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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Meldungen, Nachrichten und Konzert-Highlights Februar

28. Januar 2914 (HL-Red-RB) Die Musikhochschule Lübeck übermittelte Meldungen mit Nachrichten und Konzert-Highlights für Februar 2014:
Sa, 1. Februar, 10.05 Uhr / Deutschlandfunk
„Klassik-Pop-et cetera“ mit Sabine Meyer und Reiner Wehle
In der einstündigen Sendereihe „Klassik-Pop-et cetera“ moderiert am Samstag, 1. Februar das renommierte Klarinettisten-Ehepaar Sabine Meyer und Reiner Wehle, beide Professoren an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Als Moderatorenduo bietet das Ehepaar einen bunten Musik-Mix und dokumentiert insbesondere seine Liebe zum Jazz. Der Deutschlandfunk strahlt die Sendung von 10.05 Uhr bis 11 Uhr aus.

Sabine Meyer gehört seit mehr als 30 Jahren zu den Weltbesten ihres Fachs. Durch ihr Spiel und ihren persönlichen Ton hat sie die Klarinette als Soloinstrument neu ins Licht der Aufmerksamkeit gerückt. Nach wenigen Jahren im Orchester, unter anderem bei den Berliner Philharmonikern, konzentriert sich Sabine Meyer neben ihrer pädagogischen Tätigkeit auf ihre Soloauftritte. Außerdem widmet sie viel Zeit der Kammermusik, so etwa mit dem Trio di Clarone, zu dem auch ihr Ehemann Reiner Wehle gehört. Wehle war Mitglied der Münchner Philharmoniker und erster Solo-Klarinettist der NDR Radiophilharmonie und feiert ebenfalls Erfolge als Solist. Er hat zudem ein mehrbändiges Standardwerk für den Klarinettenunterricht verfasst. Seit 1993 unterrichten beide als Professoren an der MHL. Kennen- und lieben gelernt haben sich Sabine Meyer und Reiner Wehle vor über 35 Jahren in der renommierten Klarinettenklasse von Hans Deinzer in Hannover. Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren das große Können und die Musizierlust der beiden.

Im wöchentlichen Sendeformat „Klassik-Pop-et cetera“ des Deutschlandfunks moderieren seit mehr als 30 Jahren Größen aus der Kulturszene jeden Samstag zwischen 10 und 11 Uhr ihre persönliche Lieblingsmusik.


So, 2. Februar, 17 Uhr / MHL / Großer Saal
Strawinski im Kontext
Am Sonntag, 2. Februar lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) um 17 Uhr zu einem Konzert mit Werken für Bläserensemble ein. Rund 20 Studierende präsentieren unter musikalischer Leitung von Prof. Johannes Fischer Werke und Bearbeitungen von Bach, Strawinski und Adams.
Im Mittelpunkt des Konzertes stehen zwei Klassiker von Igor Strawinski: sein legendäres Oktett und die „Symphonies d‘instruments à vent“. Weiterhin erklingen zwei Werke von Bach durch ihre Bearbeitung im neuen Hörgewand: Bachs „Contrapunctus XIX“ aus seiner „Kunst der Fuge“ in einer Bearbeitung von Luciano Berio sowie Bachs „Fuga a 6 Voci“ aus dem Musikalischen Opfer in einer Bearbeitung von Anton Webern. Schließlich erklingt die „Chamber Symphony“ des 1947 geborenen Amerikaners John Adams. Der Minimal-Music-Komponist fügt dem Bläserspektrum Schlagzeug und einen Synthesizer hinzu und erzeugt einen quirligen Mix aus Jazz, Folk und Popmusik. Mit einer einwöchigen Arbeitsphase haben sich die Studierenden auf ihren Aufritt vorbereitet. Johannes Fischer: „Strawinskis Werke erfordern stilistische Vielfalt und Virtuosität. Die Idee war, seine Werke zusammen mit früher und später komponierten Stücken in einen historischen Kontext einzubetten und für Interpreten und Hörer spürbar eine Querverbindung zwischen den Jahrhunderten zu erzeugen“.

Eintrittskarten sind für 10 und 15 Euro, ermäßigt für 5 und 8 Euro bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und beim Klassik-Kontor erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.


