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Heute ist der 1. Advent - eigene Gedanken sowie aus WIKIPEDIA

28. November 2010 (HL-Red-RB) In diesem Jahr vermisse ich ganz besonders meine sonst zuverlässige Quelle zu Anlässen im christlichen Kalender. Heute beginnt die Adventszeit mit dem 1. Adventssonntag. Und ich möchte Sie, verehrte Gäste in Lübeck TeaTime, einstimmen auf diese wunderbare Zeit. Wunderbar - sicherlich individuell aus verschiedensten Gründen. Ende des Kirchenjahres, Beginn des neuen. Weihnachten mit der Geburt des Heilandes Jesu Christus. Ein christliches Fest also, das aber offen ist auch für all die Menschen, die sich dem in welcher Form auch immer anschließen. Und wenn sie "nur" ihre Herzen öffnen und mitfühlen, was da eigentlich mit und in dieser Zeit geschenkt wird.
Aber lesen Sie nun, was ich schon im vergangenen Jahr dazu geschrieben habe:
...Und jede und jeder mag auch zur nun begonnenden Adventszeit seine eigene Auffassung haben. Das steht ihr und ihm zu. Denn Dr. Martin Luther sprach entscheidend von der "Freiheit des Christenmenschen" - der gedanklichen vor allem. Denn ebenso wie für Jesus bestand für ihn kein Zweifel, Gott zu geben, was Gottes ist - wie dem Kaiser, was des Kaisers ist". Nun aber gibt Gott den Menschen etwas, was so unglaublich ist, das bis heute kaum zu verstehen, ja etwas ist, was den christlichen Glauben entscheidend prägt: GOTT schickt seinen Sohn in die Welt, dass dieser eines Tages das Wort des Alten Testamentes nahezu "unglaublich" verändert: Nicht mehr "Auge um Auge, Zahn um Zahn, sondern m. E. zwar "nicht nur die eine Seite des Gesichtes, sondern auch die andere dem Schlag hinzuhalten" - ja unter anderem vielmehr "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". Etwas, was ich persönlich bis heute als ein sehr großes Problem lebe.

Und Gott gibt etwas hin, was er Abraham zunächst abverlangte, dann darauf unter Anerkennung dessen glaubenden Willens "verzichtete" - dessen Sohn lag schon auf dem Opferaltar, und er ließ Abraham innehalten. Selbst sollte Gott seinen eigenen Sohn in die Welt senden, um nicht nur eine völlig andere Verhaltensweise unter den Menschen zu vermitteln, sondern mit ihm und damit Jesus Christus die Sünden der Menschen büßen zu lassen, dass diese im Glauben das Ewige Leben, das Paradies erlangen.


Unabhängig dazu, was WIKIPEDIA dazu ausführt:

Advent (von lat.: adventus „Ankunft“) bezeichnet die Jahreszeit, in der sich die Christenheit auf die Ankunft des Herrn vorbereitet. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt auch das neue Kirchenjahr. Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Hochfest der Geburt Jesu, Weihnachten, an dem seine Menschwerdung als erstes Kommen gefeiert wird. Zugleich erinnert der Advent daran, dass Christen wachsam sein und das Zweite Kommen des Herrn erwarten sollen.

Zwischen der Konfession der Adventisten und der kirchlichen Jahreszeit „Advent“ besteht kein direkter Zusammenhang, sondern eine mittelbare Verbindung, da sich beide Bezeichnungen auf die Ankunft Christi beziehen.

Geschichte
Ursprünglich entsprach der Begriff Advent dem griechischen Begriff epiphaneia („Erscheinung“, siehe Epiphanias) und bedeutet die Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern. Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen nun die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zum Ausdruck zu bringen.

Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Erscheinungsfest am 6. Januar festlegte. Diese acht Wochen ergeben abzüglich der fastenfreien Sonn- und Samstage insgesamt vierzig Tage. Seit 1917 wird das Adventsfasten vom katholischen Kirchenrecht nicht mehr verlangt.

