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»Doktor Faustus« vollendet Projekt »Wagner-trifft-Mann"

07. Oktober 2010 (HL-Red-RB) Das Theater Lübeck teilt mit: "Uraufführung von »Doktor Faustus« vollendet das gefeierte Projekt »Wagner-trifft-Mann« - Schauspieldirektor Pit Holzwarth inszeniert die Dramatisierung von John von Düffel: Das national und international gefeierte Projekt »Wagner-trifft-Mann« feiert am 17. Oktober 2010 mit der Uraufführung von »Doktor Faustus« nach Thomas Manns berühmtem Roman seine Vollendung und damit seinen Höhepunkt. Vorausgegangen war am 05. September die Premiere der »Götterdämmerung«, mit der Wagners »Ring des Nibelungen« geschlossen wurde. Für »Doktor Faustus« setzt Schauspieldirektor Pit Holzwarth die Bühnenfassung des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Autors und Dramaturgen John von Düffel in Szene. Für die Ausstattung zeichnet Werner Brenner verantwortlich, mit dem Pit Holzwarth bereits zahlreiche Erfolgsproduktionen am Theater Lübeck realisiert hat, die Kompositionen stammen von Achim Gieseler. Veranstaltungsort ist das Große Haus des Lübecker Jugendstiltheaters.





Foto(Thorsten Wulff): Andreas Hutzel (Adrian Leverkühn) und Götz van Ooyen (Zeitblom).


»Doktor Faustus« ist Thomas Manns »Schmerzensbuch«. Was ist Genie? Was ist Wahnsinn? Welche Dämonen müssen bestochen werden, um genial zu sein? Anhand der Figur Adrian Leverkühn erzählt Thomas Mann die Geschichte eines Provinzmenschen, der sich wie ein Süchtiger zur Musik hingezogen fühlt und sich seine Erleuchtung in einem Teufelspakt auf Kosten der eigenen Liebesfähigkeit erkauft. Adrian Leverkühns Jugendfreund Serenus Zeitblom ist der Chronist und Zeuge dieser abgründigen Geschichte.

Thomas Mann zeigt Adrians Leben als Brennglas, durch das die »deutsche Katastrophe« schlagartig erkennbar wird – sein Musiker- und Zeitroman spiegelt rauschhaft und gewaltig die Verführung eines ganzen Volkes zum Faschismus. Für Schauspieldirektor Pit Holzwarth gilt als Schlüssel für dieses Werk, »dass die Musik ganz zentral für das Verständnis der deutschen Identität ist. Thomas Mann nutzt den >deutschesten Dramenstoff<, den Doktor Faust, um dieses Themenfeld zu erforschen. So liegt es nahe, dass das Psychogramm der deutschen Musik entscheidende Aufschlüsse über die Herkunft des Bösen, das Hitler und der Nationalsozialismus darstellen, gibt.«

Seit der Spielzeit 2007/08 realisiert das Theater Lübeck das Prestigeprojekt »Wagner-trifft-Mann«, eine international einmalige Begegnung des »Ring des Nibelungen« mit neuen Bühnenbearbeitungen von Thomas Manns Romanen »Buddenbrooks«, »Der Zauberberg«, »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull« und »Doktor Faustus«. Richard Wagner, das epochemachende Musiktheatergenie des 19. Jahrhunderts, war für Thomas Mann, den großen Literaten des 20. Jahrhunderts und Lübecker Nobelpreisträger, zeitlebens eine der wichtigsten Inspirationsquellen. Seine ersten Opernerlebnisse hatte Mann im Lübecker Stadttheater in unmittelbarer Nachbarschaft seines Elternhauses. In seinen Romanen wirkten die hier gewonnenen Eindrücke imposant weiter. Thematisch sind sie im Theater Lübeck an ihrem originären, an ihrem ureigenen Platz.

Die Resonanz von Seiten der Presse und des Publikums ist überwältigend: Nahezu euphorisch wurden die Produktionen in den Medien gefeiert, die Auslastung liegt bei rund 90 Prozent.

Nach der Uraufführung von John von Düffels Bühnenfassung des »Doktor Faustus« am 17. Oktober 2010 steht jeweils im Februar und Mai 2011 der vollständige Zyklus »Wagner-trifft-Mann« auf dem Spielplan des Theater Lübeck."



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