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Agentur für Arbeit Lübeck

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Frohe Heiligabend-Vorstunden wünscht Ihnen Lübeck-TeaTime

23./24. Dezember 2010 (HL-Red-RB) Auch bei Lübeck-TeaTime kehrt dann doch weihnachtliche Vorfreude ein. Die beiden "Auszeiten" hatten es geschafft, dass trotz frühem Christstollen und kalt-geschmückten Geschäften - auf das Leuchten der Lichter hatte man dann doch zumindest zunächst verzichtet - irgendwie die Stimmung bei mir aufkam, als wäre ich im Sommer eingefroren worden und - wieder aufgetaut - von der bereits in voller Aktion laufenden Weihnachtszeit geradezu überrascht worden. Vielleicht auch deswegen: Ich habe in diesem Jahr den Weg über die Weihnachtsmärkte entbehren können. Ja - selbst neue Fotos zu "schießen" haben mich nicht inspirieren können. Ich habe schon vor Jahren erleben müssen, dass Schlimmeres als Armut mich mehr erschütterten: Krankheit, ja vor allem anderer. Da leuchten auch Augen - aber eher Augen der Hoffnung, wieder gesund zu werden. Glücklich die oder derer, die im Grunde nie erlebt haben, dass es außer Grippe & Co. ganz andere Krankheiten gibt. Ich wünsche es niemandem, aber es kommt sicherlich auch der Tag, der anderes erkennen lässt. So wünscht Lübeck-TeaTime allen, die so den Mut der Hoffnung nicht veloren haben, alles Glück der Genesung. Für andere, aber auch für sich. Und große Kraft denen, die dabei begleiten.

Gedanken aber ebenso denen, die viele, viele Jahre im Kreise einer Familie, im Kreise von Vertrauten, fröhliche Weihnachten feiern konnten. Gedanken denen, bei denen solche Kreise immer kleiner wurden - bis sie, ja - allein blieben. Ein wenig Post vielleicht noch, aber dennoch einsam. Auch denen widmet Lübeck-TeaTime eine Freude, die ihnen niemand nehmen kann: Gedanken an andere Zeiten. Dankbar für viele, viele wunderbare Erlebnisse, die durchaus nicht selbstverständlich waren. Und damit letztlich Gedanken denen außerdem, die solches nie erleben durften.

Einen ganz lieben Gedanken aber auch denen, die für ihre Lieben Weihnachten „vorbereitet“ haben. Heimlich, tage- ja wochenlang mit der „Qual“, mit welchen Geschenken wirklich Freude zu machen wäre. Oder nun, im Grunde wenigen Stunden vor Heiligabend, an dem der Tannenbaum geschmückt sein soll, denen, die dies tun. Sicherlich machen das einige „gemeinsam“. Aber es dürfte ähnlich „toll“ sein, wenn man nach den Glöckchenläuten hinein darf – und geradezu atemlos vom wunderschön geschmückte Bäumchen (immer wieder) überrascht wird. Von den bunt verpackten großen wie kleinen Geschenken ganz zu schweigen...

Haben Sie Kinder in Ihrem Haus, in der Nachbarschaft? Hängen Sie doch ein noch so kleines „Weihnachtsmännlein“ an die Klinke. Spannend für diese, wer das wohl war. Aber seien Sie sicher – die wissen das dann doch bald...
Aber gehen Sie unbedingt nicht an denen vorbei, die auf ein "paar Cent" hoffen. Kennen Sie deren Schicksal? Oftmals keine "Weihnachtsgeschichte", die diese erleben mussten, glauben Sie es. Und fragen Sie nicht nach "Schuld". Denn gerade die "Schuld" ist es, die Gott mit Christi Geburt von uns nehmen wollte und will. Oder ist da jemand unter uns "ohne Schuld"?




Foto (© Reinhard Bartsch Luebeck): Hier ist eine Mama, ja – wohl „schon“ Oma, die aus dem vielfältigen Schatz so lange schmückt, bis das noch das kleinste „Teilchen“ aus vielen Jahren Freude für Weihnacht – aus dem Karton hervorgeholt - „wiedererweckt wird“. Auch wenn aus ehemals großem Familienkreis morgen nur noch "Opa" staunt. Aber keine falschen Schlüsse: In diesem Falle ist "kräftig Post" gekommen...

Zum Schluss: Gedanken also denen, die in diesen Stunden das oder "ihr" Bäumchen schmücken. Um noch geheimnisvoller das zu machen, was wahrlich kein Geheimnis ist: Christi Geburt, ohne den – ja ohne den es Weihnachten nicht gäbe. Was bliebe dann übrigens eigentlich noch, das Herz in kalter Winternacht so wundervoll zu wärmen?

Frohe Heiligabend-Vorstunden wünscht Ihnen allen
Reinhard Bartsch
Chefredakteur Lübeck-TeaTime

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