Di, 4. Februar, 20 Uhr / Villa Eschenburg
Musik für Viola – Instrument des Jahres
Am Dienstag, 4. Februar veranstaltet die Musikhochschule Lübeck (MHL) ein Konzert, bei dem die Bratsche im Mittelpunkt steht, das Instrument des Jahres 2014. Studierende der renommierten Bratschenklasse von Prof. Barbara Westphal laden ab 20 Uhr in die Villa Eschenburg ein.

Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Brahms, Vieuxtemps und Hindemith. Es spielen Studierende der international besetzten Bratschenklasse: Fitzhugh Gary (USA), Avishai Chameides (Israel), Esther Alba-Lopez (Spanien), Tabea Haarmann-Thiemann, Kevin Treiber, und Lea Roth (Deutschland).

Das Jahr der Bratsche soll dem Instrument landesweit mehr Aufmerksamkeit vermitteln und musikalische Institutionen und Konzertveranstalter vernetzen. Im Fokus steht dabei die Nachwuchsförderung. Diesjähriger Schirmherr ist der Bratschist und zweifache Echo-Klassik-Preisträger Nils Mönkemeyer. Über sein Instrument sagt er: „Die Bratsche kann alles. Sie hat jenen warmen, dunklen Ton, der die brillante Farbe der Violinen mit der Tiefe der Bässe versöhnt. Sie ist meine innere Stimme.“ Die Bezeichnung „Bratsche“ ist abgeleitet von der Viola da Braccio, übersetzt „Armviola“. Sie gilt als Mutter der in Armhaltung gespielten Streichinstrumente. Ihre Wurzeln liegen im 16. Jahrhundert, jedoch erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts trugen Komponisten, allen voran Telemann und Mozart, dem Instrument durch Solokompositionen Rechnung.

Mit dem „Instrument des Jahres“ setzt der Landesmusikrat seine 2008 begonnene Reihe fort, die nacheinander die Instrumente Klarinette, Trompete, Kontrabass, Posaune, Fagott und Gitarre in den Fokus rückte. Das Projekt wird durch verschiedene Institutionen gefördert. Weitere Infos unter www.landesmusikrat-sh.de. Der Eintritt zum Bratschenkonzert an der MHL ist frei.


Mi, 5. Februar, 18 Uhr / Holstentorhalle
Öffentliche Ringvorlesung mit Hans Bäßler
Die öffentliche Ringvorlesung zum Thema „Wer bin ich?“ endet am 5. Februar um 18 Uhr mit einem Vortrag des Musikpädagogen Prof. Dr. Hans Bäßler.

Bäßler geht dabei dem Thema „Das Subjekt im Horizont interdisziplinären Denkens“ aus Sicht der Musikpädagogik nach. In seinem Vortrag „Das Ich und die Zeit – musikpädagogisch buchstabiert“ beleuchtet er didaktische Ansätze einer zeitgemäßen Musikvermittlung. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei der pädagogische Begriff der Erfahrung. „Wir wissen aus der Rezeptionsforschung, dass Lernen eng mit Erfahren zu tun hat. Wo keine Erfahrung, da auch kein Lernen“, erläutert der Experte. Bäßler wird an Beispielen aufzeigen, warum er ein Umdenken in der Musikpädagogik für erforderlich hält. „Immer noch wird in den Schulen oftmals blind auswendig gelernt und der berühmte Nürnberger Trichter angesetzt. Dabei müssten alle Lehrerinnen und Lehrer nur ein Ziel haben: möglichst viele Schüler lustvoll an Musik heranzuführen.“ Der Vortrag findet am Mittwoch, 5. Februar um 18 Uhr im Hörsaal der Holstentorhalle statt. Es empfiehlt sich pünktliches Erscheinen, da die Eingangstür nur bis 18 Uhr geöffnet ist. Der Eintritt ist frei.


Fr, 7. Februar, 19 Uhr / Essigfabrik
Klangwelten des 21. Jahrhunderts
Im Rahmen der Konzertreihe „Klangrauschen“ findet am Freitag, 7. Februar um 19 Uhr das Abschlusskonzert des Schulprojekts Neue Musik statt. Schülerinnen und Schüler des Johanneums präsentieren in der Lübecker Essigfabrik ein Stück, das sie unter Anleitung von Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) selber komponiert haben.

