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Wirtschaft erwartet Gesamtstrategie für die Bildungsrepublik

21.10.2008. IHK Schleswig-Holstein: Die Wirtschaft fordert von der Bundeskanzlerin und allen Ministerpräsidenten klare Signale und konkret messbare Ergebnisse vom Bildungsgipfel.

"Der Bildungsgipfel muss mehr bringen als föderales Kompetenzhickhack und medial aufgemachte Bildungsfolklore, verbunden mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Notwendig ist eine Gesamtstrategie, wie Deutschland tatsächlich zur Bildungsrepublik werden kann. Auch wenn dabei Finanzierungsfragen große Bedeutung haben, darf der Gipfel nicht zum Finanzierungsgipfel umfunktioniert werden," so Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein zum bevorstehenden Bildungsgipfel in Dresden.

Zwar stehe der wichtigste Rohstoff Deutschlands hoch im Kurs – gehandelt werde er aber leider auf unsicherem föderalen und parteipolitischen Parkett. Einmal mehr drohten unfruchtbare Auseinandersetzungen über Zuständigkeiten von Bund und Ländern. Jetzt räche sich, dass der Bund seine Zuständigkeiten in der Bildung nahezu vollständig an die Länder abgetreten habe, obwohl die Bürger die Verantwortung für das Zukunftsthema Bildung nach wie vor beim Bund sähen. Die PISA-Vergleiche hätten zwar einen heilsamen Schock ausgelöst und eine Reformwelle angestoßen. Eine Wende sei aber noch nicht zu erkennen.

"Bildung ist unsere Zukunft und Qualitätssteigerungen in der Bildung sind unsere besten Zukunftsinvestitionen. Auch in Schleswig-Holstein besteht erheblicher Handlungsbedarf", betont Böge.

Die wichtigsten Punkte aus Wirtschaftssicht seien der Ausbau frühkindlicher Bildung,ökonomische Bildung und verbindliche Berufsorientierung in allen Schulen, die Halbierung der Schulabbrecherquote, ein bedarfsgerechtes Ganztagsschulangebot, die Stärkung des Interesses an naturwissenschaftlichen und technischen Berufen und die erhöhte Durchlässigkeit von beruflicher zu hochschulischer Bildung.


Die IHK Schleswig-Holstein appelliert an den guten Willen aller Gipfelteilnehmer,die großen Erwartungen der Bürger nicht zu enttäuschen.

Quelle: IHK Schleswig-Holstein


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