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Kultur Wissenschaft Ausbildung

L Gallinat zur Lesung Dr. Peter Voswinkel "Lübecker Märtyrer..."

29. September 2010 (HL-Red-RB) Es war eine ergreifende Buchpräsentation. Am letzten Dienstag stellte Prof.Dr. Peter Voswinckel in der vollbesetzten Lübecker Buchhandlung Weiland sein neues bei Butzon & Bercker, Kevelaer, und im Sankt Ansgar Verlag, Hamburg, erschienenes Opus "Geführte Wege"- "Die Lübecker Märtyrer in Wort und Bild" vor.
Am 10.November 1943 wurden die Lübecker Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek und der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hingerichtet, weil die Unrecht beim Namen nannten und sie gemeinsam die berühmten Predigten des Kardinals Galen propagiert hatten.
In anschaulichen Texten und zahlreichen Abbildungen und Faksimiles dokumentiert der Band anlässlich der Seligsprechung von Lange, Müller und Prassek die grundverschiedenen Wege der vier Geistlichen nach Lübeck. Der Autor zeichnet nach, wie sie dort über die konfessionellen Grenzen hinweg zusammenfanden, schildert bewegend die Zeit von ihrer Verhaftung bis zum gewaltsamen Tod und verfolgt die wichtigsten Stationen ihrer Rezeption. Die Darstellung liest sich heute wie eine Geschichte des konfessionell geprägten Ringens um die Ökumene im Deutschland des 20.Jahrhunderts.
Peter Voswinckel, Dr.med, wurde 1951 geboren. Er studierte Humanmedizin und war mehrere Jahre als Arzt in München tätig. 1992-2002 war er als Mitarbeiter am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität Lübeck tätig. 1997 war er außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Medizin an der Technischen Hochschule Aachen. Seit 2004 wirkt er als freier Historiker in Lübeck.
Der Autor hatte sehr akribisch recherchiert und verband gekonnt Wissenschaftlichkeit und Literarizität. Er widmete sein Opus den Mitgliedern des "Arbeitskreises 10.November", Lübeck, und den Benediktinern von Kloster Nütschau, Travenbrück.
Zuvor hatten Dr.Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg, und der Lübecker Propst Franz Mecklenfeld einführende Worte gesprochen. Die Lübecker Schauspielerin Marianne Schubart-Vibach las schließlich einfühlsam und nuanciert aus den Briefen der vier Geistlichen.
Alle Akteure wurden am Ende nach einer regen Diskussion mit sehr viel Beifall bedacht.
Lutz Gallinat

© Lutz Gallinat ü/Lübeck-TeaTime (Siehe Impressum)

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