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GlücksSpirale ermöglicht Fotoausstellung in Bad Homburg

18. Februar 2009 (HL-Red.). Glück für den Denkmalschutz: Eine Foto-Ausstellung mit Denkmalschutz-Projekten, die aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale ermöglicht wurden, zeigt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz DSD) vom 20. Februar bis zum 19. März 2009 in der Ladengalerie im Bad Homburger Rathaus am Rathausplatz. Die Ausstellung wird offiziell am Vorabend, dem 19. Februar 2009, um 18.00 Uhr von Stadtrat Peter Vollrath-Kühne sowie dem Leiter des Ortskuratoriums Frankfurt am Main der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Christian Rusch, eröffnet.

An 16 Beispielen aus allen Bundesländern wird nicht nur
deutlich, wie vielfältig und reich die Denkmallandschaften in
Deutschland sind, sondern auch wie wichtig neben der staatlichen
Denkmalpflege zusätzliche Fördermittel über private Stiftungen, aus
Spenden und auch aus Lotterien für den dauerhaften Erhalt unseres
baulichen Erbes sind.

In der Ausstellung, die eindruckvolle Fotos mit erläuternden Texten
verbindet, wird der Bogen von der Dorfkirche im thüringischen
Helmershausen bis zur Wutachtalbahn in Baden-Württemberg oder von
Schloss Stolberg in Sachsen-Anhalt bis zum Beethoven-Haus in Bonn
gespannt.

Eines der gezeigten Projekte ist Schloss Romrod in Hessen. Im 12.
Jahrhundert als eine mit Burg und Graben befestigte Talburg der Herren
von Romrod entstanden, gelangte das Bauwerk nach deren Aussterben Ende
des 14. Jahrhunderts an die Landgrafen von Hessen. Ludwig IV. von
Hessen-Marburg ließ die Burg 1578 bis 1587 unter Einbeziehung
mittelalterlicher Teile im Stil der Renaissance zum Schloss umbauen.
Einen letzten Umbau zum Jagdschloss im viktorianischen Stil erfuhr die
Anlage schließlich zwischen 1878 und 1885. Die großherzogliche Familie
empfing hier in ihrem Feriensitz unter anderem 1910 Zar Nikolaus und
Zarin Alexandra als Gäste. Als Jagdschloss, Amtssitz des Oberförsters
und Feriendomizil der Darmstädter Großherzöge genutzt, hatte Schloss
Romrod eine wechselvolle Geschichte, die Zerstörung, Verfall und
Wiederaufbau kannte.

Weitere vorgestellte Baudenkmale sind Kloster Oberzell in Bayern, die
Elisabeth-Kirche in Berlin, Burg Ziesar in Brandenburg, die Trauerhalle
des jüdischen Friedhofs in Hamburg, das Übersee-Museum in Bremen, die
Georgenkirche im mecklenburgischen Wismar, das historische Rathaus in
Lüneburg in Niedersachsen, die Siedlung Alte Schmelz in St. Ingbert im
Saarland, das römische Theater in Mainz, Palais Rantzau in Lübeck sowie
die Umgebindehäuser der Lausitz.

Die Bedeutung der GlücksSpirale für die Arbeit der Stiftung, die seit
1991 rund 300 Millionen Euro aus den Erträgnissen erhalten hat, kann
nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Aufgaben der Denkmalpflege
sind eine große Aufgabe, die nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller
gelingen kann. Es ist zu hoffen, dass durch den neuen Staatsvertrag zum
Glücksspiel gemeinnützige Zwecke wie Denkmalschutz, Sport und Wohlfahrt
auch weiterhin auf die Förderung durch Lotteriemittel bauen können.

Die Ausstellung ist ganztags frei zugänglich. Sie wird nach Bad Homburg
auch durch die anderen Bundesländer wandern.

Quelle: DSD

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