Sechs angehende Musikpädagogen und Komponisten der MHL haben im Rahmen des Seminares „Didaktik der Komposition“ unter Anleitung des MHL-Dozenten Burkhard Friedrich mit 25 Schülerinnen und Schülern der Klasse 7b des Lübecker Johanneums gearbeitet. Entstanden ist ein zwölfminütiges Stück für E-Bass, Klavier, Flöte und Perkussion, dem die Schüler den Titel „Der Lauf des Jahres“ gegeben haben. Im Konzert stellen die Schüler ihr experimentelles Werk gleich zweimal vor, dazwischen werden sie von ihren Erfahrungen berichten. Als Inspirationsquelle diente ein zeitgenössisches Stück für Stimme und Klavier des 1981 geborenen Komponisten Mehdi Kazerouni. Musiker und Komponist Burkhard Friedrich, der auch das Hamburger Projekt zur Musikvermittlung „Klangradar3000“ leitet: „Einer der wichtigsten Bestandteile dieses kreativen Prozesses liegt im sinnlichen und kognitiven Erleben und Begreifen durch die Schüler. Die Bewertungen „richtig“ oder „falsch“ haben da keine Bedeutung, sondern die Frage nach der Authentizität und der Originalität steht im Vordergrund“. Das Stück wird im Vorkonzert der Konzertreihe „Klangrauschen“ präsentiert. Ab 20 Uhr stellen dann die Sängerin Frauke Albert und die Pianistin Ninon Gloger Neue Musik für Stimme und Klavier vor. Der Eintritt zum Schülerkonzert ist frei. Das um 20 Uhr anschließende Konzert kostet 15 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kartenreservierungen sind unter 0179/6871145 möglich.


Sa, 8. Februar, 20 Uhr und So, 9. Februar, 17 Uhr / Großer Saal
Werkstatt Popularmusik – erstmals im Doppelpack
Mit jazzigen Klängen bis hin zu Blues und Rock sind die Werkstattkonzerte der Popularmusiker der Musikhochschule Lübeck (MHL) seit Jahren fester Bestandteil des Konzertprogramms. Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr gleich zwei verschiedene Programme: Am Samstag, 8. Februar erklingen Rock, Soul und Blues im Großen Saal, am Sonntag, 9. Februar steht der Jazz im Mittelpunkt.

Unter Leitung von Ulrich Kringler, Christoph Gerl, Oliver Sonntag und Susanne Vogel präsentieren die MHL-Rockband und Bluesband, das Soulensemble und der Pops-Chor am Samstag, 8. Februar um 20 Uhr Klassiker und Aktuelles aus Rock, Blues, Soul und Pop. Auf dem Programm steht unter anderem Classic Rock von Led Zeppelin und Jimi Hendrix bis zu Contemporary Rock. Junger Britpop-Soul von Adele und Klassiker mit Disco-Feeling von Earth, Wind & Fire, den Jacksons und Donna Summer bringt das MHL-Soulensemble zu Gehör. Die Bluesband spannt den Bogen von J.J. Cale bis Sting und Pink. Der Pops-Chor der MHL, geleitet von Studierenden, präsentiert sich, schlank und tonschön diesmal A capella, unter anderem mit „It’s my life“ und „You Make Me Feel Like Dancing“.

Am Sonntag, 9. Februar ab 17 Uhr gestalten das Jazz-Ensemble, die Jazz-Strings und die MHL-Bigband einen Abend mit Jazz-Klängen. Die MHL-Bigband stellt ihr neues Programm „Lübeck sounds“ vor. Mit Elementen aus Swing, Funk, Minimal Music, Balkan und Contemporary Jazz kreieren Dieter Mack, Hans-Christian Stephan und Jakob Lakner in ihren Kompositionen einen neuen Lübecker „Bigband-sound“ mit dem sie auf sehr unterschiedliche Weise ihre Eindrücke von der Hansestadt Lübeck als Zentrum der Begegnung und des kulturellen Austauschs präsentieren: Hans-Christian Stephan, ehemaliger Schulmusik-Student der MHL schreibt epische, großformatige Stücke, die wie musikalische Kurzgeschichten daherkommen. Jakob Lakner, Klarinettist der Klezmer-Gruppe Yxalag, verknüpft in seinen „Balkan Nights“ osteuropäische Klezmersounds mit dem frühen amerikanischen Swing. Dieter Mack, Professor für Komposition an der MHL, lässt Eindrücke seiner Arbeit im südostasiatischen Raum in seine Bigband-Kompositionen einfließen. Soul, Funk und Blues bilden dabei den Groove, über den sich virtuose und exotisch anmutende Melodielinien entfalten. Das Programm „Lübeck sounds“ wird demnächst auch auf CD eingespielt und auf der im April geplanten Tournee der MHL-Bigband in den USA vorgestellt.

