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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

Lübecker Musikhochschule: Junge Musiker begeisterten

12. Oktober 2013 (HL-Red-RB) An der Lübecker Musikhochschule wird immer wieder für eine oder mehrere Arbeitsphasen aus den hier Studierenden ein kopfstarkes Hochschulorchester zusammen gestellt. Zu Beginn dieses neuen Studienjahres unter Leitung des in Hamburg lebenden Professors Christof Prick. Der ist als Dirigent weihint bekannt und kann offenbar besonders gut mit jungen Künstlern umgehen. Dies zeigte sich an diesem Freitag bei einem fast ausverkauften Konzert im Großen Saal. Und mit einem nicht ganz alltäglichen Programm: Mit dem Konzert für Violoncello und Orchester h-moll op 104 von Antonin Dvorak aus den Jahren 1894 /95 und der Symphonie fantastique op 14 von Hector Berlioz aus dem Jahre 1830.
Der erste Teil vor der Pause diente dem Kennenlernen eines bemerkenswerten jungen Künstlers. Der Franzose Charles-Antoine Duflot (27) studiert seit sieben Jahren in Lübeck und bereitet sich hier bei Professor Niels Svane auf das Konzertexamen vor. Überdies studiert er an der Schola Cantorum Basiliensis Barock-Cello. Er hat bereits große Erfahrungen in Konzerten überall in Europa gesammelt, bereitet seine erste CD vor, hat viele Preise gewonnen und ist Stipendiat nahrhafter Einrichtungen. Wie sehr zu recht zeigt er an diesem Abend in dem schwierigen Konzert von Dvorak. Er trägt seinen Part auswendig vor. Überdies ist er ein charmanter Plauderer mit liebenswürdigem französischem Akzent. E führt vor Beginn in das Werk ein und erläutert danach seine Zugabe: Eine Sonate von Haydn, die er mit einem Kammer-Ensemble spielt. Von seinem beachtlichen Selbstbewusstsein zeugt, dass er _ und nicht die der Dirigent – die besonders zu würdigenden Solo-Musiker aufruft.
Im zweiten Teil des Abends führt Chrstof Prick die jungen Musiker vor allem im Dies Irae-Satz des Berlioz-Werkes zu atemberaubender Musik. Prick dirigiert auswendig und behält in dem Getose dieses Satzes mit viel Elan den Überblick. Schade, dass zur Pause etliche jüngere Zuhörer gegangen waren, weil sie wohl vor allem den jungen Kommilitonen hören wollten. Kuriosität am Rande: Einer der Schlagwerker wollte noch ein letztes Mal das große Becken schlagen – da war da Stück schon zuende. . Beachtlich sind die umfangreichen Erläuterungen zu den beiden Werken dieses Abends im Programmheft von Robert Krempe. Der Musikfreund erfährt, dass über beide Werke zu ihrer Entstehungszeit viel geschrieben und auch gerätselt worden ist.
Die Leistung, dieses Abends ist vom kundigen Publikum begeistert gefeiert worden

Horst Schinzel
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