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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

DIE GEMEINNÜTZIGE wird 225 Jahre alt - Veranstaltungs-Info

27. Januar 2914 (HL-Red-RB) Wie diese mitteilt und weiter dazu ausführt, wird die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit in diesem Jahr 225 Jahre alt. Sie steht für Bildung, Kultur und Soziales. Die GEMEINNÜTZIGE feiert dies mit einer Fülle von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2014 und wird so ihrer Bedeutung für Stadt und Land gerecht.
Zunächst ein Blick auf die Geschichte:
Die GEMEINNÜTZIGE ist ein Kind der Aufklärung. Am 27.1.1789 wurde sie auf Betreiben des Pastors an St. Petri, Ludwig Suhl, zunächst als literarische Gesellschaft gegründet.
Die erste Satzung sah das wöchentliche Treffen am frühen Dienstagabend vor, Mitglieder sollten füreinander Vorträge halten, die anschließend diskutiert wurden. Diese Tradition wirkt bis heute - die Dienstagsvorträge gibt es immer noch. Dementsprechend wird das Jubiläumsjahr am 21.1.2014 um 19.30 Uhr im Gesellschaftshaus Königstrasse 5, Lübeck mit einem solchen eröffnet:
Dr. Jan Lokers, Archivdirektor der Hansestadt Lübeck, lädt ins 18. Jahrhundert ein und spricht über die Zeit, in der die Gesellschaft entstand – „Lübeck zwischen Stillstand und Wandel“.
 
Schon bald öffnete sich die Lesegesellschaft nach außen. Die Litterarische Gesellschaft wandelte sich bereits 1793 in die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit,  verankerte ihre neue Zweckbestimmung 1795 in einer Satzung und bekam im selben Jahr die staatliche Anerkennung.

Erste Einrichtungen
Die erste Tat war die Einrichtung einer "Rettungsanstalt für im Wasser Verunglückte", die von 1791 - 1865 an Trave und Wakenitz unterhalten wurde und, wie so viele Gründungen der ersten Zeit, von der Stadt übernommen wurde.
Damit korrespondierte die Erteilung von Schwimmunterricht durch von der Gesellschaft besoldete Schwimmlehrer von 1798 - 1875.
In und nach der Franzosenzeit engagierte sich die Gemeinnützige insbesondere auch im Sozialbereich durch Garküchen und Speisungen.


Die Einrichtung von Schulen
Diverse, heute von staatlicher Seite betriebene Bildungseinrichtungen gehen auf die Privatinitiative der Gemeinnützigen zurück. So wurde eine Freie Zeichenschule eingerichtet, ein erstes Berufsschulangebot, eine Industrieschule für „dürftige Mädchen“, die das unzulängliche Volksschulwesen ergänzte, ein Lehrerseminar, die der staatlichen Lehrerausbildung vorgriff.
Schließlich auch Kleinkinderschulen, die ersten Kindergärten, von denen einige ab 1921 ebenfalls von der Stadt weitergeführt wurden. Die Navigationsschule der Gesellschaft bildet den Grundstein der späteren Lübecker Seefahrtsschule auf dem Wall.

Sammlungen
Im 19. Jahrhundert baute die Gesellschaft diverse Sammlungen auf, aus denen städtischen Museen hervorgingen, namentlich das Naturkundemuseum, das St.-Annen-Museum, das Behnhaus und die Völkerkundesammlung. Bemühungen, diese Sammlungen der Stadt zu übertragen, scheiterten in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg; sie wurden am 26.3.1934 der Freien und Hansestadt Lübeck übereignet.


Heute und morgen
Bildungseinrichtungen machen noch heute einen Großteil des Wirkens der Gemeinnützigen aus. Dazu gehören die bereits erwähnten Dienstagsvorträge, die monatliche mittwochsBILDUNG und die Bücherei im Gesellschaftshaus mit ihren Litterärischen Gesprächen.
Im Sozialwesen engagiert sich die Gesellschaft neben der Verwaltung diverser unselbständiger Stiftungen, einem Stipendienfonds, der Haushilfe und der Familien- und Seniorenbetreuung sowie der FamilienBildungsStätte.

Auch Schulen betreibt die Gesellschaft weiterhin: Seit etwa 25 Jahren bildet die Lübecker Musikschule die größte Einrichtung, ihr zur Seite steht die Lübecker Knabenkantorei sowie die Schauspielschule. Seit etwa 12 Jahren gibt es auch eine Kunstschule, darin integriert seit kurzem ein Kindergarten mit einem künstlerisch-musikalischen Profil.


Jubiläumsprogramm
Insbesondere die Schulen prägen im 1. Halbjahr das Festprogramm: Zurück auf die Gründung blickt die Veranstaltung "Musik- und Szenen der Zeit" am 7.3.2014. Am 29.6.2014 wird unter dem Motto "Vive la révolution" die Lübecker Gründung von 1789 in den größeren Kontext dieses Jahres gestellt, das auch das der Französischen Revolution war.

Mit knapp 1.900 Mitgliedern ist die Gemeinnützige immer noch größer als jede Lübeckische Partei. Dem Anspruch folgend, ein Ort für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu sein, entspricht es, auch Feste für alle zu feiern. Der Winterball am 25.1.2014 setzt die seit 1952 ununterbrochene Tradition fort. Am 21.6.2014 wird es ein Sommerfest geben, diesmal in schwedischer Mittsommertradition.


Festakt
Wir freuen uns über die Anwesenheit des Ministerpräsidenten, Torsten Albig, – selbstverständlich auch über die unseres Bürgermeisters, Bernd Saxe, beim Festakt der Gesellschaft am 6.4.2014 im Kolosseum.
Der bisherigen Tradition folgend, wird dann eine Festschrift zum 225. Geburtstag vorliegen mit dem in die Zukunft weisenden Titel: Ideen für Lübeck. bewegen. fördern. gestalten.

Quelle:
DIE GEMEINNÜTZIGE
Claus-Peter Lorenzen/Antje Peters-Hirt
/Red.

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