Neben der MHL-Bigband stellen sich ein neues Jazz-Streichensemble, das humoristisch-virtuose Duo „Jazzical Class“ mit Peter Fleckenstein und Žilvinas Brazauskas (Vibraphon und Klavier) sowie das Jazztrio mit Birte Prüfert (Gesang), Annelie Ripke (Klavier) und Jon Klein (Drums) vor.

Karten sind für 10 und 15 Euro, ermäßigt für 5 und 8 Euro bei der Konzertkasse im Hause Hugendubel und beim Klassikkontor erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.


Mo, 10. Februar, 20 Uhr / Theater Kiel
Perlen der Kammermusik bei „Wir in Kiel“
Am Montag, 10. Februar heißt es um 20 Uhr im Kieler Theater wieder „Wir in Kiel“. Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) stellen diesmal das Renommee der einzigen Musikhochschule des Landes als Kammermusikhochburg unter Beweis. Auf dem Programm der „Kammermusik I“ stehen Schlüsselwerke der Kammermusik für verschiedene Trio- und Quartettbesetzungen von Brahms, Grieg, Bartók und Schulhoff.

Vier Ensembles der MHL präsentieren ihre Arbeitsergebnisse aus dem Unterricht bei Heime Müller, Professor für Kammermusik an der MHL. Unter ihnen ist das „Ecco Quartett“ mit den beiden Violinisten Marina Peláez Romero und Mona Burger, Bratschist Daniel Schwartz und Cellist Millán Abeledo Malheiro. Wer die vier Musiker aus Spanien, Israel, Japan und Deutschland mit ihrer frischen Interpretation im Dezember bereits im Rahmen der Start-Sendung in der Kieler Pumpe erlebt hat, darf sich jetzt auf die komplette Version des g-Moll-Quartetts von Grieg freuen. Das Trio um die Klarinettistin Bettina Aust mit dem Violinisten Angelo de Leo und dem Pianisten Daniel Rudolph stellt sich mit Béla Bartóks „Kontraste“ vor. Weitere Mitwirkende sind Konny Chen (Flöte), Maximilian Breinich (Klarinette), Hye-Rin Rhee (Viola), Daniel Wenzel (Cello), Jan-Niklas Eichert (Kontrabass) und Linda Leine (Klavier). Heime Müller: „Kammermusik ist elementarer und überaus wichtiger Bestandteil der Ausbildung an der MHL. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk fördert sie Toleranz und Teamfähigkeit, übt den Umgang mit Kritik und fördert künstlerische Selbstbestimmung.“ Das Konzert „Kammermusik I“ ist der erste Teil einer zweiteiligen Reihe: In „Kammermusik II“ am Montag, 31. März präsentieren die Teilnehmer des zweiten „Kammermusik Campus Lübeck“ die Ergebnisse ihrer Arbeit mit Shmuel Ashkenasi und Eduard Brunner.

Karten für 13 Euro, ermäßigt 9 Euro sind nur an den Theaterkassen im Kieler Opern- und Schauspielhaus (Rathausplatz 4 und Holtenauer Straße) erhältlich.


Do, 13. Februar, 19 Uhr / Lübecker Dom
Studierende der MHL und Gäste geben Chorkonzert
Zu einem Chorkonzert lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Donnerstag, 13. Februar um 19 Uhr in den Lübecker Dom ein. Der Hochschul-Kammerchor und der Hochschulchor stellen unter Leitung von Kerstin Behnke ihre Arbeitsergebnisse des Wintersemesters vor.

