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Parlamentarischer Abend: Antrag zur Exzellenzinitiative gestellt

09. September 2010 (HL-Red-RB) Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bewirbt sich in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in allen drei Förderlinien: (1) Zukunftskonzept zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung (2) und (3) Graduiertenschule und Exzellenzcluster. Zum 1. September 2010 ist der Antrag zur Förderung eines Zukunftskonzeptes eingereicht worden. Am Parlamentarischen Abend Anfang September 2010, in den Räumen des Zoologischen Museums der CAU stattfindet, wird Freunden, Förderern und Partnern das Konzept der Universität vorgestellt.

Professor Fouquet, Präsident der Christian-Albrechts-Universität: "Mit fast 100 Millionen Euro Drittmittel, zwei Exzellenzclustern und einer Exzellenzgraduiertenschule sowie mit neun Sonderforschungsbereichen und weiteren Verbundforschungsprojekten haben wir als mittlere Universität mit ca. 22.500 Studierenden den Mut für diesen sehr ambitionierten Wettbewerb gefunden. Zukunftskonzept und Exzellenzantrag sind in den vergangenen Monaten in einem breit angelegten Kommunikationsprozess entstanden. In den Denkgruppen Studium und Lehre, Young Researchers, Gesellschaft, Internationalisierung, Spitzenforschung, Governance, Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen sowie Studierende wurden in offenem Diskurs Ideen gebündelt und Konzepte entwickelt. Dieser einzigartige Prozess, dessen Dynamik die gesamte Universität ergriffen hatte, verleiht dem Konzept eine besondere Tragfähigkeit und ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Wir danken allen Beschäftigten der CAU sowie unseren Freunden, Förderern und Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für ihre Unterstützung. Dem Senat der Universität Kiel danken wir für seine ausdrückliche Zustimmung, den Dekaninnen und Dekanen für ihre Mithilfe. Wir freuen uns sehr, dass die Landesregierung Schleswig-Holstein die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auch weiterhin auf ihrem Weg zur Exzellenz unterstützen wird."

In der zweiten Förderphase, die im November 2012 beginnt, stehen für die Hochschulen für alle drei Förderlinien gut 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. 75 Prozent davon trägt der Bund, 25 Prozent werden von den Ländern bereitgestellt. Der Förderzeitraum beträgt fünf Jahre. Über die zum 1. September eingereichten Antragsskizzen für Neuanträge wird im Rahmen eines zweistufigen Auswahlverfahrens entschieden. Nach einer ersten internationalen Begutachtung aller eingereichten Antragsskizzen werden im Frühjahr 2011 ca. 18 Bewerber eingeladen, einen Vollantrag zu stellen. Aus diesen werden bis Juni 2012 dann maximal 12 Zukunftskonzepte zur Förderung ausgewählt.

Besonderer Gast des Parlamentarischen Abends ist Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung Hannover und Vorstandvorsitzender des Bundesverbandes deutscher Stiftungen. Dr. Krull, der über große Erfahrungen mit der Exzellenzinitiative und dieser besonderen Form der Forschungsförderung verfügt, hebt in seinem Vortrag mit dem Titel Freiraum für kreative Forschung. Der Exzellenzwettbewerb und die Folgen hervor: "Die Exzellenzinitiative hat bereits in der ersten Phase viel Bewegung in die deutsche Hochschul- und Forschungslandschaft gebracht. Es ist nur zu begrüßen, dass sie auf wettbewerbliche Weise fortgesetzt wird – und sich damit als ein atmendes System erweisen kann. Damit hat auch die CAU, die bereits beim ersten Mal in den ersten beiden Förderlinien sehr erfolgreich war, die Möglichkeit, ihre Chancen in der dritten Förderlinie mit einem überzeugenden Zukunftskonzept zu nutzen."

Professor Thomas Bosch, Vizepräsident, zuständig für das Zukunftskonzept und die Internationalisierung der CAU, sieht im Zukunftskonzept die Perspektive für eine erfolgreiche Universität des 21. Jahrhunderts. "Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel steht mit ihrem Zukunftskonzept für Erneuerung und Wandel in Forschung, Lehre, Gesellschaft und Ethik. Sie sieht sich für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet und erarbeitet neue Perspektiven für das Leben im 21. Jahrhundert. Die Verwirklichung des Zukunftskonzeptes wird es der Universität ermöglichen, eine der führenden Hochschulen Nordeuropas zu werden und kann als Beispiel für eine erneuerte Universität in Deutschland dienen, die gleichzeitig stolz auf eine 350-jährige Tradition zurückblickt."

In einer Situation relativ konstanter Finanzierung durch das Land kann die Exzellenz von Forschung und Lehre an der CAU im Rahmen eines Zukunftskonzeptes vor allem durch zwei Maßnahmen langfristig signifikant gesteigert werden: (1) durch die aktive Förderung der bestehenden Forschungsexzellenz und (2) durch Anreize für die Rekrutierung herausragender Forscher und Forscherinnen. Solche Maßnahmen entsprechen dem Kieler Selbstverständnis als einer Volluniversität verbundener Wissenschaftskulturen und können durch eine schlichte, wenn auch radikale strukturelle Veränderung innerhalb der Universität verwirklicht werden: die Vergabe aller Forschungsmittel in einem offenen und vergleichend-begutachtenden Wettbewerb.

Ergänzende Maßnahmen, die insbesondere die Position des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Frauen in der Universität verbessern sowie die Lehre in das Konzept einbinden, runden ein Paket ab. Dies lässt der CAU Kiel eine führende Rolle bei der Strukturreform der deutschen Universitäten zukommen und erhöht die Wettbewerbsposition der Universität Kiel in Deutschland wie international maßgeblich.

Die CAU versteht sich als eine Universität verbundener Wissenschaftskulturen. An der Landesuniversität und einzigen Volluniversität Schleswig-Holsteins arbeiten Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und Beschäftigte eng miteinander vernetzt. Die Kieler Universität baut auf Stärke und Exzellenz einer fachübergreifenden Forschung, die besonders in den vier Forschungsschwerpunkten Meeres- und Geowissenschaften, Biowissenschaften, Nano- und Oberflächenwissenschaften sowie Gesellschafts- und Umweltwissenschaften, Kultureller Wandel, den Exzellenzclustern Ozean der Zukunft, Entzündung an Grenzflächen und Materials for Life (im Antrag) sowie der Graduiertenschule zum Tragen kommt.

Besonders pflegt die CAU Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit starken Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Sie wird diese Verbindungen auch in Zukunft weiter ausbauen. Die Universität ist eng mit Kiel und in der Region Schleswig-Holstein verankert und stärkt die Forschungs- und Wirtschaftsstrukturen des Standortes.

Link zur Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder:
http://www.dfg.de/foerderung/exzellenzinitiative/index.html

Link zur neuen Homepage Exzellenzinitiative:
http://www.exzellenz.uni-kiel.de


Quelle:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
www.uni-kiel.de

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