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ANGEDACHT: Herbst, Freiheit und Janis Joplin

13. Oktober 2013 (HL-Red-RB) Ob man sich diesem "Einstieg" in den heutigen Sonntag unbedingt anschließen kann, mag jede und jeder für sich selbst entscheiden. Aber vielleicht ist dieser Beitrag, der mit erneut freundlicher Genehmigung der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier und damit "theology.de" aus derem Oktober-NEWSletter übernommen werden darf, gerade deswegen besonders interessant: "ANGEDACHT: Herbst, Freiheit und Janis Joplin: „Freedom´s just another word for nothing left to loose“, - Freiheit ist, wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Diese Zeilen aus Janis Joplins Lied „Me and Bobby McGee“ begleiten mich seit meiner Jugend. Darin beschreibt sie, wie sie mit Bobby McGee durch die Lande zieht. Aber irgendwie verliert sie ihn aus den Augen, dann sehnt sich nach der Zeit zurück, als die beiden, mit nichts in den Taschen, frei waren.



Als Janis Joplin dies sang, war sie alles andere als frei, sie war von Alkohol und Drogen abhängig. Am 4. Oktober 1970 starb sie an einer Überdosis Heroin, wenige Tage, nachdem sie dieses Lied im Studio eingesungen hatte. Janis Joplin hatte doch noch was zu verlieren, - ihr Leben.
Im Leben geht es trotz allem Idealismus nicht nur um Freiheit, sondern auch um Besitzen, da sollten wir uns nichts vormachen. Die Kernfrage ist: Wem gehöre ich, wem gehört mein Leben?
Als Christ sage ich: Wir gehören nicht unseren Eltern, nicht dem Staat, auch nicht NSA & Co., nicht unserem Arbeitgeber und auch nicht unserem Lebenspartner. Wir gehören nicht einmal uns selbst, - wir gehören Gott! Das klingt fast nach Sklaverei, - und ist doch eine ungeheure Freiheit! Kein Mensch und keine Institution haben das Recht, mich zu besitzen. Und auch umgekehrt: Ich darf niemanden besitzen und niemanden beherrschen.
Wer schon einmal einen geliebten Menschen begraben musste, weiß, dass es so ist: Wir besitzen keine Menschen, nicht einmal die liebsten Menschen. Sie sind uns nur auf Zeit geschenkt. Und diese Zeit ist kurz. Der Wechsel der Jahreszeiten, der anbrechende Herbst macht es uns wieder deutlich. Er zeigt uns die Endlichkeit von Welt und Mensch. Und wie wertvoll daher Welt und Menschen sind.
Unsere Zeit, unsere Lebenszeit ist kurz, - wir sollten das Beste daraus machen: Freedom´s just another word for nothing left to loose. Die Menschen, denen ich in meiner Lebenszeit begegne, gehören mir nicht, auch die Menschen, die ich liebe - gerade deshalb kann ich sie leidenschaftlich lieben, voller Achtung vor ihrer Freiheit. Und umgekehrt kann ich die Achtung meiner Freiheit einfordern. Wir haben viel zu verlieren. Und viel zu gewinnen, - auf Erden und im Himmel.

Pfr. Otto W. Ziegelmeier."

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