Auf dem Programm stehen die temperamentvollen „Bilder aus der Matras-Gegend“ von Zoltán Kodály, in denen der Komponist in musikalischen Bildern zu teilweise schaurigen dörflichen Ereignissen führt. Weiterhin erklingen Johann Hermann Scheins geistliche Madrigale in melancholischem Tonfall und Balladen von Robert Schumann. Kerstin Behnke: „In Schumanns Balladen sieht man auf gezackten Burgzinnen mit dem alten König das Unwetter heranbrausen und hört das Blitzen der goldenen Trompeten, die das Königsmahl begleiten.“ Junge Liebende am Ufer der Donau begegnen sich in Bohuslav Martinůs Madrigalen und erleben erstes Glück und Enttäuschung.

In diesem Semester gab es mit dem Hochschulchor und dem Kammerchor wieder zwei Chöre an der MHL. Während der Kammerchor einzig aus Studierenden der MHL besteht, hat der Hochschulchor in diesem Semester erstmals seine Türen geöffnet für Sängerinnen und Sänger aus Lübeck, die nicht an der MHL studieren. Auch im kommenden Semester können Externe mit sicherer Stimmführung und guten Notenkennt-nissen wieder mitsingen. Die erste Probe findet am Donnerstag, 10. April um 19.15 Uhr im Chorsaal der Holstentorhalle statt. Interessenten sind herzlich willkommen.


Fr, 14. Februar, 17 Uhr / Holstentorhalle
Vortragsreihe der Förderergesellschaft „Kammermusik“
Die Förderergesellschaft der Musikhochschule Lübeck setzt am Freitag, 14. Februar um 17 Uhr ihre Reihe mit Dozenten der Musikhochschule Lübeck (MHL) fort. Die Kammermusik steht im Mittelpunkt des Vortrages mit Prof. Heime Müller.

Wem Heime Müller in seinem Vortrag mit Musikbeispielen die Kammermusik näherbringt, darf gespannt sein: Er wird seine jahrelange Erfahrung als akademischer Pädagoge mit der Erfahrung aus dem Konzertleben eines der führenden Streichquartette der Welt verbinden. Musikbeispiele liefern Annette Köhler und Patricia Hevecke (Violine), Fitz Gary (Viola) und Jaesung Lim (Cello).

Heime Müller, der selbst an der MHL studiert hat, war von 1991 bis 2007 Mitglied des aus der MHL hervorgegangenen Artemis-Quartetts. Er ist seit 2009 Professor für Violine und Kammermusik an der MHL und hat unter anderem den „Kammermusik Campus Lübeck“ initiiert, der dieses Jahr vom 23. bis 29. März zum zweiten Mal stattfindet.

Es besteht wie immer Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion. Die Vortragsreihe mit Dozenten der MHL will die Förderergesellschaft im Sommersemester fortsetzen, unter anderem mit den Professoren Arvid Gast und Hartmut Rohmeyer zur Kirchenmusikausbildung an der MHL. Der Vortrag findet im Chorsaal der Holstentorhalle statt. Der Eintritt ist frei.


So, 16. Februar, 11 Uhr / Großer Saal
Verabschiedung der Präsidentin Prof. Inge-Susann Römhild
An der Musikhochschule Lübeck (MHL) geht eine Ära zu Ende: Präsidentin Prof. Inge Susann-Römhild, mit 19 Jahren Amtszeit die aktuell am längsten amtierende Leiterin einer deutschen Musikhochschule, wird Ende Februar aus dem Amt scheiden. Zu ihrer öffentlichen Verabschiedung lädt die MHL am Sonntag, 16. Februar ab 11 Uhr in den Großen Saal ein. Vertreter aus Politik und Kultur würdigen ihre Verdienste, darunter auch Staatssekretär Rolf Fischer.

Als weitere Gastredner werden Prof. Dr. Martin Ullrich (Nürnberg), Präsident der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen, Prof. Dr. Hanno Kirsch (Heide), Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Schleswig-Holstein sowie Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer erwartet. Außerdem sprechen Prof. Gerd Uecker, Hans-Ernst Böttcher und Prof. Arvid Gast als Vorsitzende des MHL-Hochschulrates, der MHL-Förderergesellschaft und des Senates. Dozenten und Studierende der MHL musizieren Werke von Mozart, Dvorak, Widor und Dieter Mack.

