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Der doppelte Fanick- Kirchenmusiker Moisling&Luther-Melanchthon

14. Oktober 2010 (HL-Red-RB) Sven Fanick - der neue Kirchenmusiker in Moisling und Luther-Melanchthon ist ein Mann mit vielen Talenten. Nein, er saß nicht an der Orgel, als er noch nicht laufen konnte. Und nein, er konnte auch nicht erst singen und dann erst sprechen. Sven Fanick, 37 Jahre, der neue Kirchenmusiker der Kirchengemeinden Wichern und Luther-Melanchthon, ist ein bodenständiger Mensch, der während seiner Jugend die Liebe zur Musik entdeckt hat und nun gern andere Jugendliche ebenfalls begeistern möchte. „Mein Herz schlägt für die Orgel“, sagt er, und zögert: „und für die Chorleitung schlägt es auch.“

Dieses „Sowohl-als auch-Talent“ wird der 37jährige in Zukunft auch brauchen, wenn er auf seiner neuen Kirchenmusikstelle im Südwesten von Lübeck glücklich werden will. Er hat keine volle, sondern eine 60 Prozent-Stelle, wird aber zuständig sein für die Kirchenmusik in der Wichern- und in der Luther-Kirche. Mit dem Kirchenchor probt er Bach und Rheinberger, mit dem Kinderchor einfache Lieder, daneben betreut er aber auch den Gospelchor des CVJM. „Ich möchte viele Menschen – und besonders viele Kinder - für die Musik begeistern“, nennt er sein Ziel. Natürlich wird er sowohl in Wichern als auch in Luther die Orgel bewegen.

Das „Sowohl-als-auch“ begleitet Sven Fanick schon lange. Mit 11 fing er an, sowohl Klavier zu spielen und auch im Chor zu singen, und seitdem fährt er quasi zweigleisig durchs Leben. Neben dem Abi machte er eine nebenamtliche Ausbildung zum C-Musiker. Neben seiner Organistentätigkeit in einer kleinen Kirchengemeinde nahe Wilhelmshaven machte er eine Ausbildung zum Orgelbauer. Da schien sich die Zweigleisigkeit fest in seinem Leben zu etablieren. „Unter der Woche war ich auf Montage in den verschiedenen Städten unterwegs, am Wochenende bereitete ich den sonntäglichen Gottesdienst vor“, erinnert er sich.

Trotz der vielen Arbeit lernte er seine Frau – und gleich auch noch seine zwei Kinder kennen. „Mir wurde klar, dass ich mit Familie nicht ständig unterwegs sein wollte“, sagt er. Er begann mit 27 Jahren, Kirchenmusik in Lübeck zu studieren und legte erst die B- und zwei Jahre später die A-Prüfung ab. Seine erste Stelle führte ihn in die Kirchengemeinde Groß Grönau. Hier hätte die Geschichte zu Ende sein können, wenn nicht…. „Ich habe damals sowohl als Kirchenmusiker in Groß Grönau als auch als Orgelbauer innerhalb Lübecks gearbeitet," sagt er. „Das war auf Dauer nicht gut miteinander zu vereinbaren.“

Jetzt könnte er am Ziel angekommen sein, denn ab Mitte Oktober ist das „Doppelleben“ fest in einem Arbeitsvertrag fixiert: Sven Fanick ist dann ganz offiziell sowohl 60 Prozent Kirchenmusiker an zwei Kirchen als auch 40 Prozent Orgelbauer. Und hoffentlich 100 Prozent zufrieden.


Quelle:
Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg


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