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Agentur für Arbeit Lübeck

Kultur Wissenschaft Ausbildung

L. Gallinat zur "Neuen Musik im Ostseeraum" in der GEM

08. November 2010 (HL-Red-RB) Es war eine faszinierende und anspruchsvolle Soiree. Am letzten Mittwoch wurde im Großen Saal der Lübecker "Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit" vom Verein "Neue Musik im Ostseeraum e.V." ein reizvolles Duokonzert mit Vladimir Anochin (Violine) und David Stromberg (Cello) präsentiert.
"Neue Musik im Ostseeraum", seit drei Jahren als Verein mit Schwerpunkt in Lübeck tätig, versucht auf einem neuen Weg, das Interesse an zeitgenössischer Musik zu wecken und zu beleben. Der Verein will vermitteln, wie vielfältig die Szene der Neuen Musik sich insbesondere im regionalen Umfeld der Ostsee entfaltet. Man hat sich in einem Verein zusammengeschlossen, um intensiver und differenzierter in die Öffentlichkeit hineinzuwirken. Die bisherigen Wege dazu sind die öffentlichen Konzerte vor allem im norddeutschen Raum, insbesondere in Lübeck, sowie eine intensive Seminararbeit. Hierbei versucht man, musikalische Phänomene der Neuen Musik schrittweise in engem Austausch mit den Teilnehmern erfahrbar und zugänglich zu machen. Die besonderen Qualitäten der neuen Tonsprache zu erschließen, bedeutet den Zugang zu gegenwärtigen Erscheinungsformen der abendländischen Musik und damit zur Teilhabe an einem Fundament unserer Kultur. Die Freude, Neues zu verstehen, bisher unbekannte Sphären zu betreten und sich darin orientieren zu lernen, bereichert das Leben.
Bei dieser Soiree wurden "Spins and spells" für Cello solo (1996) und "Nocturne" für Violine solo (1994)- in memoriam Witold Lutowslawski von Kaija Saariaho (geb.1952), "1756" für Violine dolo (2005) von Viktor Suslin (geb.1943), "Das Feuer wahrnehmen" für Cello solo (2005) von Ruta Paidere (geb.1977), "Stille Musik" für Violine und Cello (1979) von Alfred Schnittke (1934-1998), "Hommage a Hilding Rosenberg" (1982) von György Ligeti (1923-2006), die Sacher-Variation für Cello solo (1975) von Witold Lutowslawski (1913-1994), "Moonshadows on the way"- Nocturne für Violine und Cello (2002) und "Scene" für Violine und Cello (2001) von Bettina Skrzypczak (geb.1963) geboten.
Vladimir Anochin, Violine, und David Stromberg, Cello, spielten virtuos und brillant und wirkten auch exzellent zusammen.
Matthias Lassen moderierte kenntnisreich und engagiert.
Alle Akteure wurden mit sehr viel Beifall bedacht.
Lutz Gallinat"

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