Inge-Susann Römhild wurde 1994 erstmals zur Rektorin der MHL gewählt. Nach vier weiteren Amtszeiten als nebenamtliche Rektorin wählte der Senat sie 2008 zur hauptamtlichen Präsidentin mit sechsjähriger Amtszeit, die nun zum 28. Februar ausläuft. Römhild wird ab März wieder ihre Tätigkeit als hauptamtliche Dozentin für Kammermusik und Liedbegleitung aufnehmen: „Es war mir eine lieb gewordene Verantwortung, die MHL über 19 Jahre zu leiten. Ich freue mich jetzt darauf, als Professorin wieder unmittelbarer in den Dialog mit den Studierenden zu treten. Gleichwohl wird es mir ein Anliegen bleiben, der Musik ihren unverzichtbaren Stellenwert in der Gesellschaft zu erhalten und ihn weiter zu steigern.“ Ihre besondere Aufmerksamkeit galt stets der Förderung des musikalischen Nachwuchses vor allem im Bereich Kammermusik. Sie wirkte unter anderem als Präsidentin des Landesmusikrates Schleswig-Holstein. Mit ihren Vorstandsämtern bei der Hochschulrektorenkonferenz der bundesdeutschen Hochschulen, der Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival und der Possehl-Stiftung Lübeck, war es ihr ein Anliegen, die Musik stärker in der Gesellschaft zu verankern. In ihrer Amtszeit an der MHL konnte Römhild die MHL-Studiengänge erfolgreich an die Bologna-Reform anpassen. Sie erreichte eine Etaterhöhung für die MHL, eine verbesserte Lehrbeauftragten-Vergütung sowie die Optimierung der Verwaltungsstruktur. In ihre Amtszeit fällt auch die Sanierung und Umnutzung der Holstentorhalle zu einem Seminar- und Übezentrum der MHL. Zudem konnte sie eine stärkere Präsenz der MHL in der Öffentlichkeit erreichen.

Rolf Fischer, Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Bildungsministerium: „Frau Prof. Römhild ist eine große Präsidentin der Musikhochschule Lübeck. Mit Kreativität, Kompetenz und hoher Sensibilität hat sie Entscheidungen für die MHL befördert und getroffen. Damit hat Frau Prof. Römhild die MHL in über neunzehn Jahren zu einem herausragenden nationalen und international anerkannten Ort der Ausbildung für Musiker und ihre Berufe entwickelt.“ Arvid Gast, Professor für Orgel an der MHL und Vorsitzender des Senats würdigt ebenfalls Römhilds Verdienste: „Der Senat verabschiedet Frau Prof. Inge-Susann Römhild in ihrer Funktion als Präsidentin der MHL in Dankbarkeit und Respekt vor der geleisteten Arbeit der letzten 19 Jahre. Allein die Länge der Amtszeit nötigt den Hochschulmitgliedern allerhöchsten Respekt ab.“

Der Schweizer Prof. Rico Gubler wird ab März Römhilds Nachfolge antreten. Der 41-Jährige ist zurzeit Studiengangleiter an der Hochschule für Musik in Basel. Gubler studierte Saxophon, Komposition und Jura und wirkte neben seinen Verwaltungsaufgaben als freischaffender Saxophonist und Komponist sowie als Dozent an verschiedenen schweizerischen Hochschulen.

Freunde der MHL sind zur Verabschiedung herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.


Fr, 21. Februar, 19.30 Uhr / Augustinum Mölln
MHL Bigband präsentiert „Lübeck sounds“
Die Bigband der Musikhochschule Lübeck (MHL) präsentiert am Freitag, 21. Februar in Mölln ihr neues Programm „Lübeck sounds“ mit eigenen Kompositionen. Prof. Dieter Mack, Hans-Christian Stephan und Jakob Lakner führen die Bigband Tradition ganz unterschiedlich fort: Swing, Funk, Minimal Music, Balkan und Contemporary Jazz fließen im aktuellen Lübecker Bigband-Sound zusammen.

