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Vergnügliche Erinnerungen an Emmerich Kálmán

01. August 2010 (HL-Red-RB) Der ungarische Komponist Imre (Emmerich) Kálaán (1882 – 1953) hat ein reiches Werk an Operetten hinterlassen. Da ist es offenbar nahe liegend, die zu Revuen zusammen zu fassen. Bereits vor einem halben Jahrhundert gefiel einer der damals beliebten Musikfilme damit. Und vor einem Jahrzehnt brachte die Rumänisches Staatsoper Temesvar / Timisoara eine solche Revue unter dem Titel „Kálmánia“ heraus. Jetzt hat sich der Prinzipal der Lübecker Sommeroperette Michael P. Schulz mit seinem sicheren Gespür für das für sein kleines Unternehmen Machbare des Themas angenommen und auch auf den einstigen Filmtitel zurückgegriffen: „Der Csárdárkönig“.

Die von ihm zusammen gestellte – mehr als drei Stunden lange – Revue wird an diesem Sonnabend-Abend im Jugendstilsaal des Lübecker Johanneums zu einem großen Erfolg. Das Premieren- Publikum in dem fast bis auf den letzten Stuhl besetzten Saal ist begeistert. Schade, dass der für den „Heurigen-Garten“ bestimmte Teil des
Abends dem heraufziehenden Regen zum Opfer fällt und auch im Saal gespielt werden muss.
Unter der musikalischen Leitung von Carsten Bowien – sonst Dozent an der Hamburger Stage-School –
bringt der Abend die Widerbegegnung mit bekannten Stimmen der Lübecker Theater-Sommer wie Mona Hermes, Sonja Pitsker und Felix Müller. Aber auch die „Neuen“ dieses Abends Sabine Schwarzlose, Zacharias Böhm, Kay Bretschneider und Jens-Uwe Mürner gefallen stimmlich und durch ihr Spiel.
Die szenische Darstellung vieler bekannter und weniger bekannter Melodien des Meisters aus Siofók in den – laufend gewechselten – bunten Kostümen wird zu einem eindrucksvollen Erlebnis, an das das kleine Ballett in der Einstudierung von Susanne Janssen und der vom Chef selbst einstudierten Chor großen Anteil haben. Ständig wirbelt es über die kleine Bühne. Da hat mitunter das Salonorchester Mühe, mitzuhalten und der Prinzipal – der auch sein eigener Chef-Beleuchter ist – muss selbst auf eine Empore steigen, um seinen Künstlern mit einem Leuchtstab zu hellen, im Takt zu bleiben
Als altersweiser Emmerich Kálmán bekennt Günther Rathgens von der Lübecker Niederdeutschen Bühne. „Es war der schönste Tag meines Lebens“. Der lebende alte Herr hätte wohl so ähnlich geredet. Es war wirklich ein gelungener Abend!

Weitere Aufführungen
1., und 15. August, 16 Uhr, 5. und 12. August 18 Uhr, 7., 11. 113. und 14. August, 19.30 Uhr.


Horst Schinzel
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