Die Adventszeit geht zurück auf das 7. Jahrhundert. In der römischen Kirche des Westens gab es zunächst zwischen vier und sechs Sonntage im Advent, bis Papst Gregor der Große ihre Zahl auf vier festlegte. Die vier Sonntage standen symbolisch für die 4.000 Jahre, welche die Menschen nach kirchlicher Geschichtsschreibung auf den Erlöser warten mussten. Diese Regelung wurde von dem Konzil von Trient bestätigt, nachdem sich abweichende regionale Traditionen etabliert hatten. Die rechtsverbindliche Regelung erfolgte 1570 durch Papst Pius V. Im ambrosianischen Ritus sowie in einigen Diözesen, z. B. in der Diözese Mailand, das im ambrosianischen Ritus verblieben ist, hat sich die sechswöchige Adventszeit bis heute gehalten. Dabei betonte man im gallischen Bereich das endzeitliche Motiv der Wiederkunft Christi, das zur Ausgestaltung des Advents als Zeit einer ernsthaften Buße führte, wohingegen im römischen Einflussbereich das weihnachtlich-freudige Ankunftsmotiv der Menschwerdung Gottes Einfluss gewann. Dieser Ambivalenz wird an den unterschiedlichen Adventssonntagen in der Liturgie Rechnung getragen.

Die Adventszeit im kirchlichen Festkalender Mit dem Advent beginnt in den katholischen und evangelischen Kirchen das neue Kirchenjahr. Der erste Adventssonntag ist der vierte Sonntag vor dem 25. Dezember, er liegt also zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Wenn der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, ist er der 4. Adventssonntag. Die Adventszeit endet am Heiligen Abend mit der ersten Vesper von Weihnachten.

Die Adventssonntage im Kirchenjahr haben jeweils einen besonderen Charakter: Der erste Adventssonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem (Mt 21,1–9 LUT). Der zweite Adventssonntag hat die erhoffte Wiederkunft des Herrn zum Thema. Der dritte Adventssonntag erinnert an Johannes den Täufer als Vorläufer Jesu Christi. Im Zentrum des Gottesdienstes am vierten Adventssonntag steht der Lobgesang der Maria (Lk 1,46–55 LUT). Die liturgische Farbe der Adventszeit ist violett.

Der dritte Adventssonntag, im römisch-katholischen, altkatholischen, anglikanischen und lutherischen Kirchenjahr Gaudete, trägt seinen Namen nach den lateinischen Anfangswort des Introitus „Gaudete in Domino semper“, „Freut Euch im Herrn allezeit!“ Diese Vorfreude drückt sich in der römisch-katholischen, altkatholischen, anglikanischen und in der Liturgie der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche sowie der Evangelical Lutheran Church in America durch die mögliche Verwendung rosafarbener (rosa = aufgehelltes Violett) Paramente aus.

In der katholischen Kirche verbreitet sind sogenannte Roratemessen, das heißt Messfeiern im Schein von Kerzenlicht.

Die orthodoxen Kirchen begehen den Advent bis heute sechswöchig als Fastenzeit, und zwar ab dem 15. November (des entsprechenden Kalenders) bis zum 24. Dezember. Der Begriff „Advent“ ist dort nicht so verbreitet bzw. wird erst in jüngerer Zeit verwendet. Man spricht eher vom Philippus-Fasten bzw. Weihnachtsfasten. Das Kirchenjahr beginnt in der orthodoxen Kirche nicht am 1. Advent, sondern am 1. September. Auch der Ambrosianische Ritus in der lateinischen Kirche hat eine sechswöchige Adventszeit.

Siehe auch: Sonntage des Advents

Adventstradition
Adventskalender
Zurückgehend auf verschiedene im 19. Jahrhundert entstandene Bräuche des Abzählens der Tage bis zum Weihnachtsfest aus dem evangelischen Umfeld, entstanden zunächst in Deutschland seit Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere für Kinder, Adventskalender verschiedenster Ausprägung. Seit 1920 mit zu öffnenden Türen. Sie haben meist 24 Türen, von denen vom 1. bis zum 24. Dezember jeweils eine geöffnet wird („Dezember-Kalender“ im Unterschied zu den Adventskalendern, die jeweils am 1. Advent begannen).

Weniger verbreitet sind Kalender, die den Zeitraum des Advents – also vom ersten Adventssonntag bis Weihnachten – abdecken. Diese haben die passende Anzahl von Türchen für das betreffende Jahr oder haben vier zusätzliche Türchen, um den längstmöglichen Advent, der vom 27. November (So) bis 24. Dezember (Sa) dauern kann, abzudecken.

Adventskranz
Der Adventskranz weist mit seinen vier Kerzen auf das Licht hin, das Christus in die Welt gebracht hat.[1] 1839 ließ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg zum ersten Mal einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen aufhängen – 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier dicke weiße für die Sonntage.[2] In den Ostkirchen ist der Adventskranz heute teilweise übernommen und auf sechs Kerzen erweitert worden.