Die MHL-Bigband wurde vor sechs Jahren an der MHL gegründet und hat sich unter der Leitung von Prof. Bernd Ruf in kürzester Zeit zu einer der Top Bigbands im Land entwickelt. Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen von Orchestermusik bis Kirchenmusik spielen in der noch jungen Band. Bernd Ruf: „Insbesondere künftige Musikpädagogen lernen auf diese Weise das Leben einer Bigband aus dem Inneren heraus kennen, um später an ihren künftigen Schulen optimal zu übernehmen, Bigbands aufzubauen und entwickeln zu können“.

Das Konzert ist ein Benefizkonzert für die im April bevorstehende USA-Reise der MHL-Bigband. In einem kulturellen und musikalischen Austausch mit amerikanischen Hochschulen, Schulen und Musikern wird das neue Programm „Lübeck sounds“ vorgestellt, das demnächst auch auf CD eingespielt wird. Bernd Ruf: „„Die Konzerte kommenden Konzerte der MHL-Bigband, die USA-Tournee im April und die CD-Produktion des „Lübeck sounds“ bilden den Startschuss zu einer neuen Initiative, mit der wir im Land und an den schleswig-holsteinischen Schulen das Interesse am gemeinsamen Musizieren in größeren Ensembles fördern wollen.“

Das Konzert findet im Augustinum Mölln (Sterleyer Str. 44) statt. Eintrittskarten sind für 10 Euro erhältlich und können unter 04524/87000 oder info@rzkultur.de vorreserviert werden.


„Brisk Wind“: MHL gibt neue CD mit Bläsersextett Cascade heraus

Frischer Wind für die CD-Reihe der MHL: unter dem Titel „Brisk Wind“ bringt die Musikhochschule Lübeck (MHL) eine neue CD heraus. Das preisgekrönte Bläsersextett Cascade präsentiert darauf Raritäten für Bläserensemble von Janáček, Britten und Bose, darunter auch eine Ersteinspielung.

Die sechs Studierenden und Ehemaligen der MHL Anna Pajak (Flöte), Gonzalo Mejia (Oboe), Nikita Vaganov (Klarinette), Juliusz Tkacz (Horn), Sebastian Ludwig-Di Salva-tore (Fagott) und Emanuel Dantscher (Klarinette oder Bassklarinette) sind „Cascade“. Sie stellen auf ihrer ersten CD selten zu hörende Werke für eine außergewöhnliche Besetzung vor. Eine weitere Klarinette oder Bassklarinette ergänzt dabei das klassische Bläserquintett. Eingespielt wurde unter anderem Janáčeks vielschichtige, in der tschechischen Folklore verwurzelte Kammermusik „Mládí“. Der siebzigjährige Komponist blickt darin verklärend auf seine Kindheit zurück. Partien mit schwungvollem, jugendlichem Elan wechseln sich mit melancholischen Phrasen ab, die spieltechnisch und interpretatorisch zur Messlatte für jedes Bläserensemble werden. Im expressiven „Wind Sextet“ von Britten zeigt sich dagegen der unbändige Schaffensdrang des erst sechzehnjährigen Komponisten. Erstmals eingespielt liegen auf der CD die „Drei Epitaphe“ vor, die der in der Nähe von München lebende Komponist Hans-Jürgen von Bose 1987 geschrieben hat. Zu seinem spannungsvollen dreiteiligen Werk ließ er sich durch Gedichte von Federico García Lorca inspirieren.

Das Bläsersextett Cascade gründete sich 2011 an der Musikhochschule Lübeck. Die sechs jungen Musiker aus Polen, Russland, Venezuela und Deutschland studieren bei Prof. Diethelm Jonas an der MHL. Prof. Angela Firkins (Flöte) und Prof. Reiner Wehle (Klarinette) sind weitere wichtige Mentoren. Nur wenige Monate nach seiner Gründung erspielte sich das Sextett den zweiten Preis beim „Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb“, darauf folgten im selben Jahr der DAAD-Preis und der Förderpreis der Stiftung Freimauerloge zur Weltkugel. Im November letzten Jahres wurde das Bläsersextett mit dem Kiwanis-Preis 2013 ausgezeichnet.
Die CD mit 16-seitigem Booklet ist über die Förderergesellschaft der MHL „Musik erkennen“ erhältlich und kann über www.musikerkennen.de für neun Euro bestellt werden.


Quelle:
Musikhochschule Lübeck
www.mh-luebeck.de

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