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NDR Produktion "Vier Lehrmeister" ist "Hörspiel des Jahres 2011"

15. Januar 2012 (HL-Red-RB) Die NDR Produktion "Vier Lehrmeister" von Liao Yiwu ist "Hörspiel des Jahres 2011". Das gab die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste am Montag, 9. Januar, in Bensheim bekannt. Die Auszeichnung wird am 25. Februar im Literaturhaus Frankfurt verliehen. Aus der Begründung der Jury: "'Vier Lehrmeister‘ ist ein hartes, überaus konzentriertes, reduziertes, im besten Sinne karges Hörspiel, dessen überlegt eingesetzte künstlerische Mittel dazu verführen, auf jede Nuance zu achten. Es entwickelt in seinem weit gespannten Rhythmus einen ungeheuren Sog - bis man meint, die chinesisch vorgetragenen Gedichte Liao Yiwus unmittelbar zu verstehen."

NDR Intendant Lutz Marmor: "Das Hörspiel ist nach wie vor eine literarische Kunstform von hoher Ausdruckskraft. Mit seinen zahlreichen Neuproduktionen sichert der öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Fortbestand dieser herausragenden Disziplin der Radiokultur. Das Stück 'Vier Lehrmeister‘ mit seinen bestürzenden autobiografischen Bezügen ist ein besonders fesselndes Radio-Erlebnis. Ich gratuliere allen, die zum Gelingen dieser herausragenden Produktion beigetragen haben: dem Autor, den Übersetzern und den Realisatoren."

Das "Hörspiel des Jahres" wird aus den zwölf ARD-Ursendungen ausgewählt, die die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste im vergangenen Jahr jeweils zum "Hörspiel des Monats" bestimmt hatte. Die Übersetzung aus dem Chinesischen von "Vier Lehrmeister" übernahmen Hans Peter Hoffmann, Brigitte Höhenrieder und Martina Hasse; Komposition und Ausführung: Liao Yiwu; Hörspielbearbeitung: Hilke Veth; Regie: Andrea Getto. Das 70-minütige Hörspiel war zum ersten Mal am 28. August 2011 auf NDR Info zu hören. Am Mittwoch, 15. Februar, läuft es um 20.05 Uhr auf NDR Kultur.

Liao Yiwu, 1957 in Sichuan, China, geboren, wuchs in Armut auf. Sein Vater, ein Professor, wurde während der Kulturrevolution als Rechtsabweichler angeklagt. Seit den 80er-Jahren zählt Liao zu den bekannten jungen Lyrikern Chinas. Nach dem Massaker 1990 wurde er zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Verbreitung konterrevolutionärer Propaganda verurteilt. Seine Werke sind in China verboten. Seit Juli 2011 lebt Liao als Exilant in Deutschland, im November erhielt er den "Geschwister-Scholl-Preis".

Quelle:
NDR Presse und Information
www.ndr.de

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