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"Gesammelte" Stunden - nur als Blumen und Bäume im Garten?

15. Januar 2012 (HL-Red-RB) Ein "christlicher" Einstieg, wie ich diesen gerne jeweils dem Sonntag voranstelle, lässt mich ein wenig mehr umschauen als sonst. Fündig bin ich dann doch geworden, indem ich - und mit erneut freundlicher Genehmigung der CFS GmbH - Otto W. Ziegelmeier und damit "theology.de" auf deren aktuellen NEWSletter zurückgreifen darf. Und da ist es sogar "Angedacht" für den Januar:

"ANGEDACHT: Zum neuen Jahr - Eine Geschichte für die schweren Stunden.
Die letzten Wochen im alten Jahr und die ersten im neuen Jahr laden ein, zurück ins alte Jahr zu blicken und sich Gedanken über das neue zu machen. Dabei merken wir, es gibt Stunden, die man am liebsten vergessen möchte, die mit Schmerz, Leid und Trauer verbunden sind. Ich habe noch kein Geheimrezept gefunden, wie man solche Stunden wegzaubern oder ungeschehen machen könnte. Aber ich kenne eine Geschichte, die zeigt, wie man mit solchen Stunden umgehen kann:

Es war einmal ein weiser Mann. Er lebte allein in einem alten Haus inmitten eines großen Gartens. Eines Tages hörte der Mann eine Stimme: „Geh und sammle bei den Menschen die Stunden, die nicht sein sollen!"
Der Mann folgte der Stimme und ließ sich von den Winden dorthin tragen, wo es Stunden gab, die nicht sein sollten. Er sammelte Stunden, an denen Menschen ihr Liebstes verloren haben. Er sammelte Stunden, an denen ein Mensch einfach unerträgliche Schmerzen aushalten musste. Er sammelte Stunden ohne Trost, Stunden, an denen das Leben eine Last war, Stunden des Zorns, Stunden der Trauer und Stunden der Einsamkeit. Der Mann sammelte sie alle.
Dann ließ er sich vom Wind zurück in seinen Garten bringen und legt die Stunden wie Samen in die Erde. Dann fiel der Regen auf die Erde, die Sonne gab ihr Licht und schließlich bedeckte der Schnee alles. 
Im nächsten Frühling wuchsen Blumen und Bäume und die Menschen kamen und bestaunten alles. So einen schönen Garten hatten sie schon lange nicht mehr gesehen.

Die Geschichte zeigt, wie aus Unschönem Schönes werden kann, oder wie in Unschönem bereits der Samen für Schönes gelegt ist. So findet man rückblickend ins alte Jahr gewiss viele Stunden, in denen man sich über Menschen und Situationen geärgert hat. Und wir merken auch, dass das Leben nach einer schlechten Erfahrung, nach einer Trennung, einer Enttäuschung und einem Schmerz anders verlaufen ist, anders als gedacht und geplant. Auch wenn man sich in diesem Moment und auch noch Wochen danach nicht vorstellen kann, dass sich Gutes daraus entwickeln kann, weist diese Geschichte in die Zukunft und darauf, dass sich alles ändern kann und wird. Davon berichtet auch der Prediger Salomo in der Bibel: 

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,
eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, 
eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, 
eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz“ (Kohelet 3).

„Alles hat seine Stunde“, alles hat seine Zeit und alle Zeit ruhen wir in Gott. So dürfen wir darauf vertrauen, dass Leid, Schmerz und Trauer nicht das letzte Wort haben werden. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott zu uns steht und aus Leid, Schmerz und Trauer führen und uns Freude, Lachen und Zuversicht schenken wird. Aus derzeit vereisten, verschneiten und noch kahlen Feldern und Wiesen werden Früchte und Blumen sprießen, - auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht. Lassen Sie daher Leid, Schmerz und Trauer ruhen, -und freuen Sie sich auf gutes Neues, das wachsen will und wird.

Diese Zuversicht und Geborgenheit in Gott wünsche ich Ihnen von Herzen für die 8.760 Stunden des neuen Jahres und für viele weitere Stunden.

Gott segne und behüte Sie, er schenke Ihnen Glaube, Hoffnung und Liebe!

Ihr Pfr. Otto W. Ziegelmeier."

Dazu kann ich nur herzlichen Dank sagen für solche Gedanken. Und ich bin sehr froh, diese nicht "übersehen" zu haben. Gedanken zum auch Neuen Jahr, auch wenn schon ein paar Tage darin verstrichen sind. Stunden auch, vor allem im vom erzählten Garten wunderschöne Blumen und Bäume wachsen lassen sollten. Dennoch vermag ich eigene Gedanken nicht vertreiben, die mich dennoch fragen lassen, was aus "dunklen Stunden" erwachsen könnte oder müsste. In diesem Beitrag ein wenig verschönt, finde ich. Möchte mich daher darauf beschränken, dass dies Giersch, Schachtelhalm und Diesteln sein könnten. Kein "Un"-Kraut, bitte, aber Pflanzen, die vor allem überall dort gedeihen, wo "Liebe und Pflege" zum und im Garten fehlen...,

so jedenfalls
mit den besten Wünschen zum heutigen Sonntag,
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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