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DSD förderte Herzogin Anna-Amalia Bibliothek Weimar

09. September 2010 (HL-Red-RB) Erinnern Sie sich an den verheerenden Bibliotheks-Brand dort 2004? Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der "Wiederherstellung" und übermittelte folgenden Beitrag: "Am Montag, den 13. September 2010 um 14.00 Uhr überbringt der neue Ortskurator Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), Dr. Klaus Gebhardt, eine Bronzetafel für die restaurierte Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar vor Ort an Hellmut Seemann, den Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar, und Dr. Michael Knoche, den Direktor der Bibliothek. Mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz" wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren."

Die heutige Bibliothek wurde 1691 durch Herzog Wilhelm Ernst (1662-1728)
gegründet, als 500 genau inventarisierte Bücher aus einem
Erbteilungsvertrag den bereits vorhandenen wertvollen Grundbestand
vermehrten. Damit begann der zielgerichtete Ausbau der herzoglichen
Büchersammlung und ihre Verwaltung durch berühmte Gelehrte, die der
Herzog als Bibliothekare berief. Unter der Regentschaft Herzogin Anna
Amalias zog die Bibliothek 1766 in die eigens umgebauten Räume des
Grünen Schlosses um und erlebte einen rasanten Aufschwung. Aus den einst
130.000 Bänden sind heute knapp eine Million Bände geworden. Die
Anna-Amalia-Bibliothek ist eine der ersten öffentlich zugänglichen
fürstlichen Bibliotheken. Besonders fortschrittlich war die von den
Ministern Goethe und Voigt am 26. Februar 1798 erlassene "Vorschrifft,
nach welcher man sich bey hießiger Fürstl. Bibliothek, wenn Bücher
ausgeliehen werden, zu richten hat". Es werden Öffnungszeiten und
Leihfrist festgelegt und, sofern Eltern oder Lehrer die Leihscheine
unterzeichnen, auch "junge Leute" zugelassen.

Das Bauensemble besteht aus dem 1562 bis 1565 entstandenen Grünen
Schloss mit dem Rokokosaal von 1766, dem von 1818 bis 1825 mit einer
neogotischen Vorhalle ausgestatteten Bücherturm aus der Mitte des 15.
Jahrhunderts, dem Gentz-Bau von 1804 und schließlich dem Courdray-Anbau
aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das historische Bibliotheksgebäude
befindet sich im Grünen Schloss. Der im ersten Stock eingerichtete
historische Rokokosaal gehört mit seinen Kunst- und Buchschätzen zu den
eindrucksvollsten fürstlichen Schaubibliotheken in Deutschland. Durch
einen Brand im Jahre 2004 entstanden an Bau und Büchern unermessliche
Schäden durch Feuer und Löschwasser. Zu den größten Verlusten zählt die
Musikaliensammlung der Herzogin Anna Amalia und die sogenannte Sammlung
Schurzfleisch, die 1722 in 35 Pferdefuhrwerken nach Weimar gebracht
worden war. An der bundesweiten Rettungsaktion beteiligte sich auch die
DSD, die dafür zahlreiche kleine und große Spenden und von der Firma DAF
Trucks in Eindhoven einen namhaften Betrag erhielt.

Die Anna-Amalia-Bibliothek ist eines von über 390 Projekten, die die
private Bonner Denkmalschutz-Stiftung allein in Thüringen dank privater
Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto,
fördern konnte. Dazu gehören auch das Haus zum Roten Hirschen in Erfurt,
der Eulensteinsche Hof in Großschwabhausen und das historische Rathaus
in Suhl."

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