsfliegen“
(2012).
Nora Bossong, jüngste Teilnehmerin des Autorentreffens, wurde 1982 in Bremen geboren.
Sie studierte in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut und an der Humboldt-Universität in
Berlin Philosophie und Komparatistik. Sie veröffentlichte die Romane "Gegend" (2007),
"Webers Protokoll" (2009) und „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ (2012). Im Jahr
2011 erhielt sie den Kunstpreis (Literatur) der Akademie der Künste Berlin. Ihr Gedichtband
"Sommer vor den Mauern" (2011) wurde 2012 mit dem Peter Huchel-Preis ausgezeichnet.
Nosa Bossong lebt in Berlin und Rom.
Sherko Fatah, geboren 1964 in Ost-Berlin, studierte Philosophie und Kunstgeschichte in
West-Berlin. 2001 erschien Fatahs viel gelobtes Romandebüt „Im Grenzland“, das im
gleichen Jahr mit dem „aspekte-Literaturpreis“ ausgezeichnet wurde. 2008 erschien „Das
dunkle Schiff“, 2011 sein jüngstes Werk „Ein weißes Land“. Das Werk stand 2012 auf der
Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. Sherko Fatah war Stipendiat des
Literarischen Colloquiums Berlin und erhielt 2003 das Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner
Akademie der Künste.
Steffen Kopetzky, 1971 in Pfaffenhofen an der Ilm geboren, studierte Philosophie und
Romanistik in München, Paris und Berlin. Anschließend arbeitete er eine Zeit lang als
Schlafwagenschaffner. Er veröffentlichte u.a. Theaterstücke, Opernlibretti, Radiofeatures
und Erzählungen und wurde vielfach ausgezeichnet. Von 2003 bis 2008 war er
Künstlerischer Leiter der Biennale Bonn. „Der letzte Dieb" (2008) ist sein vierter Roman.
Nach einem Jahrzehnt in Berlin-Neukölln lebt Steffen Kopetzky jetzt wieder in seiner
oberbayerischen Geburtsstadt.

Benjamin Lebert , geboren 1982 in Freiburg , fing mit zwölf Jahren an zu schreiben. 1999
erschien sein erster Roman „Crazy“, der in 33 Sprachen übersetzt, von mehreren Theatern
gespielt und von Hans-Christian Schmid fürs Kino verfilmt wurde. Nach dem Erfolg seines
Erstlings gab der 17jährige Benjamin Lebert Kurse für Kreatives Schreiben an der New York
University. Zwischenzeitlich wurde „Der Vogel ist ein Rabe“ (2003) für die Bühne adaptiert,
im Jahr 2006 erschien „Kannst Du“, dann „Flug der Pelikane“, im Jahr 2012 „Im Winter dein
Herz“. Benjamin Lebert lebt in Hamburg.
Dagmar Leupold, 1955 in Niederlahnstein geboren, studierte Komparatistik in Marburg und
Tübingen und promovierte in New York. Für ihre vielseitigen literarischen Arbeiten –
Gedichte, Romane und Essays – erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. 2009
veröffentlichte sie den Roman „Die Helligkeit der Nacht“, zuletzt den Roman „Unter der
Hand (2013). Dagmar Leopold leitet das „Studio Literatur und Theater“ an der Universität
Tübingen. Sie lebt in Kirchseeon bei München.
Norbert Niemann, 1961 in Landau an der Isar geboren, studierte Literatur,
Musikwissenschaft und Neuere Geschichte in Regensburg und München. Er wurde vielfach
geehrt, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis. Er ist Mitherausgeber der
Zeitschrift „Akzente“. 1998 brachte er mit „Wie man's nimmt" seinen ersten Roman heraus.
2008 erschien sein jüngstes Buch „Willkommen neue Träume“.
Feridun Zaimoglu, geboren 1964 in Bolu (Türkei), lebt seit mehr als 30 Jahren in
Deutschland, seit 1985 in Kiel. Er studierte Kunst und Humanmedizin und arbeitet heute als
Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist. 1997 erhielt er den "civis Hörfunk- und
Fernsehpreis" zusammen mit Thomas Röschner für den Beitrag "Deutschland im Winter -
Kanakistan. Eine Rap-Reportage". Im November 2000 kam der Film "Kanak Attack", die
Verfilmung seines Buches "Abschaum", in die Kinos. Feridun Zaimoglu wurde mit zahlreichen
Preisen ausgezeichnet, darunter 2007 mit dem Grimmelshausen-Preis und 2010 mit dem
Jakob-Wassermann-Literaturpreis. Sein jüngstes Werk ist „Ruß“ (2011). Sein neuestes Werk
heißt „Der Mietmaler“. Die Liebesgeschichte erschien 2013.

Quelle:
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
die LÜBECKER MUSEEN

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