Inzwischen ist der ursprünglich evangelische Brauch der Adventskränze auch von der katholischen Kirche übernommen werden, wobei die Kerzen meist in den liturgischen Farben gehalten sind: drei violette Kerzen für den ersten, zweiten und vierten Adventssonntag sowie eine rosa Kerze für den dritten Adventssonntag (Gaudete).

Der Adventskranz wird eher als der Weihnachtsbaum mit der religiösen Bedeutung des Advents assoziiert.

Lichterbögen

Moderner SchwibbogenAls Relikt erzgebirgischer Bergarbeitertradition findet sich während der Advents- und Weihnachtszeit ab Einbruch der Dunkelheit in vielen Fenster ein, mit elektrischen Kerzen beleuchteter Schwibbogen. In der dunklen Jahreszeit brachte er die Sehnsucht der Bergleute nach dem Sonnenlicht zum Ausdruck, die während der Wintermonate noch bei Dunkelheit in den Stollen einrückten und erst nachts wieder auf dem Heimweg waren. Jedes Licht stellte ursprünglich eine aus dem Berg zurückgebrachte Grubenlaterne dar. Ein „vollständiger“ Lichtbogen am Haus bedeutet, dass alle Arbeiter dieses Hauses wohlbehalten aus der Grube zurückgekommen sind.

Neben den traditionellen Motiven aus dem Arbeits- und Lebensalltag der Bergarbeiter finden in die Gestaltung von modernen Schwibbögen auch Natur-, Winter- und Landschaftsthemen sowie die Darstellung von lokalen Sehenswürdigkeiten (z.B. Dresdner Frauenkirche) Eingang.

Besondere Verbreitung dieses Adventsbrauches hat der Schwibbogen in Sachsen, Thüringen und in der Oberpfalz gefunden. Er ist vermehrt auch in anderen Teilen Europas vorzufinden.

Adventslieder (Auswahl)
Zu den gängigsten Adventsliedern in den christlichen Kirchen gehören:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit von Georg Weissel (zum Adventspsalm 24)
Nun komm, der Heiden Heiland von Martin Luther nach dem lateinischen Veni redemptor gentium von Ambrosius von Mailand
Tochter Zion, freue dich von Friedrich Heinrich Ranke auf eine Melodie von Georg Friedrich Händel
Wie soll ich dich empfangen von Paul Gerhardt, Melodie Johann Crüger
O Heiland, reiß die Himmel auf nach einem Text von Friedrich von Spee
Es kommt ein Schiff geladen wird Johannes Tauler OP zugeschrieben

Rorate coeliTauet Himmel den Gerechten, lateinisch Rorate coeli (Introitus vom 4. Adventssonntag):
Die Nacht ist vorgedrungen nach einem Gedicht von Jochen Klepper
Wir sagen euch an den lieben Advent von Maria Ferschl, Melodie von Heinrich Rohr
Vertonungen der O-Antiphonen
Kommerzialisierung und früher Beginn [Bearbeiten]

Weihnachtseinkauf 1950In jüngster Zeit gibt es Bestrebungen der Kirchen in Deutschland, einer Ausdehnung der Adventszeit durch den Einzelhandel und die Werbebranche über den Christkönigsonntag bzw. den Ewigkeitssonntag, an dem in den evangelischen Kirchen der Gedenktag der Entschlafenen begangen wird, hinaus[3] oder einer Öffnung von Einzelhandelsgeschäften an Adventssonntagen[4] durch Kampagnen und juristische Schritte Einhalt zu gebieten. Dabei hoffen die Kirchen auf die Einsicht der Verbraucher. So wird gemäß dem Grundsatz, dass das Angebot der Nachfrage folge, argumentiert: „Werden die Waren nicht gekauft, verschwinden sie über kurz oder lang wieder zur Unzeit aus den Regalen“.[5].

Von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der katholischen Kirche, vertreten durch das Erzbistum Berlin, wurde unter Berufung auf Art. 140 Grundgesetz gegen das Berliner Ladenöffnungsgesetz, das es ermöglicht, an allen vier Adventssonntagen Geschäfte zu öffnen, eine Verfassungsbeschwerde eingereicht.[6] Am 1. Dezember 2009 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Berliner Regelung verfassungswidrig sei."


Eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen
Reinhard Bartsch
Chefredakteur

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