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Kultur Wissenschaft Ausbildung

L.Gallinat zur Finissage der "Int. Kunstausstellung "Wasser"

08. November 2010 (HL-Red-RB) Es war eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Finissage der "Internationalen Kunstausstellung "Wasser" im Innovationszentrum Lübeck. Dr.Bernd Bornemann (Lübeck) sprach sich zunächst gegen Kunstdünkel und elitäres Denken aus. Möglichst viele Künstler aus allen Sparten sollten bei dieser Ausstellung wahrgenommen werden. Das Thema "Wasser" enthalte einen sinnfälligen und umweltkritischen Ansatz. Es sei leider bei einigen verdrängt worden. Bornemann würdigte schließlich die Werke verschiedener Künstlerinnen und Künstler, die an dieser Ausstelung teilnehmen.
Berndchristo rezitierte dann geschliffene, hinter- und tiefgründige Aphorismen zum Thema "Wasser" u.a. von Chesterton, Nietzsche, Tanja Blixen, Mark Twain und Jules Verne.
Constanze Martini las dann die Kurzprosa "Sechsunddreißigacht oder "Die Anziehungskraft des Wassers"" aus John von Düffels 2000 bei dtv, München, erschienenen Opus "Kleine Philosophie der Passionen" - "Schwimmen".
Schwimmen ist eine besondere Kunst: Es ist nicht nur ein Sport oder eine erlernbare Bewegungstechnik, um sich vor dem Ertrinken zu retten, es ist auch das unmittelbarste Erlebnis vom Wasser und seiner Wandelbarkeit. John von Düffel, Autor und Langstreckenschwimmer, erzählt von den vielfältigen Berührungen des Schwimers mit seinem Element, von seinem Ausgesetztsein, seinen Triumphen und seiner Verlorenheit. Immer wieder mischen sich im Wasser Sehnsucht und Angst, immer wieder verbinden sich auf den weiten,offenen Strecken Schönheit und Gefährlichkeit im Zusammenspiel von Wasser und Bewegung. Ein Buch zum Eintauchen- für Schwimmer wie für Wasserscheue.
John von Düffel, geboren 1966, schrieb mit seinem Roman "Vom Wasser" (1998)eine große Hommage an das fließende Element und wurde dafür u.a. mit dem "Ernst-Willner-Preis" der Verlage sowie mit dem "aspekte"-Literaturpreis des ZDF ausgezeichnet. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Theaterstücke.
Nach der Pause bot Magda Sorour ihre spannende und psychologisch reizvolle Kurzgeschichte "Der Swimmingpool". Der Autorin, die anschaulich und lebendig schreibt, gelingen hervorragende Psychogramme. Sie lotet subtil die Abgründe der menschlichen Psyche aus. Sie überzeugte auch durch einen überraschenden Schluss.
Diese Ausstellung, die noch bis zum 29.Oktober 2010 dauert, zeigt Malerei, Grafik, Fotografie, Installation, Skulptur und Video. Die Leitung hat Dr.Bernd Bornemann inne, für die Gestaltung ist Till Bornemann verantwortlich. Veranstalter ist die Hanse-Akademie gem. e.V. für Europäische Kultur-Integration.
Alle Akteure wurden schließlich mit sehr viel Beifall bedacht.
Lutz Gallinat"

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